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AKTIEN FRANKFURT/Schwächer - Gewinnmitnahmen belasten nach guten Zahlen

Dieser Inhalt wurde am 27. April 2010 - 12:10 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Gewinnmitnahmen haben den Dax am Dienstag nach zwei sehr freundlichen Handelstagen in die Verlustzone gedrückt. Bis zur Mittagszeit gab der deutsche Leitindex 0,49% auf 6.300,98 Punkte nach. Zu den schwächsten Werten im Dax zählten nach Zahlen die Aktien der Deutschen Bank. Der MDax verlor 1,29% auf 8.530,47 Zähler. Der TecDax fiel um 1,57% auf 831,64 Punkte.
Händler Oliver Roth von Close Brothers Seydler begründete die Kursverluste der Deutschen-Bank-Aktie und die Reaktion am Gesamtmarkt mit Gewinnmitnahmen. "Der Markt hat in den letzten beiden Tagen einiges eingepreist, nachdem US-Banken in der letzten Woche überzeugende Zahlen präsentiert haben." Die guten Zahlen der Deutschen Bank könnten daher keinen mehr vom Hocker reissen, so der Experte. Die Anteilsscheine von Deutschlands führendem Bankhaus büssten 2,33% auf 54,060 EUR ein. Die Titel der Commerzbank fielen zugleich um 1,13% auf 6,207 EUR. Die Postbank-Aktien gaben 4,11% auf 26,145 EUR nach.
Daimler reagierten mit einer Berg- und Talfahrt auf die Vorlage endgültiger Zahlen und eine Anhebung der Prognose. Nach einem Anstieg bis auf 39,90 EUR gaben sie zuletzt deutlich um 1,49% auf 38,880 EUR nach. Dass der Stuttgarter Autobauer die Konzernprognose für das EBIT anhob, konnte die Titel nach Einschätzung von Händlern nur kurz antreiben. Ähnlich wie bei der Deutschen Bank führte Frank Schwope von der Nord/LB die Kursreaktion darauf zurück, dass Autoaktien zuletzt gut gelaufen seien.
Ein Analystenkommentar sorgte dafür, dass die Aktien von K+S mit einem Aufschlag von 1,66% auf 44,585 EUR die Spitzenposition im Dax einnahmen. Goldman Sachs hat die Papiere des Düngemittelkonzerns von "Sell" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel von 42,00 auf 52,80 EUR aufgestockt.
Im MDax weiteten die Aktien von Krones ihre Verluste auf 2,64% aus und notierten zuletzt bei 42,350 EUR. Der Getränkeabfüllanlagen-Hersteller kehrte im ersten Quartal 2010 mit einem kräftigen Umsatzplus in die Gewinnzone zurück und übertraf dabei die Analystenerwartungen. Auch in diesem Falle sprachen Händler von Gewinnmitnahmen.
Im TecDax ging es für die Aktien der Software AG kräftig abwärts. Die Scheine des zweitgrössten deutschen Softwareanbieters brachen um 6,45% auf 89,08 EUR ein und markierten das Schlusslicht im Index der Technologiewerte. Experten monierten vor allem das schwächere Abschneiden im ETS-Geschäft und sehen angesichts der bereits über ihrem historischen Durchschnitt liegenden Bewertung der Aktien kein weiteres Kurspotenzial mehr.
Zum Favoriten im TecDax mauserten sich dagegen die Aktien von Aixtron . Quartalszahlen eines Wettbewerbers sorgten beim Chip-Anlagenbauer für ein Kursplus von 2,79% auf 28,525 EUR. US-Konkurrent Veeco Instruments berichtete von steigender Nachfrage auf den LED- und Solarmärkten, überraschte beim Gewinn und stellte ein starkes zweites Quartal in Aussicht./th/ck
--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

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