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FRANKFURT (awp international) - Die deutschen Aktienindizes haben am Montag Verluste verzeichnet. Händlern zufolge fehlten dem Markt die positiven Impulse, während erneute Sorgen um die Eurozone auf die Stimmung drückten. Der Dax stand am Nachmittag mit 0,98 Prozent im Minus bei 6.879,92 Punkten. In der ersten Woche des Jahres hatte der deutsche Leitindex ein halbes Prozent zugelegt. Der MDax mittelgrosser Werte sackte um 1,51 Prozent auf 9.922,78 Punkte ab, für den TecDax ging es um 1,12 Prozent auf 859,50 Punkte runter.
Sorgen vor einer erneuten Verschärfung der Lage in der Eurozone mit Berichten, dass Portugal unter den Rettungsschirm gedrängt werden könnte, belasteten laut Analyst Christian Falkner von Alpha Wertpapierhandel den Markt. Indes erwarten Börsianer im Wochenverlauf eine Belebung der Nachrichtenlage. Nach dem Handelsschluss in den USA startet die US-Berichtssaison traditionell mit den Zahlen von Alcoa . Zudem stehen in der Woche noch zahlreiche Konjunkturdaten auf der Agenda. Auch von deutschen Unternehmen kommen unter anderem von Beiersdorf und Metro schon recht frühzeitig erste Signale über den Geschäftsverlauf 2010, wie Falkner weiter betonte.
BANKENWERTE BLEIBEN WEGEN EUROZONE UNTER DRUCK
Bankenwerte standen unter Druck, wobei Commerzbank-Aktien mit minus 2,02 Prozent auf 5,483 Euro am Dax-Ende standen. Händler verwiesen auf negative Vorgaben für Banken wegen der jüngsten Schwäche des Sektors in den USA. Hinzu komme die Sorge um die Stabilität der Eurozone. Ebenfalls zu den Verlierern zählten einige zuletzt relativ gut gelaufene Aktien wie Technologiewerte, die von risikofreudigen Investoren bevorzugt würden. Infineon-Titel verbilligten sich um 1,75 Prozent auf 6,911 Euro. Hier verwies ein Händler auch auf das charttechnisch angeschlagene Bild, nachdem die Aktien unter eine wichtige Unterstützung bei 7,00 Euro gefallen sind.
An der Dax-Spitze standen nach einem positiven Analystenkommentar BASF-Papiere mit plus 0,42 Prozent 57,340 Euro. Die Citigroup hob das Kursziel von 60 auf 67 Euro an und bekräftigte die Einstufung "Buy". Der Chemiekonzern sollte 2011 vom zunehmenden Engagement in den wachstumsstarken Schwellenländern profitieren. Neben BASF standen am Nachmittag lediglich die Aktien von ThyssenKrupp im Dax im Plus. Sie gewannen 0,18 Prozent.
ÜBERNAHMEN UND AUFTRÄGE SORGEN FÜR FANTASIE BEI EINZELWERTEN
Im MDax profitierten Symrise-Aktien an der Spitze mit einem Plus von 3,10 Prozent auf 20,310 Euro von neuen Übernahmebewegungen im Sektor. Der US-Chemiekonzern Dupont will den dänischen Anbieter von Lebensmittelzusatzstoffen Danisco für 6,3 Milliarden Dollar (rund 4,9 Mrd Euro) kaufen.
Lanxess rutschten dagegen um 4,60 Prozent auf 53,090 Euro ab. Börsianer verwiesen auf ein Interview mit Konzernchef Axel Heitmann in der "Bild"-Zeitung. Er sehe die Wirtschaft in diesem Jahr wegen auslaufender Konjunkturprogramme, der massiven Staatsverschuldung und des weltweiten Trends zum Protektionismus skeptisch. Der Chef des Spezialchemiekonzerns hat einem Händler zufolge aber nichts Konkretes zur Entwicklung des Geschäfts bei Lanxess selbst oder in deren Endmärkten gesagt. Ihm gegenüber habe sich der Konzern zuversichtlich für das Jahr 2011 geäussert. Der Händler sah die Aussagen eher als Bremsmanöver vor den anstehenden Lohnverhandlungen.
Singulus Technologies profitierten im TecDax von einem Auftrag in der Solarsparte und gewannen 3,21 Prozent auf 4,340 Euro. Analyst Tobias Loskamp von Kepler Equities verwies darauf, dass das Geschäft des Unternehmens mit Blu-ray-Discs am Markt auf wenig Skepsis stosse, wogegen ein Erfolg im Solarbereich in Frage gestellt werde. Der heutige Auftrag selbst komme zwar nicht unerwartet, das Auftragsvolumen sei aber eine positive Überraschung. Q-Cells-Aktien erholten sich um 2,58 Prozent auf 2,390 Euro. Händler verwiesen auf eine Prognoseerhöhung von LDK Solar als positiven Impuls./fat/gl

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