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AKTIEN FRANKFURT/Uneinheitlich - Finanzwerte und Merck KGaA unter Druck

Dieser Inhalt wurde am 26. Oktober 2009 - 15:10 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Der Dax hat am Montag weiterhin von dem positiven Marktumfeld profitiert und Gewinne verbucht. Finanzwerte gerieten allerdings unter Druck, nachdem die niederländische Bank ING eine Kapitalerhöhung angekündigt hatte. Der Leitindex stieg zuletzt um 0,72 Prozent auf 5.781,58 Punkte, nachdem er am Freitag noch unter Gewinnmitnahmen gelitten hatte. Für den MDax mittelgrosser Werte ging es dagegen um 0,75 Prozent auf 7.293,31 Punkte abwärts. Hier belasteten Händlern zufolge eine Reihe negativ aufgenommener Unternehmensnachrichten und Analystenkommentare. Der TecDax rückte um 0,85 Prozent auf 768,01 Zähler vor.
Laut Marktanalyst Jochen Intelmann von der Hamburger Sparkasse (Haspa) ist die Stimmung am Aktienmarkt weiterhin positiv. Angesichts unverändert niedriger Zinsen ströme immer noch Geld in Dividendenpapiere und die jüngsten Konjunkturdaten deuteten weiter auf eine Entspannung der konjunkturellen Lage hin. Die von der ING angekündigte Kapitalerhöhung in Höhe von 7,5 Milliarden Euro verhinderte laut Haspa-Analyst Christian Hamann aber noch höhere Gewinne am Markt, da einige Experten mit einer geringeren Finanzspritze gerechnet hätten.
Finanzwerte wurden verkauft: So fielen die Aktien der Deutsche Bank um 0,92 Prozent auf 52,42 Euro. Das Finanzinstitut rechnet zudem in naher Zukunft branchenweit mit hohen Kreditausfällen. Titel der Allianz sanken um 0,91 Prozent auf 82,94 Euro. Analyst Philipp Hässler von der Investmentbank Equinet kommentierte: "Die Kapitalerhöhung bei ING, aber auch Gerüchte über eine Kapitalerhöhung bei Lloyds , drücken auf die Stimmung für Bankenwerte. Die Investoren sind derzeit wieder etwas vorsichtiger."
Die Aktien von Bayer setzten sich derweil mit plus 3,06 Prozent auf 49,14 Euro an die Dax-Spitze. Das Unternehmen legt am Dienstag seine Zahlen für das dritte Quartal vor. Die Anleger rechneten dabei mit positiven Überraschungen, hiess es am Markt.
Nach der Präsentation von Quartalszahlen büssten die Papiere der Merck KGaA am Dax-Ende 2,13 Prozent auf 68,02 Euro ein. Während der Gewinn vor Zinsen und Steuern leicht enttäuscht habe, sei der Reingewinn und der Gewinn je Aktie etwas besser ausgefallen als gedacht, betonte ein Händler. Ein anderer Börsianer hob negativ hervor, dass der Margenausblick enttäuscht habe. Aktien von Kontron aber waren gefragt und legten im TecDax um 0,72 Prozent auf 8,40 Euro zu. Die Bilanz des Kleincomputer-Herstellers zum dritten Quartal fiel einem Börsianer zufolge "insgesamt besser als erwartet" aus.
Der im MDax notierte Triebwerkshersteller MTU verdiente im dritten Quartal trotz eines unerwartet starken Umsatzeinbruchs mehr als erwartet. Die Aktien sanken gleichwohl um 1,96 Prozent auf 31,46 Euro.
Die Titel von Lanxess fielen zudem um 1,65 Prozent auf 23,82 Euro und zählten damit zu den grössten Verlierern im Index der mittelgrossen Werte. Börsianer verwiesen auf eine Abstufung durch JPMorgan von "Overweight" auf "Neutral" als Belastung. Ferner sanken die Aktien von Sky Deutschland um 2,74 Prozent auf 3,19 Euro. Die News Corp des Grossaktionärs Rupert Murdock hat mit Blick auf Sky keine Pläne für weitere Investitionen. Dies sagte Sohn James Murdoch, der Europa- und Asienchef, dem Magazin "Spiegel" in einem Interview und ergänzte: "Sky Deutschland ist jetzt solide finanziert." Aktien von ProSiebenSat.1 sackten um 5,37 Prozent auf 8,11 Euro ab./la/ck

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