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FRANKFURT (awp international) - Das schwere Erdbeben in Japan sowie die anhaltenden Sorgen um die Lage im Nahen Osten haben dem deutschen Aktienmarkt am Freitag weitere Verluste beschert. Gegen Mittag rutschte der Dax um 1,08 Prozent auf 6.986,62 Punkte ab und unterbot damit knapp die psychologisch wichtige Marke von 7.000 Punkten. Bereits an den beiden vorangegangenen Handelstagen hatte der Leitindex im Minus geschlossen. Der MDax der mittelgrossen Werte sank am Freitag um 1,34 Prozent auf 10.015,98 Punkte, und der TecDax büsste 1,40 Prozent auf 866,57 Punkte ein.
Laut Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research macht sich nach dem zweiten Erdbeben innerhalb kurzer Zeit die Angst breit, dass es zu weiteren Erdstössen in Japan kommen könnte. Für den schwachen Gesamtmarkt sei allerdings die unsichere Lage in Saudi-Arabien und die damit verbundene Sorge um die dortige Ölförderung ein möglicherweise noch wichtigerer Faktor. Laut Medienberichten hatten saudische Sicherheitskräfte am Donnerstag angeblich in der Stadt Katif am Persischen Golf das Feuer auf Demonstranten eröffnet. "Die Börsen sind weiterhin deutlich verunsichert, wie all das einzuschätzen ist", sagte der Experte.
FLUTWELLE BELASTET RÜCKVERSICHERER - K+S LEIDEN UNTER AKTIENPLATZIERUNG
Nach dem Erdbeben in Japan und der folgenden Flutwelle gehörten die Rückversicherer zu den grössten Verlierern. Die Aktien der Munich Re sackten im Dax um 4,54 Prozent auf 111,45 Euro ab, und die Papiere des Konkurrenten Hannover Rück büssten am MDax-Ende 4,41 Prozent auf 39,00 Euro ein. Händler begründeten dies vor allem mit Aussagen der Munich Re vom Vortag. Der weltgrösste Rückversicherer hatte erklärt, er müsse um sein Gewinnziel für 2011 bangen, falls es nach den schweren Naturkatastrophen in Australien und Neuseeland zu weiteren Grossschäden kommen werde. Alle grossen Rückversicherer seien in Japan aktiv, betonte ein Börsianer. Die Aktien des Versicherers Allianz büssten im Zuge dessen 2,27 Prozent ein.
Am Dax-Ende lagen allerdings die Papiere von K+S , die um 6,62 Prozent auf 50,65 Euro abrutschten. Die Papiere des Salz- und Düngemittelkonzerns litten unter einer Aktienplatzierung durch BASF . Der Chemiekonzern hatte am Vorabend nach Börsenschluss angekündigt, sich von bis zu 19,7 Millionen Aktien trennen zu wollen. Dies entspricht einem Anteil von 10,3 Prozent. Mit dem erhofften Milliardenerlös wollen die Ludwigshafener Schulden abbauen. Wie ein Börsianer erklärte, sei dies zwar erwartet worden, allerdings überrasche der schnelle Zeitpunkt. Ein Händler sprach von einer Spanne von 50,00 bis 51,00 Euro, ein anderer Marktteilnehmer bezifferte diese auf 50,00 bis 50,50 Euro. BASF-Titel gaben indes um 0,43 Prozent auf 58,48 Euro nach.
AUSBLICK VON FRAPORT UNTERSCHIEDLICH AUSGELEGT
Zahlen gab es am Freitag nur vom Flughafenbetreiber Fraport , dessen Papiere sich mit einem Minus von 0,77 Prozent auf 50,33 Euro besser als der Gesamtmarkt schlugen. Ein Händler sah die Ergebnisse für 2010 als "mehr oder weniger" im Rahmen der Erwartungen an. Der Umsatz habe leicht über und der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) leicht unter den Marktschätzungen gelegen. Unterschiedlich wurde allerdings der Ausblick aufgenommen. Der Börsianer bezeichnete diesen als operativ etwas enttäuschend. Analyst Johannes Braun von der Commerzbank sah ihn dagegen als "solide" an./tih/chs

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