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FRANKFURT (awp international) - Anhaltende Sorgen um die wirtschaftliche Entwicklung haben den deutsche Aktienmarkt am Mittwoch wieder auf Talfahrt geschickt. Nach der kräftigen Erholung vom Vortag gab der Dax gegen Mittag um 1,26 Prozent auf 5.866,12 Punkte nach und blieb ohne einen Gewinner. Der MDax rutschte zurück unter die Marke von 8.000 Punkten und verlor 1,77 Prozent auf 7.948,03 Punkte. Auch für den TecDax ging es um 0,94 Prozent auf 742,42 Punkte runter.
"Angesichts der negativen Tendenzen bei den Wirtschaftsindikatoren spricht derzeit nicht viel für steigende Kurse", sagte Wertpapierhändler Stefan de Schutter vom Dienstleister Alpha und verwies dabei auf den späten Handel an der Wall Street, wo sich erneut schwache Konjunkturdaten durchgesetzt hätten. Die Vortagesgewinne am deutschen Aktienmarkt seien lediglich darauf zurückzuführen gewesen, dass Spekulanten ihre auf fallende Kurse gerichteten Positionen aufgelöst hätten, so de Schutter. "Der Dax nähert sich nun wieder der 200-Tage-Linie an, die er in den kommenden Tagen halten muss", ergänzte er.
LUFTHANSA UND VERDI EINIGEN SICH AUF ECKPUNKTE
Im Blickfeld standen die Papiere der Lufthansa, die 1,90 Prozent auf 11,365 Euro nachgaben. Die Aktien konnten nicht davon profitieren, dass es laut Verdi Fortschritte bei den Tarifverhandlungen mit dem Kabinen- und Bodenpersonal gibt. Demnach hat sich die Gewerkschaft mit der Fluglinie auf Eckpunkte für die etwa 50.000 Beschäftigten geeinigt und konnte angekündigte Eingriffe in bestehende Tarifverträge abwehren. Allerdings gebe es in einigen Details noch Beratungs- und Abstimmungsbedarf, so Verdi.
HeidelbergCement waren mit Abstand schwächster Wert im Dax und büssten 5,51 Prozent auf 36,795 Euro ein. Sie rutschten damit auf ein neues Jahrestief. Händler verwiesen auf schwache Umsatzzahlen des Konkurrenten CRH. Nach einem langen und harten Winter in den USA und Nordeuropa sieht der irische Baustoffkonzern seinen Umsatz im Gesamtjahr stärker sinken als bisher gedacht. Aktien von Infineon kamen ebenfalls unter Druck, nachdem der koreanische Chipkonzern Samsung für das zweite Halbjahr mit einer sinkender Nachfrage rechnet. Die Papiere von Infineon gaben 2,84 Prozent auf 4,858 Euro nach.
CONTI UND SOLARWERTE IM BLICK
Bei Continental sorgte ein Analystenkommentar für die grössten Kursverluste im MDax. Die Aktien des Autozulieferers büssten 5,34 Prozent auf 43,02 Euro ein, nachdem Merrill Lynch die Papiere wegen ihrer guten Performance von "Buy" auf "Neutral" gesenkt hatte.
Im TecDax gab Phoenix Solar einen Ausblick auf das Gesamtjahr ab. Trotz der geplanten Förderkürzungen rechnet der Photovoltaik-Spezialist mit einem Rekordumsatz von 660 bis 700 Millionen Euro. Die Aktien waren mit plus 3,50 Prozent unter den grössten Gewinnern. Manz Automation gewannen 1,95 Prozent auf 46,00 Euro. Der Anlagenbauer sprach davon, dass der Auftragsbestand erstmals seit dem Ausbruch der Wirtschafts- und Finanzkrise wieder über 100 Millionen Euro gestiegen sei und blickt optimistisch in die Zukunft.
ARQUES KOMMEN UNTER DIE RÄDER
Arques Industries kamen unter die Räder. Die Papiere der Beteiligungsgesellschaft brachen um 10,75 Prozent auf 1,071 Euro ein. Händler verwiesen auf einen Bericht des Börsenblatts "Platow Brief", wonach ein "offensichtlicher Unternehmensinsider" in einem Brief an die hessische Börsenaufsicht von einer unmittelbar bevorstehenden Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens berichtet. Ein zur Klärung der Vorwürfe zunächst in Aussicht gestelltes Telefongespräch mit dem Anlegermagazin habe Arques-Chef Hans Gisbert Ulmke schliesslich mit dem Hinweis abgelehnt, er wolle dazu keine Stellungnahme abgeben. Börsianer zeigten sich darum besorgt./tih/ag

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