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AKTIEN FRANKFURT/Vormarsch geht weiter - Ruhiger Handel - Warten auf US-Daten

Dieser Inhalt wurde am 18. November 2009 - 12:10 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch nach der Pause vom Vortag den Vormarsch der letzten zweieinhalb Wochen fortgesetzt. Der Dax gewann um die Mittagszeit 0,50 Prozent auf 5.807,49 Punkte. Der MDax rückte um 0,81 Prozent auf 7.420,52 Zähler vor und der TecDax stieg um 0,81 Prozent auf 785,87 Zähler.
"Wir haben fast so einen ruhigen Tag wie gestern, aber die Stimmung ist gut und der Markt klettert langsam weiter hoch", umschrieb Analyst Christoph Schmidt von der N.M.F. AG die Lage. Der Handel sei schon etwas vom kleinen Verfallstermin am kommenden Freitag getrieben und dürfte in Richtung Wochenende lebhafter werden. Von Unternehmensseite gab es nur wenige Nachrichten. Am Nachmittag könnten dann noch US-Konjunkturdaten Impulse geben. Schmidt traut insbesondere Daten zum Immobilienmarkt und dem wöchentlichen Ölbericht des US-Energieministeriums einen Kurseinfluss zu. Für weniger wichtig hält er indes die Entwicklung der Verbraucherpreise.
Papiere von Air Berlin honorierten die Zahlenvorlage anfangs mit deutlicheren Gewinnen, legten zuletzt aber nur noch um 1,43 Prozent auf 3,55 Euro zu. Bereits am Vortag nach Börsenschluss hatte die im SDax notierte zweitgrösste deutsche Fluggesellschaft berichtet, dass sie über den Sommer gut durch die Branchenflaute gekommen ist und höhere Gewinne verbucht hat als im Vorjahr. Ein Händler sah die Zahlen "durch die Bank besser als erwartet". Besonders der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) und der Nettogewinn sähen gut aus. Zudem habe Air Berlin den Ausblick bestätigt, hob er positiv hervor. Auch bei Analysten stiess der Quartalsbericht auf Beifall.
Im Dax verloren Bayer-Aktien indes als Schlusslicht 2,66 Prozent auf 51,87 Euro. Ein Händler verwies auf Medienberichte als Belastung, wonach die staatliche Investmentgesellschaft IPIC des Emirats Abu Dhabi Berichte zurückwies, sie sei an der Übernahme der Kunststoff-Sparte der Leverkusener Bayer Material Science (BMS) interessiert. IPIC spreche mit Bayer lediglich über eine Zusammenarbeit, hiess es. Nach Ansicht des Börsianers werden entsprechend die Kursgewinne aus dem späten Handel am Vortag in Reaktion auf die Spekulation auf ein Interesse der Araber wieder abgebaut. Anteilsscheine von Munich Re gaben 0,82 Prozent auf 106,03 Euro ab, nachdem JPMorgan die Aktien des Rückversicherers von "Overweight" auf "Neutral" und das Kursziel von 131 auf 115 Euro reduziert hatte. Analyst Michael Huttner geht für das laufende und die kommenden beiden Jahren von einem geringeren Gewinn je Aktie als bislang aus. Als Grund nannte er vor allem die jüngsten Aussagen des Managements zur erwarteten Entwicklung des Gewinns und der Rendite auf das eingesetzte Kapital.
Im MDax büssten Puma-Titel 1,35 Prozent auf 226,90 Euro ein. Ein Händler verwies auf Aussagen des Mutterkonzerns Pinault-Printemps-Redoute (PPR) vom Vorabend, wonach das Unternehmen nicht plane, die Erlöse aus dem Börsengang der Tochter CFAO für eine Aufstockung seiner Puma-Anteile auf 100 Prozent zu nutzen. Laut Christoph Schlienkamp, Analyst beim Bankhaus Lampe, wurden damit die Spekulationen über eine Komplettübernahme, die den Kurs zuletzt angetrieben hatten, zerschlagen
Bei den Technologiewerten ging es für Evotec um 1,85 Prozent auf 2,20 Euro hoch. Das Hamburger Biotechunternehmen erhält bis zu 2,5 Millionen Euro Fördermittel vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Damit stärke das Ministerium das Forschungs- und Entwicklungsprogramm von Evotec und die Aktivitäten innerhalb des Neu2-Konsortiums, teilte Evotec mit. "Der positive Stimmungstrend hält an", sagte ein Börsianer. Den nächsten charttechnischen Widerstand für die Aktie sieht er bei 2,23 Euro. SMA-Solar-Titel gewannen an der Indexspitze 5,59 Prozent auf 82,95 Euro und markierte damit ein neues Rekordhoch. Nach zuletzt mehreren positiven Studien folgte auch die LBBW mit einer Kaufempfehlung für die Papiere des Herstellers von Solar-Wechselrichtern. Analystin Anja-Katharina Bohlen hob ihr Votum von "Hold" auf "Buy" und stockte das Kursziel von 68 auf 99 Euro auf.
gl/rum

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