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NEW YORK (awp international) - Die wichtigsten US-Aktienindizes haben am Freitag beflügelt von starken Bilanzen einiger Unternehmen nach Ablauf der ersten Handelsstunde freundlich tendiert. So hatten der Internetkonzern Google und der Mischkonzern General Electric (GE) im abgelaufenen Quartal besser abgeschnitten als von Experten erwartet worden war. Marktbewegende Konjunkturdaten lagen hingegen nicht vor.
Der Dow Jones Industrial stieg zuletzt um 0,44 Prozent auf 11.874,41 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index kletterte um 0,45 Prozent auf 1.286,05 Punkte nach oben. An der Technologiebörse Nasdaq legte der umfassende Composite Index um 0,27 Prozent auf 2.711,53 Punkte zu. Der Auswahlindex Nasdaq 100 stieg um 0,15 Prozent auf 2.289,60 Punkte.
General Electric sprangen mit einem Plus von 5,48 Prozent auf 19,44 US-Dollar an die Spitze des Dow Jones. Der Mischkonzern hatte im vierten Quartal nach andauernden Umsatzrückgängen endlich wieder eine Erlössteigerung verbuchen können. Der Gewinn war zudem kräftig gestiegen. Unternehmenschef Jeff Immelt bekräftigte seine Erwartung, dass GE in diesem und dem kommenden Jahr noch mehr verdienen werde.
Bank of America notierten nach enttäuschenden Quartalszahlen hingegen unverändert bei 14,54 Dollar. Während mancher Konkurrent schon wieder Rekordgewinne schreibt, hatte das Institut im vierten Jahresviertel 1,6 Milliarden Dollar wegen fauler Immobilienkredite verloren. Im Vorjahreszeitraum hatte das Minus wegen Kosten für staatliche Hilfen sogar bei 5,2 Milliarden Dollar gelegen. Im Gesamtjahr musste die Bank of America sogar einen höheren Verlust als 2009 hinnehmen: 3,6 Milliarden statt 2,2 Milliarden Dollar. Neben Hypotheken lastete vor allem das Kreditkartengeschäft schwer auf dem nach Vermögenswerten grössten aller US-Finanzhäuser.
Ausserhalb der Standardwerte gerieten Warner Music mit einem kräftigen Aufschlag von 22,88 Prozent auf 5,80 Dollar in den Blick. Die Plattenfirma soll auf der Suche nach einem neuen Besitzer sein. Das Unternehmen habe die Investmentbank Goldman Sachs angeheuert, um mögliche Käufer ausfindig zu machen, hiess es in US-Medien. Zuvor hätten mehrere Interessenten bei Warner Music angeklopft, darunter der Finanzinvestor KKR. Das Management habe jedoch auch andere Angebote einholen wollen und das Verkaufsverfahren selbst in die Hand genommen.
Im Nasdaq 100 legten Google um 1,22 Prozent auf 634,44 Dollar zu. Der Internetkonzern hatte mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen am Markt übertroffen und wechselt zudem die Führungsspitze überraschend aus. Vorstandschef Eric Schmidt zieht sich nach zehn Jahren in die zweite Reihe zurück. Als Mitbegründer des Unternehmens übernimmt Larry Page wieder selbst das Ruder und wird neuer Konzernchef. Page wird ab April das Tagesgeschäft führen, während sein Kompagnon Sergey Brin sich derweil um neue Produkte kümmern soll./he/stw

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