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NEW YORK (awp international) - Belastet von der Unsicherheit über die Lage im Nahen Osten sind die Aktienindizes in New York am Freitag mit leichten Verlusten gestartet. Der Dow Jones Industrial stand nach einer dreiviertel Stunde mit 0,08 Prozent im Minus bei 12.219,60 Punkten. Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es um 0,11 Prozent runter auf 1.320,37 Punkte. An der Nasdaq gab der Composite Index 0,06 Prozent auf 2.788,66 Punkte ab, der Nasdaq 100 verlor 0,03 Prozent auf 2.363,66 Punkte. Am Donnerstag hatte der Auswahlindex auf einem neuen Zehnjahreshoch geschlossen.
Der am Vorabend verweigerte Rücktritt des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak habe Sorgen vor einem Übergreifen der Proteste auf ölfördernde Länder wie Saudi Arabien, Libyen und Algerien sowie vor einer Beeinträchtigung des Schiffsverkehrs im Suezkanal geschürt, sagten Börsianer. Das habe die Stimmung an der Börse gedrückt. Berichte aus Sicherheitskreisen in Kairo, wonach Mubarak am Freitag die Stadt verlassen habe, liessen diese Unsicherheit aber wieder etwas abebben. Die vor Börsenstart veröffentlichte Handelsbilanz der USA habe den Markt indes genauso wenig bewegt wie zuletzt der Index der Uni Michigan.
Nach Zahlen rutschten die Papiere von Kraft Foods mit minus 1,99 Prozent auf 30,49 US-Dollar ans Dow-Ende. Der Konzern warnte am Vorabend nach Börsenschluss wegen steigender Rohstoffkosten und einer anhaltenden Schwäche in vielen Kernmärkten vor einem "herausfordernden" Jahr 2011. Der Umsatz stieg zwar im Schlussquartal dank der Übernahme des britischen Süsswarenherstellers Cadbury, unter dem Strich war der Gewinn jedoch wegen der damit verbundenen Kosten zurückgegangen.
Die Aktien des Online-Reiseportals Expedia brachen nach enttäuschenden Zahlen um 15,84 Prozent auf 21,62 Dollar ein. Ford-Titel legten dagegen um 1,19 Prozent auf 16,14 Dollar zu. Der Autobauer hatte am Vorabend angekündigt, im ersten Quartal Schulden in Höhe von drei Milliarden Dollar zurückzahlen zu wollen, um sein Kreditrating aufzubessern.
Die Papiere von Microsoft verbilligten sich nach einer Allianz mit dem Handyhersteller Nokia um 0,93 Prozent auf 27,24 Dollar. Die mit dem Smartphone-Boom ins Hintertreffen geratenen Finnen wollen künftig auf das Betriebssystem Windows Phone 7 von Microsoft setzen und die Plattform gemeinsam mit dem Softwarekonzern weiterentwickeln. Die Nokia-Aktie brach aber um 14,09 Prozent auf 7,010 Euro ein./fat/she

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