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NEW YORK (awp international) - Die US-Börsen dürften am Montag mit Kursgewinnen auf eine Milliardenübernahme im Telekomsektor reagieren. Zudem hatte sich die Lage im japanischen Atomkraftwerk Fukushima am Wochenende etwas erholt. Das helfe auch, hiess es am Markt. Der Future auf den Dow Jones Industrial stand etwa eine Stunde vor Handelsstart mit 1,03 Prozent im Plus. Der Future auf den technologielastigen Nasdaq-100-Index zeigte sich 1,31 Prozent höher. Damit dürften die wichtigsten US-Indizes an die Erholung zum Wochenschluss anknüpfen.
Das wichtigste Thema auf Unternehmensseite ist die Milliardenübernahme im Telekomsektor: Für rund 39 Milliarden US-Dollar oder rund 28 Milliarden Euro will der US-Konzern AT&T die US-Mobilfunksparte der Deutschen Telekom kaufen. Mit dem Verkauf von T-Mobile USA trennt sich die Telekom von einem Drittel ihres Geschäfts. Der einstige Ertragsgarant geriet gegen die Konkurrenz ins Hintertreffen. Im vorbörslichen US-Handel kletterten AT&T-Aktien um knapp ein Prozent. Dagegen sackten die Papiere von Konkurrent Sprint Nextel deutlich ab. Die Übernahmen von T-Mobile USA durch AT&T verändere die Struktur in der Telekommunikationsindustrie in den USA dramatisch, erklärte der Konkurrent. Anfang März noch hatte es Medienberichte gegeben, die Telekom-Tochter könne sich mit Sprint zusammenschliessen.
Papiere der Citigroup zeigten sich vorbörslich ebenfalls fest. Die US-Bank kündigte an, ihre Aktien im Verhältnis 1:10 zusammenlegen zu wollen. Auf diese Weise solle die Zahl der ausstehenden Aktien von 29 auf 2,9 Milliarden gesenkt werden. Darüber hinaus plane die Bank ab dem zweiten Quartal 2011 wieder eine Dividendenzahlung je Quartal. Sie solle bei 0,01 Dollar je Anteilsschein liegen. Die Aktienzusammenlegung werde nach Handelsschluss am 6. Mai. Die Juwelier-Kette Tiffany zog vorbörslich deutlich an, nachdem sich das Unternehmen mit seinem Ausblick zuversichtlicher als erwartet gab. bei Potash Corp führten Börsianer das vorbörsliche Plus auf einen positiven Analystenkommentar zurück.
Neben der Entwicklung in Japan, standen auch die jüngsten Ereignisse in Libyen unter genauer Beobachtung. Truppen des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi haben trotz angeblicher Waffenruhe Stellungen der Rebellen in der Stadt Al-Sintan angegriffen. Das berichtet der Sender Al-Arabija unter Berufung auf Augenzeugen. Die Aktionen französischer Kampfflugzeuge zur Durchsetzung der Flugverbotszone gingen nach Angaben des Militärsprechers in Paris weiter. London schloss einen direkten Angriff auf Gaddafi selbst nicht aus.
Die Luftangriffe der Alliierten trieben den Ölpreis erneut nach oben. Der Preis für das Nordseeöl Brent stieg um rund zwei Prozent. Händler sprachen von Unsicherheit angesichts der Eskalation des Konflikts am Wochenende. Höhere Ölpreise könnten Werte wie ExxonMobil und Chevron Corp. in den Fokus rücken.
Zuversicht versprühte auch Finanzguru Warren Buffett. Die verheerende Naturkatastrophe in Japan gehöre zu den ausserordentlichen Ereignissen, die eine Kaufgelegenheit für japanische Aktien kreierten. Es werde zwar eine Weile brauchen, alles wieder aufzubauen, es ändere aber nichts an der wirtschaftlichen Zukunft des Landes, sagte Buffett. "Wenn ich japanische Aktien hätte, würde ich sie sicher nicht verkaufen"./rum/la

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