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NEW YORK (awp international) - Die wichtigsten US-Indizes sind am Dienstag mit Gewinnen in den Handel gestartet. Der Leitindex Dow Jones Industrial stand nach einer halben Stunde 0,40 Prozent höher bei 11.683,80 Punkten, für den breiter gefassten S&P-500-Index ging es um 0,32 Prozent auf 1.273,81 Punkte hoch. An der Technologiebörse Nasdaq stieg der allumfassende Composite Index um 0,30 Prozent auf 2.715,87 Punkte, der Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 0,26 Prozent auf 2.290,30 Punkte.
Der insgesamt positive Auftakt in die US-Berichtssaison, die traditionell vom Aluminiumkonzern Alcoa eingeleitet wurde, sorgt Börsianern zufolge für eine optimistische Grundstimmung. Auch die steigenden Börsen in Europa wegen der etwas nachlassenden Unsicherheit um die Eurozone brächten gute Vorgaben für die Wall Street. Auch die jüngst wiederbelebte Übernahmeaktivität, die am Vortag aber kaum Wirkung gezeigt habe, bringe noch etwas Fantasie.
Tagesthema bleibt aber die Bilanz des Aluminiumkonzerns Alcoa, der 2010 in die Gewinnzone zurückgekehrt war. Die Konjunkturerholung hatte die Aluminium-Preise wieder steigen lassen und nachdem die Wirtschaftskrise Alcoa 2009 noch einen dicken Verlust beschert hatte, stand nun unter dem Strich wieder ein Gewinn zu Buche. Konzernchef Klaus Kleinfeld rechnet mit einer Fortsetzung des positiven Trends. Börsianer sprachen von einem positiven Ausblick, mit dem einige Händler in Europa die Kursgewinne bei Rohstoffwerten teilweise begründeten. Bei Alcoa laste aber ein leicht enttäuschender Umsatz auf der Aktie, die am Ende des Dow Jones-Index 1,46 Prozent auf 16,25 US-Dollar verlor.
Sehr positiv reagierten dagegen andere Berichtsunternehmen auf die Zahlenvorlagen. So sprangen die Aktien der Apollo Group im Nasdaq 100 um 7,55 Prozent nach oben auf 38,62 Dollar. Der Quartalsgewinn des Bildungskonzerns habe die Erwartungen übertroffen, begründeten Börsianer das satte Plus. Auch Lennar legten nach besser als erwarteten Quartalszahlen 5,66 Prozent auf 19,97 Dollar zu.
Die Aktien von Intel und Nvidia bewegten sich nach der Beilegung des Patentstreits der Computerunternehmen unterschiedlich. Während Intel um 0,70 Prozent zulegten, büssten die Anteile an dem Grafikchiphersteller Nvidia 0,78 Prozent ein. Beide statten sich nun gegenseitig mit Lizenzen aus. Verizon Communications tendierten schwach, obwohl Börsianer mit einem Verkaufsstart des iPhone rechnen.
Kräftig unter Druck standen indes Advanced Micro Devices (AMD) mit einem Minus von 6,86 Prozent auf 8,56 Dollar. Der Chiphersteller muss sich einen neuen Chef suchen. Dirk Meyer habe den Vorsitz mit sofortiger Wirkung niedergelegt, Finanzvorstand Thomas Seifert wird vorübergehend übernehmen. AMD kündigte auch einen Umsatzanstieg im vierten Quartal um zwei Prozent an./fat/he

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