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NEW YORK (awp international) - Die US-Börsen haben am Freitag nach der jüngst kräftigen Talfahrt zur Rally angesetzt. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average (DJIA) übersprang mit Leichtigkeit wieder die Marke von 10.000 Punkten. Auftrieb kam vor allem von Aussagen des US-Notenbankchefs während einer Konferenz in Jackson Hole. Die Fed steht nach den Worten ihres Präsidenten Ben Bernanke für weitere stützende Massnahmen bereit, falls sich der Wachstumsausblick der Wirtschaft signifikant eintrüben sollte.
Diese Aussage und auch, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal weniger stark nach unten revidiert wurde als befürchtet, sorgten für Erleichterung. Zudem half nach Ansicht von Börsianern, dass der weltgrösste Chiphersteller seine Umsatzprognose nicht so deutlich senkte wie teilweise am Markt erwartet worden sei.
Der DJIA stieg um 1,65 Prozent auf 10.150,65 Punkte und schloss damit auf knapp unter seinem kurz zuvor erreichten Tageshoch. Auf Wochensicht gab der Leitindex damit 0,6 Prozent ab. Der breiter gefasste S&P-500-Index mit plus 1,66 Prozent auf 1.064,59 Punkte ins Wochenende. Der Nasdaq-Composite-Index rückte um 1,65 Prozent auf 2.153,63 Punkte vor und verlor damit auf Wochensicht 1,2 Prozent. Der Auswahlindex Nasdaq 100 beendete den Tag mit plus 1,28 Prozent auf 1.791,64 Punkte.
Der weltgrösste Chiphersteller Intel , ein Stimmungsbarometer für die Geschäftsentwicklung in der Computerbranche, senkte seine Umsatzprognose für das dritte Quartal um rund eine Milliarde Dollar auf nun "etwa 11 Milliarden Dollar". Dabei verwies der Konzern auf die nachlassende Nachfrage von Privatkunden nach PC. Die Aktie legte nach einer kurzen, aber kräftigen Talfahrt auf 17,81 Dollar wieder zu und schloss mit einem Plus von von 1,05 Prozent auf 18,37 Dollar.
Weiterhin hielt zudem der Übernahmekampf um 3Par den Markt in Atem. Wie bei einer Auktion überboten sich die beiden Wettbewerber Dell und Hewlett-Packard (HP) im Abstand von nur wenigen Stunden gegenseitig. Aus ursprünglich 1,2 Milliarden Dollar für den Speicherspezialisten 3Par wurden inzwischen 2,0 Milliarden Dollar. Dabei hat HP inzwischen die Nase wieder vorn, denn als Dell an diesem Nachmittag sein Angebot auf 27,00 Dollar je Aktie anhob und damit mit der HP-Offerte von Donnerstagabend gleichzog, erhöhte HP prompt auf 30,00 Dollar. Das Brisante: Dell gehört bereits ein Drittel an 3Par.
3Par profitierten erneut und sprangen um 24,70 Prozent auf 32,46 Dollar hoch. Damit ist der Kurs der Aktie seit dem 16. August, als Dell erstmals ein Gebot für 3Par abgab, um 235 Prozent in die Höhe geschnellt. Im DJIA büssten HP am Freitag zugleich 0,58 Prozent auf 38,00 Dollar ein. Dell stiegen im Nasdaq 100 um 1,19 Prozent auf 11,89 Dollar.
Zudem standen einige Unternehmen mit ihren Quartalszahlen und Ausblicken im Fokus. Die Bekleidungskette J Crew senkte ihre Gewinnerwartung für das Gesamtjahr, was der Aktie ein Minus von 7,15 Prozent bescherte. Die Aktien der Juwelier-Kette Tiffany verloren 3,16 Prozent. Zwar hob der Konzern seine Gewinnprognose für 2010 an, doch beim Umsatz im zweiten Quartal waren die Erwartungen verfehlt worden. Novell verzeichnete im dritten Geschäftsquartal einen Umsatz- und Gewinnrückgang, lag mit einem bereinigten Gewinn von 6 Cents je Aktie und einem Umsatz in Höhe von 199 Millionen Dollar aber nur leicht unterhalb der Markterwartung. Das Papier des Spezialisten für Netzwerk- und Internetsoftware-Produkte legte dennoch um 1,60 Prozent auf 5,73 Dollar zu.
Die Aktie des Versicherers American International Group (AIG) rückte um 3,56 Prozent auf 35,20 Dollar vor. Kreisen zufolge entschied sich AIG gegen einen Teilverkauf des Asiengeschäfts AIA./ck/wiz

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