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NEW YORK (awp international) - Die US-Börsen haben am Freitag ihre Gewinne der vergangenen zwei Handelstage leicht ausgebaut. Auf Wochensicht erzielte der wichtigste US-Index Dow Jones Industrial zwar nur ein kleines Plus, doch sein Schlussstand an diesem Tag war der höchste seit exakt einem Monat. Vor allem Kurszuwächse bei den Öl- und Pharmaaktien gaben den Standardwerte-Indizes Auftrieb. Nach einem sehr schwierigen August wiesen die Zeichen am Markt nun wieder nach oben, sagte Analyst Rick Meckler von LibertyView Capital Management. Zudem sei die Nachrichtenlage übersichtlich gewesen.
Der Dow Jones Industrial beendete den Handel mit plus 0,46 Prozent auf 10.462,77 Punkten und gewann damit im Wochenverlauf 0,2 Prozent. Der breiter gefasste S&P-500-Index ging am Freitag mit einem Aufschlag von 0,49 Prozent auf 1.109,55 Punkte ins Wochenende. An der Technologiebörse Nasdaq rückte der Nasdaq 100 um 0,33 Prozent auf 1.892,34 Punkte vor. Der Composite-Index stieg um 0,28 Prozent auf 2.242,48 Punkte und gewann damit auf Wochensicht 0,4 Prozent.
CHEVRON FAVORIT IM DOW
Im Dow stachen vor allem die Aktien von Chevron hervor, die als Favorit um 1,89 Prozent auf 78,82 US-Dollar zulegten. ExxonMobil rückten um moderatere 0,25 Prozent auf 61,20 Dollar vor. Die Aktien von Schlumberger , eines der bedeutendsten Dienstleister für Ölkonzerne, gewannen 1,33 Prozent auf 59,31 Dollar. Die Schliessung einer grossen Ölleitung, welche bis zu 670.000 Barrel Rohöl aus Kanada in den Mittleren Westen der USA lieferte, und die in den USA zuletzt gesunkenen Rohöllagerbestände haben laut Börsianern den Preis für das "schwarze Gold" angetrieben.
Im Handelsverlauf setzten sich zudem Pharmawerte auf die oberen Listenplätze: So gewannen Merck & Co 1,6 Prozent, Pfizer legten um 1,3 Prozent zu und Johnson & Johnson stiegen um 0,3 Prozent.
CHIPKONZERNE ENTTÄUSCHEN MIT AUSBLICK
Unter den Technologiewerten verzeichneten vor allem die Aktien des Chipherstellers National Semiconductor nach Zahlenvorlage und einem enttäuschenden Umsatzausblick kräftige Verluste. Sie büssten 6,36 Prozent auf 12,08 Dollar ein. Einige Analysten hatten daraufhin ihre Kursziele für die Aktien gesenkt, so etwa RBC und Jefferies. S&P Equities hatte die Aktien von "Buy" auf "Hold" abgestuft und ebenfalls das Kursziel reduziert. Nach dem Ausblick sorgten sich Investoren wieder zunehmend, dass die US-Wirtschaft weiter an Schwung verlieren könnte, meinten Marktbeobachter. Wettbewerber Texas Instruments (TI) hatte seine Prognosen für das dritte Quartal eingeengt und hatte damit die Erwartungen der Anleger ebenfalls enttäuscht. Die TI-Aktien sanken um 0,59 Prozent auf 23,70 Dollar.
Die Titel von IBM stiegen um 1,29 Prozent auf 127,99 Dollar. Der Software- und Serverkonzern möchte unter anderem seine Erlöse aus den Schwellenländern erhöhen und will daher weltweit eine Milliarde Dollar in den Aufbau und die Erweiterung von Datencentern stecken./ck/he

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