Navigation

AKTIEN NEW YORK/Schluss: Sehr fest - China bleibt Euro-Anleihen treu

Dieser Inhalt wurde am 27. Mai 2010 - 23:37 publiziert

NEW YORK (awp international) - Das Bekenntnis der chinesischen Zentralbank zu ihren europäischen Staatsanleihen hat die US-Börsen am Donnerstag beflügelt. Zuvor hatte es in Medienberichten geheissen, dass Peking wegen der hohen Staatsverschuldung einiger Länder der Eurozone eine Reduzierung der Anleihen-Bestände erwäge. Unter den Anlegern setzt sich einem Börsianer zufolge immer mehr die Erkenntnis durch, dass die negativen Nachrichten aus Südeuropa zwar die europäische und US-amerikanische Wirtschaft beeinflussen. Die gegenwärtige Erholung aber dürften diese Meldungen nicht zu Fall bringen. Zu den grössten Gewinnern am Markt zählten vor diesem Hintergrund Finanzaktien und Technologiewerte.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) stieg um 2,85% auf 10'258,99 Punkte und machte damit seine Vortagesverluste mehr als wett. Noch mehr legte der breiter gefasste S&P-500-Index zu, er verbuchte ein Plus von 3,29% auf 1'103,06 Punkte. An der Nasdaq kletterte der Nasdaq-100-Index um 3,69% auf 1'862,71 Punkte, der Composite-Index schnellte um 3,73% auf 2'277,68 Punkte in die Höhe.
Im Mittelpunkt standen die Aktien der American International Group (AIG), die um 7,08% auf 36,46 USD in die Höhe sprangen. Der britische Versicherer Prudential versucht laut einem Bericht der "Financial Times", den Kaufpreis für das AIG-Asiengeschäft in letzter Minute herunter zu handeln, um die nötige Zustimmung kritischer Aktionäre für die Übernahme zu bekommen. Titel von Prudential verteuerten sich in London um 7,32%.
Die Finanzwerte zählten sowohl an der Wall Street als auch in Europa zu den deutlichsten Gewinnern. An der Dow-Spitze stiegen die Papiere des Kreditkartenanbieters American Express um 5,66% auf 40,33 USD. Titel der Citigroup legten um 4,15% auf 4,02 USD zu. Bank of America gewannen 4,59% und auch für JPMorgan und Goldman Sachs ging es nach oben.
Apple sorgte mit seinem Börsenwert weiter für Aufsehen. Der "iPhone"- und "Mac"-Hersteller hatte am Mittwoch den Softwarekonzern Microsoft bei der Marktkapitalisierung überholt und sich zum teuersten Technologieunternehmen der Welt gemausert. Andererseits geriet Apple ins Visier der Wettbewerbshüter: Das US-Justizministerium prüft Berichten zufolge, ob der Konzern mit seinem Musikshop "iTunes" seine marktbeherrschende Stellung ausnutzt. Aktien von Apple legten um 3,81% auf 253,35 USD zu, Microsoft-Titel rückten dank einer Hochstufung durch FBR Capital Markets um 3,80% auf 25,96 USD vor.
Auch Aktien anderer Technologieunternehmen waren angesichts des wieder etwas schwächeren USD stark gefragt. Die Titel profitierten Händlern zufolge von der hohen Exportorientierung dieser Firmen. So kletterten etwa die Papiere des weltgrössten Chipherstellers Intel um 5,07% auf 21,75 USD.
Titel von Chevron verteuerten sich um 3,93% auf 74,36 USD. Die Ölpreise hatten dank steigender Hoffnungen auf eine Erholung der Wirtschaft erneut kräftig zugelegt. Besonders stark entwickelten sich die Aktien von Tiffany & Co, die um 7,50% zulegten. Nach einem mässigen Ergebnis im Vorjahr ist der Edeljuwelier vielversprechend ins neue Geschäftsjahr 2010 gestartet. Besonders gut liefen die Geschäfte in Asien.
Monsanto-Aktien aber sanken um 4,54% auf 50,27 USD. Der weltgrösste Agrar- und Biotechnikkonzern hatte sein Gewinnprognose für laufende Geschäftsjahr kräftig gesenkt. Als Grund führte Monsanto das schleppende Geschäft mit Unkrautvernichtern an. Nachgeahmte, billigere Produkte überschwemmen seit einiger Zeit den Markt. Nun will das Unternehmen das Produktportfolio verkleinern und sich mit seinen Preisen für die Vernichter denen der Konkurrenz annähern.
la/stb/rt

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?