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NEW YORK (awp international) - Nachdem der US-Leitindex Dow Jones Industrial über Wochen gelitten hatte und sogar unter die markante Marke von 12.000 Punkten gesunken war, konnte er sich am Pfingstmontag knapp erholen. Eine ganze Reihe an Übernahmen wie die des Outdoor-Ausrüsters Timberland gaben der New Yorker Börse Auftrieb und drängten die Sorgen um die wirtschaftliche Zukunft etwas in den Hintergrund. Der US-Leitindex schloss um 0,01 Prozent oder 1,06 Punkte höher bei 11.952,97 Punkten. Zwischenzeitlich hatte der Dow sogar die Marke von 12.000 Punkten zurückerobert, unter die er am Freitag zum ersten Mal seit März gefallen war. Der breit gefasste S&P-500-Index rückte um 0,07 Prozent auf 1.271,83 Punkte vor. An der Technologiebörse Nasdaq ging es für den Composite Index dagegen um 0,15 Prozent auf 2.639,69 Punkte nach unten; der Nasdaq 100 legte um 0,05 Prozent auf 2.222,28 Punkte zu.
Eigentlich hatte der Tag wenig gute Neuigkeiten parat: Die Griechenland-Krise verschärfte sich, indem die Ratingagentur S&P das Land weiter abstufte und das um ganze drei Noten auf nunmehr "CCC". Überdies berichtete das "Wall Street Journal", dass die US-Banken bereits Notfallpläne schmiedeten für den Fall, dass der US-Kongress sich nicht auf eine Anhebung der Schuldenobergrenze bis zum August einigt. Ohne diese Anhebung droht der Regierung das Geld auszugehen.
Ein Übernahme-Reigen wog die schlechten makroökonomischen Nachrichten jedoch knapp auf. Der wohl bekannteste Übernahmekandidat des Tages war der Outdoor-Ausrüster Timberland. Der Bekleidungsriesen VF will sich das Unternehmen einverleiben und ist sich bereits mit dem Verwaltungsrat von Timberland handelseinig. Zu VF gehören die Outdoor-Marke The North Face, der Rucksack-Hersteller Eastpak oder die Jeans-Grössen Wrangler und Lee gehören. VF lockt mit einem Preis von 43 Dollar je Papier - das ist ein Aufschlag von satten 43 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag. Die Timberland-Aktien schossen mit plus 44,05 Prozent auf 43,20 Dollar sogar noch etwas darüber hinaus. Wie positiv die Übernahme gesehen wird, zeigte auch der 10,03-prozentige Zuwachs bei den VF-Papieren auf 101,01 Dollar.
Auch der Mischkonzern Honeywell International befindet sich auf Einkaufstour. Das Unternehmen will die Firma EMS Technologies schlucken und so seine Präsenz auf dem Markt für Mobil- und Satellitenkommunikation stärken. Die EMS-Aktien verteuerten sich daraufhin um 32,26 Prozent auf 32,80 Dollar; die Honeywell-Titel verbesserten sich um 0,32 Prozent auf 55,71 Dollar.
Die Burger-Kette Wendy's ist ihre Sandwich-Tochter Arby's losgeworden, mit der sie erst 2008 zusammengekommen war. Arby's betreibt mehr als 3600 Restaurants, hatte in der Fast-Food-Schlacht in den USA aber immer mehr an Boden verloren. Neuer Besitzer ist ein Konsortium mit dem Finanzinvestor Roark Capital Group an der Spitze. Die Aktien der Wendy's/Arby's Group stiegen um 0,88 Prozent auf 4,56 Dollar.
Google hat den Onlinewerber Admeld übernommen, das "Wall Street Journal" spricht von einem 400 Millionen Dollar schweren Geschäft - zu viel, finden offenbar die Aktionäre und lassen die Aktie um 0,94 Prozent auf 504,73 Dollar sinken. Google selbst nennt keine finanziellen Einzelheiten.
Zudem will der Versicherer Allied World Assurance für 3,2 Milliarden Dollar den Konkurrenten Transatlantic Holdings schlucken, was dessen Papier um 9,50 Prozent auf 48,19 Dollar steigen liess. Die Aktionäre von Allied World Assurance stehen dem Zukauf jedoch skeptisch gegenüber - die Aktie sank um 4,53 Prozent auf 55,44 Dollar.
Die Aktien von General Motors (GM) standen weiter wegen Spekulationen über die Zukunft von Opel im Fokus. Wie die "Welt" unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtete, will der chinesische Autobauers BAIC die deutsche GM-Tochter übernehmen. Opel-Betriebsräte forderten erneut ein klares Dementi des Mutterkonzerns zu den Verkaufsgerüchten. GM wollte den "Welt"-Bericht nicht kommentieren und hielt sich auch sonst weiter bedeckt zu den Gerüchten. Die GM-Titel fielen um 0,90 Prozent auf 28,59 Dollar.
Der Pharmakonzern Pfizer verbesserte sich um 1,74 Prozent auf 20,46 Dollar. Das "Wall Street Journal" hatte gemeldet, Pfizer wolle vor Gericht ziehen, um in den USA einen längeren Patentschutz für seinen Gewinnbringer Viagra zu erstreiten. Das grundlegende Patent für das Potenzmittel läuft 2012 aus; Pfizer will nach Angaben der Zeitung nun versuchen, ein zweites Patent bis 2019 zu halten./das/la/wiz

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