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NEW YORK (awp international) - Verluste bei den Aktien von Microsoft und Amazon haben die US-Aktienmärkte am Freitag ins Minus gedrückt. Die jüngsten Daten zum US-Wirtschaftswachstum lasteten zusätzlich auf der Stimmung, meinten Börsianer. Mit einem auf das Jahr hoch gerechnetem Wachstum von 3,2 Prozent hatte die US-Wirtschaft im vierten Quartal zwar an Fahrt gewonnen, war damit aber leicht hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
Der Leitindex Dow Jones Industrial gab um 0,48 Prozent auf 11.932,04 Punkte nach, für den breiter gefassten S&P-500-Index ging es um 0,73 Prozent auf 1.290,11 Punkte nach unten. An der Technologiebörse Nasdaq verlor der allumfassende Composite Index 1,27 Prozent auf 2.720,36 Punkte, der Auswahlindex Nasdaq 100 fiel um 1,16 Prozent auf 2.302,94 Punkte. Wegen Problemen bei der Datenversorgung durch die Nasdaq wurden die Indexstände erst knapp eine Stunde nach Handelsbeginn wieder regulär ausgeliefert.
Die Aktien von Microsoft fielen am Dow-Ende um 3,47 Prozent auf 27,83 US-Dollar. Die Quartalszahlen des Softwarekonzerns waren bereits kurz vor US-Börsenschluss am Donnerstag versehentlich veröffentlicht worden und hatten die Papiere auf eine Berg- und Talfahrt geschickt. Microsoft hatte beim Gewinn auf der Stelle getreten. Am Markt nährte dies erneute Sorgen, dass die zunehmende Nachfrage nach mobilen Geräten das auf klassische PCs ausgerichtete Microsoft-Geschäft bedrohe. Videospiele und Bürosoftware hatten dem weltgrössten Softwarekonzern indes im zweiten Quartal zu Rekordverkäufen verholfen.
Wie ursprünglich geplant am Donnerstag nach Börsenschluss hatte der weltgrösste Onlinehändler Amazon über das wichtige Weihnachtsquartal berichtet und mit seinem Umsatz die Markterwartungen verfehlt. Amazon hatte im vierten Quartal 416 Millionen Dollar verdient und damit eher dürftige 8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz war um 36 Prozent auf 13 Milliarden Dollar gestiegen. Die Papiere rutschten am Freitag am Ende des Nasdaq 100 um 8,18 Prozent auf 169,36 Dollar ab.
Für die Papiere von Chevron ging es um 0,93 Prozent nach unten auf 93,87 Dollar. Dabei hatte der Ölkonzern für das vierte Quartal einen überraschend hohen Gewinn ausgewiesen. Die Aktien waren jedoch in den letzten zwölf Monaten besser gelaufen als die Papiere des Wettbewerbers ExxonMobil, so dass nun einige Anleger nach den guten Zahlen Kasse machten, meinten Börsianer.
Die Ford-Aktien sackten um 10,64 Prozent auf 16,79 US-Dollar ab. Der Autobauer hatte im vierten Quartal wegen des Abbaus von Schulden einen kräftigen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Den Einmaleffekt herausgerechnet hatte der operative Gewinn unter den Markterwartungen gelegen. Papiere von General Motors verloren im Sog dessen 5,02 Prozent auf 36,73 Dollar.
Der Mischkonzern Honeywell war indes mit seinen Zahlen im Rahmen der Erwartungen geblieben, hatte aber gleichzeitig seinen Gewinnausblick für das Jahr 2011 nach oben geschraubt und für 950 Millionen Dollar den Verkauf eines Geschäftsbereichs für Autozubehör bekannt gegeben. Die Papiere konnten jedoch in dem trüben Umfeld nicht davon profitieren und lagen 0,39 Prozent im Minus bei 55,70 Dollar./la/he

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