Navigation

AKTIEN SCHWEIZ/Eröffnung: Deutliche Kursgewinne - Alcoa-Zahlen stützen

Dieser Inhalt wurde am 08. Oktober 2009 - 10:20 publiziert

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Donnerstag fester in den Handel gestartet. Unterstützung erhalten die europäischen Börsen aus den USA: Einerseits konnten die Aktien an der Wall Street im gestrigen Handel zum Schluss noch Boden gut machen, andererseits hat der Aluminiumkonzern Alcoa die Berichtssaison mit über erwarten guten Quartalszahlen eröffnet. In der Schweiz wird die Berichtssaison am morgigen Freitag von Givaudan mit Umsatzzahlen gestartet. Heute blieb es an der hiesigen Nachrichtenfront noch relativ ruhig.
Händler bezeichneten den Start in die Berichtssaison mit den Alcoa-Zahlen als Paukenschlag. Dem Unternehmen gelang nach drei verlustreichen Quartalen überraschend die Rückkehr in die Gewinnzone. Im nachbörslichen Geschäft konnten die Aktien von Alcoa denn auch kräftig dazu gewinnen und der Future auf den US-Leitindex Dow Jones legte seit Europaschluss um über 1% zu. Nach der Mittagspause stehen die Leitzinsentscheidungen der EZB und der Bank of England an. Laut Experten seien jedoch keine neuen Hinweise auf die künftige Geldpolitik zu erwarten. Aus den USA werden zudem noch die Erstanträge auf Arbeitslosenversicherung (Woche) und die Lagerbestände/Grosshandelsumsätze im August veröffentlicht.
Das Blue-Chips-Barometer SMI gewinnt bis um 09.30 Uhr um 0,93% auf 6'318,49 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) avanciert um 1,22% auf 978,48 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,92% auf 5'454,84 Punkte.
Im SMI/SLI steigen ABB mit 3,2% stark an. Dabei dürften sich die guten Zahlen von Alcoa positiv auf die Kursentwicklung der konjunkturabhängigen ABB-Papiere auswirken, meint ein Marktbeobachter. Die UBS hat derweil das Rating auf "Buy" von zuvor "Neutral" angehoben. Am Morgen gab ABB zudem bekannt, dass mit den Banken Kreditlinien im Umfang von 2 Mrd USD erneuert werden konnten. Die neuen dreijährigen Kreditfazilitäten ersetzen die bisherigen Abkommen aus dem Jahr 2005.
Die gute Stimmung an den Börsen überträgt sich auch auf andere Zykliker. So steigen etwa Kühne + Nagel um 2,9%, Adecco um 2,3% oder Givaudan vor den morgigen Umsatzzahlen um 1,8%.
Zu Anschlusskäufen kommt es bei Syngenta (+3,0%). Die Analysten von JP Morgan rechnen für den Agrochemie-Konzern ab dem ersten Quartal 2010 mit einer verbesserten Nachfragesituation und haben das Rating auf "Overweight" von zuvor "Neutral" erhöht.
Die Aktien von Julius Bär (+3,4%) und GAM (+3,5%) reiten nach wie vor auf einer Erfolgswelle. Sowohl Nomura als auch die Bank Vontobel haben das Kursziel für Julius Bär erhöht. Klar fester tendieren jedoch bei den Finanzaktien auch CS (+2,3%), ZFS (+1,0%), Swiss Life (+1,1%) oder UBS (+0,9%).
Swiss Re verzeichnen derzeit ein Kursplus von 1,6%. Der Rückversicherer hat in Malaysia eine Lizenz für sogenanntes Retakaful-Geschäft erhalten. Es handelt sich dabei um Rückversicherungen nach islamischen Recht.
Zurückhaltung ist bei defensiven Aktien zu spüren. Nestlé gewinnen 0,4%, Swisscom steigen um leichte 0,1% und Roche geben gar um 0,1% nach. Novartis steigen derweil um 0,8%. Der Pharmakonzern hat von Paratek Pharmaceuticals für den Breitbandantibiotikum-Produktkandidaten PTK0796 die weltweiten Vermarktungsrechte erworben. Dies wird von Analysten für den Kurs als leicht positiv gesehen.
Im breiten Markt profitieren die Titel von Temenos (+5,5%) stark von einer Kaufempfehlung der UBS. Die Analysten begründen die Ratingerhöhung mit den mittelfristig verbesserten Aussichten bezüglich Ausgaben für Banken-Software.
Wenig Bewegung ist bei Mobimo (+0,1%) und LO Holding (-0,1%) auszumachen. Das Übernahmeangebot der Luzerner Immobiliengesellschaft Mobimo an die Aktionäre der Lausanner LO Holding ist wie erwartet zustande gekommen. Nach Ablauf der Angebotsfrist hält Mobimo 81,1% an der LO Holding. Weiter hat Sulzer (+1,1%) die Übernahme der deutschen Manfred Preu Kolonnenservice abgeschlossen.
mk/ch

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?