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AKTIEN SCHWEIZ/Eröffnung: Etwas leichter - Pessimisten gewinnen Oberhand

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch den Handel im Einklang mit den wichtigsten europäischen Börsenplätzen im Minus aufgenommen. Die nur mässigen Vorgaben aus Asien und den Vereinigten Staaten belasten. Die Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke über einen nur schlaffen Aufschwung habe die Stimmung an den US-Börsen im späten Handel verdorben und für eine schlechte Vorgabe gesorgt, sagte ein Händler am Morgen.
Die asiatischen Indizes Hang Seng und Shanghai Composite gaben ebenso nach, die Leitbörse in Tokio beendete dagegen mit einem leichten Plus den Handelstag. Günstige Bewertungen werden als Kaufgrund genannt. Die jüngsten Konjunkturdaten aus Deutschland zeigen sich als Belastungsfaktor für den Markt. In der grössten Volkswirtschaft Europas sind die Exporte im April überraschend gefallen. Ansonsten stehen kaum kursbewegende Daten auf der Agenda. Nach Börsenschluss wird in den USA noch das Beige Book veröffentlicht.
Bis um 9.20 Uhr sinkt der Schweizer Leitindex SMI um 0,38% auf 6'306,41 Punkte. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) verliert 0,37% auf 981,54 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,32% auf 5'809,42 Punkte.
Unternehmensnachrichten sind wie schon die vergangenen Tage Mangelware. Die Finanztitel stehen mit am deutlichsten unter Abgabedruck. So verlieren CS (-0,5%) und UBS (-0,9%) und knüpfen damit an die Verluste des Vortages an. Die Versicherungswerte von ZFS (-0,2%) verbilligen sich ebenfalls. Swiss Re legen minimal (+0,04%)
Belastungsfaktor für den Gesamtmarkt sind auch die Pharmatitel Novartis (-0,2%) und Roche (-0,4%) sowie das Indexschwergewicht Nestlé (-0,3%). Die Aktie des Nahrungsmittelkonzerns erhielt am Vortag vom Investorentag in Vevey keine Impulse. Nestlé gehe weiterhin von sehr volatilen Rohstoffpreisen aus, sagte ein Firmenverantwortlicher an der Veranstaltung, die am heutigen Handelstag fortgesetzt wird.
Die Titel der Luxusgüterunternehmen Richemont (-0,6%) und Swatch (-0,7%) stehen auch auf der Verliererseite. Swatch initiierte bei der Wettbewerbskommission Weko selbst eine Untersuchung. Dabei gehe es um die Lieferung von mechanischen Werken und Assortiments der Swatch Group an Dritte.
Clariant (-1,3%) steht mit der Fortsetzung des Capital Markets & Media Day in London im Blick der Investoren. Das Unternehmen hatte am Dienstag anlässlich des Investorentages nach oben revidierte Mittelfristziele vorgelegt und eine Dividende für das laufende Jahr in Aussicht gestellt. Die Titel verloren bis Handelsende jedoch 2,8%. Die ZKB senkt unterdessen die Titel auf "Marktgewichten" ("Übergewichten").
Bei Logitech (-1,3% bzw. 0,14 CHF) nimmt das Aktienresearch der UBS das Kursziel auf 11,50 CHF von bisher 13,50 CHF zurück.
Weatherford (+1,9%) legen nach den Abschlägen der vergangenen Tage zu. Ein Marktbeobachter verweist auf Deckungskäufe. Viele US-Grossinvestoren seien im Ölservicesektor derzeit untergewichtet. Möglicherweise werde dieses Untergewicht nach dem jüngsten Kurszerfall vielerorts reduziert, was Käufe nach sich ziehe, heisst es.
Das US-Erdöl-Serviceunternehmen verpflichtete sich ausserdem, 1,5 Mio Aktien bei der US-Börsenaufsicht SEC einzutragen. Besagte Aktien seien im Rahmen eines immateriellen Kaufs mit dem Ziel ausgegeben worden, die Wiederveräusserung der Aktien durch die Empfänger derselben zu erleichtern, hiess es.
In der zweiten Reihe sorgt Meyer Burger (-0,3%) für News. Im Übernahmepoker um die deutsche Roth & Rau erwarb der Solarzulieferer mittlerweile knapp ein Drittel des Gesamtkapitals des Konkurrenten. "Wir erachten den ursprünglichen Angebotspreis als fair und gehen davon aus, dass Meyer Burger zumindest mittelfristig die Mehrheit an Roth & Rau erlangen wird", kommentiert die ZKB.
Uster Technologies (unv.) treten auf der Stelle. Geoffrey Scott, CEO des Messinstrumentenherstellers, rechnet kurzfristig mit einer guten Geschäftsentwicklung, wie er der "Finanz und Wirtschaft" sagte.
Auf der Verliererseite stehen hingegen Kardex (-2,2%) und Sulzer (-1,7%).
ps/cc

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