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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Dienstag freundlich in den Handel gestartet. Die meisten Bluechips notieren im schwarzen Bereich. Aus Übersee kommen tendenziell freundliche Vorgaben, nachdem in den USA die wichtigsten Leitindices beflügelt durch gestiegene Rohstoffpreise leicht im Plus geschlossen hatten. Die wieder aufgeflammte Eurokrise werde allerdings vorläufig im Fokus bleiben, hiess es in Marktkreisen. Am heimischen Markt hat der Personalvermittler Adecco Zahlen präsentiert.
Am Nachmittag erwarten Marktbeobachter weitere Impulse von US-Makrodaten. Hier stehen am frühen Nachmittag die Im- und Exportpreise auf dem Programm sowie etwas später dann die Zahlen zum Grosshandel. In der Schweiz wurde vor Handelseröffnung die Konsumentenstimmung April bekannt gegeben, welche sich deutlich abgeschwächt hat.
Das Blue-Chips-Barometer SMI steht um 09.31 Uhr 0,55% höher bei 6'512,63 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewinnt 0,52% auf 1'026,14 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,32% auf 5'999,07 Zähler.
Adecco (+0,7%) stehen nach den Zahlen für das erste Quartal 2011 im Fokus. Die Titel sind nach einer positiven Eröffnung kurz in die Verlustzone abgerutscht, notieren aber zum Berichtszeitpunkt wieder klar im Plus. Das Ergebnis hat über den Erwartungen der Analysten gelegen und wird von diesen durchgehend gelobt. Auch in diesem Quartal konnte der Personalvermittler deutlich zulegen und ist beim Umsatz in Lokalwährungen um 24% gewachsen, organisch betrug das Wachstum immer noch 18%.
Zyklische Titel wie ABB (+1,1%) oder SGS (+0,9%), aber auch Luxusgüteraktien wie Swatch (+1,1%) und Richemont (+0,9%) legen ebenfalls deutlich zu. Auch die Papiere des Agrochemie-Konzerns Syngenta (+0,9%) liegen ganz vorne im SMI/SLI-Kurstableau
Ein Update lieferte auch Swiss Life (Aktie +0,5%), nämlich dasjenige zum Kollektivlebengeschäft im Geschäftsjahr 2010. Der Versicherer hat die Prämieneinnahmen um 3% gesteigert. Vor allem das Neugeschäft habe zum Wachstum beigetragen. Zudem seien die Verwaltungskosten gesenkt worden.
Die Versicherer stehen aber ganz allgemein unter Beobachtung, nachdem die Risikomodellierungsfirma Eqecat eine überarbeitete Prognose über die Kosten des Japan-Erdbebens herausgegeben. Die Experten rechnen neu mit einer Gesamtbelastung der Versicherungsbranche von bis zu 39 Mrd USD. In der ursprünglichen Schätzung hatte Eqecat noch mit einer Schadenssumme von maximal 22 Mrd USD gerechnet. Die neue Schätzung belastet die Titel derzeit aber kaum: Swiss Re gewinnen 0,4%, während sich ZFS um 0,8% verteuern.
Mit klaren Abgaben zeigen sich indes UBS (-0,5%), während CS (+0,2%) und Julius Bär (+0,5%) positiv notieren.
Clariant (+0,5%) setzen den Aufwärtstrend fort. Wie bereits am Vortag ist es auch heute zu einer Kurszielerhöhung gekommen, diesmal durch die italienische UniCredit, welche das Kursziel auf 25 (21) CHF erhöht und die Kaufempfehlung "Buy" bekräftigt. Auch Holcim stehen 0,6% höher. Hier hat Goldman Sachs das Kursziel auf 77,90 (81,70) CHF angepasst und die Einstufung Neutral bestätigt.
Fester notieren auch die Indexschwergewichte, allen voran Roche (+1,0%), gefolgt von Nestlé (+0,4%) und Novartis (+0,5%), was dem SMI zusätzlich Auftrieb verleiht.
Im breiten Markt werden Tornos (+7,0%) von den Ergebnissen zum ersten Quartal 2011 beflügelt.
Meyer Burger (+1,4%) profitieren davon, dass das deutsche Bundeskartellamt grünes Licht für die Übernahme von Roth&Rau gegeben hat. Zuvor hatte Meyer Burger bereits die Genehmigung von der deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) für die Übernahme und die Angebotsunterlagen erhalten.
Die sonstigen Unternehmensnews sind dünn gesät. Mehrere Papiere werden heute ex-Dividende gehandelt, so Helvetia, LLB, Metall Zug, Newave, ShapeCapital, Swissquote und Tamedia.
dl/cf

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