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AKTIEN SCHWEIZ/Eröffnung: Gehalten - Konsolidierung setzt sich fort

Zürich (awp) - Die Schweizer Börse zeigte sich heute Donnerstag in der Eröffnungsphase leicht schwächer. Damit setze sich die aktuelle Konsolidierung fort, hiess es im Handel. Für deutlichere Kursveränderungen würden die Impulse derzeit weitgehend fehlen. Im Handelsverlauf stehen aus der EU, später den USA allerdings noch einige Makrodaten an.
So kommen aus den USA keine klaren Vorgaben. Wall Street war geprägt von sehr schwachen Daten aus dem Immobilienmarkt sowie positiv aufgenommenen Kommentaren von Fed-Chef Ben Bernanke, wobei letztere schliesslich überwogen. Gegenüber dem Stand zu Handelsschluss in Europa vermochten die US-Märkte aber kaum mehr zuzulegen; die Tokioter Börse verliert deutlich.
Bis um 09.30 verliert der SMI um 0,05% auf 6'684,69 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) sinkt um 0,07% auf 1'005,50 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,09% auf 5'739,32 Punkte.
Aus charttechnischer sicht sei die Trendqualität gering, was den SMI nachrichtenanfälliger macht, schreiben die Charttechniker der Deutschen Bank in einem Kommentar. Widerstand besteht im SMI bei 6'700, 6'730 und 6'770. Unterstützung findet der Leitindex bei 6'670, 6'650, 6'640, 6'610 und 6'580. Das Rückgrat der gesamten Aufwärtsbewegung verlaufe bei 6'580.
Unter den SMI-/SLI-Titeln gehören konjunktursensitive Aktien und Finanzvaloren zu den grösseren Verlierern. Leichte Avancen verzeichen vor allem die grossen Pharmawerte. Nestlé belasten hingegen.
Die prozentual grössten Einbussen erleiden ohne News Petroplus (-0,8%). Swisscom (ebenfalls -0,8%) verlieren weiter. Die Verluste des Telekomkonzerns werden unter Marktbeobachtern weiterhin auf den Geldwäscherei-Skandal bei der italienischen Tochter Fastweb zurückgeführt.
Weitere grössere Verlierer sind Nobel Biocare (-0,7%), Sonova (-0,6%) sowie nach weiteren Gewinnmitnahmen Actelion (-0,5%). Adecco (-0,5%) und Clariant (-0,4%) geben ebenfalls nach. Hingegen ziehen ABB (+0,2%) leicht zu.
Unter den Finanzvaloren geben UBS (-0,5%) deutlicher nach; CS notieren kaum verändert. Swiss Re (-0,4%), Swiss Life (-0,3%) und Julius Bär (-0,3%) gehören zu den weiteren Verlierern aus dem Sektor. ZFS (+0,2%) und Bâloise (+0,1%) rücken hingegen leicht vor.
Die prozentual grössten Kursgewinne erzielen - gemäss Marktbeobachtern im Gefolge der Entwicklung des Vermögensverwaltungsgeschäfts der Bank Vontobel - GAM (+1,5%). Vontobel hat u.a. berichtet, dass bis anhin keine Abflüsse wegen der Datenaffäre in Deutschland verzeichnet worden seien und das Institut unter dem Strich von der Steueramnestie in Italien profitiert habe.
Zu den weiteren Gewinnern zählen u.a. Synthes (+0,5%), Givaudan (+0,3%) oder Lonza (+0,2%).
Roche (+0,3%) hat aus einer Phase-III-Studie positive Daten für Avastin bei Eierstockkrebs vermeldet. Die ZKB schätzt das zusätzliche Umsatzvolumen für diese Indikation auf 1 Mrd CHF. Novartis (+0,3%) halten mit. Unter den weiteren Schwergewichten belasten hingegen Nestlé (-0,5%).
Aus dem breiten Markt werden nach Zahlen Micronas (-7,1%) deutlich tiefer umgesetzt. Marktbeobachter führen die Abgaben vor allem auf den sehr vorsichtigen Ausblick zurück, nachdem das Unternehmen mit dem deutlich vergrösserten Reinverlust zwar die Markterwartungen getroffen hat. Nach Zahlen ebenfalls etwas zurückgenommen werden Allreal (-0,6%), wobei die Immobiliengesellschaft eine Kapitalerhöhung angekündigt hat. Knapp gehalten gehen nach anfänglichen Gewinnen - ebenfalls nach Zahlen - Vontobel (-0,2%) um.
BCV (+2,0%), Sulzer (+1,7%) und BKW (+1,7%) ziehen nach der Publikation ihrer Abschlüsse an.
Rieter (+4,9% auf 267,25 CHF) würden von der Aufnahme der Abdeckung durch die Credit Suisse mit einer "Outperform"-Einstufung und Kursziel von 360 CHF profitieren, so Marktbeobachter. Basilea (+0,4%) schliessen an die Vortagesavancen an. Jefferies hat die Werte zudem auf "Hold" von zuvor "Underperform" heraufgestuft.
rt/ra

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