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Zürich (awp) - Die Schweizer Börse zeigt sich am Mittwoch in der Eröffnungsphase mehr oder weniger gehalten. Dabei tendieren die SMI-/SLI-Werte uneinheitlich, die Kursgewinner und Verlierer halten sich in etwa die Waage. Die Anleger gäben sich weiter vorsichtig, heisst es unter Marktbeobachtern. Bereits am Vortag seien die Märkte in eine Wartestellung übergegangen und an der Lage habe sich seither wenig geändert. Allerdings hat die Volatilität deutlich abgenommen und wieder das Niveau vor der Katastrophe in Japan erreicht.
Die finanziellen Auswirkungen der Katastrophe in Japan werden von der Regierung auf umgerechnet bis zu 220 Mrd EUR geschätzt, allerdings ohne die Folgen aus der AKW-Katastrophe. Im AKW Fukushima wird weiterhin um die Kontrolle der Reaktoren gerungen. Auch in Nordafrika und dem Nahen Osten ist die Lage unverändert in Bewegung. In Libyen dauern die Kämpfe an, zudem ist es vor allem in Jemen und Syrien zu weiteren Unruhen gekommen. Insbesondere neuerlich anziehende Rohstoffpreise dürften sich negativ auswirken.
Um 09.30 Uhr notiert der SMI unverändert auf 6'226,93 Punkten, der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) verliert um 0,06% auf 994,30 Punkte. Der breite Gesamtmarkt (SPI) steht ebenfalls unverändert auf 5'663,20 Punkten.
Im SMI-/SLI-Tableau verbuchen Sonova (+1,8%) bisher die prozentual grössten Avancen. Die Titel des Hörgeräteherstellers seien nach den Abgaben infolge der Gewinnwarnung und Insider-Verkäufen auf markant tieferem Niveau wieder gesucht, hiess es unter Marktbeobachtern.
Zyklische Titel tendieren uneinheitlich. So ziehen SGS (+0,8%), Synthes (+0,4%), Geberit (+0,4%) oder Clariant (+0,3%) etwas an. Hingegen verlieren ABB (-0,7%) oder Givaudan (-0,5%)
Grössere Abgaben infolge von Gewinnmitnahmen erleiden die am Vortag stark gesuchten Luxusgütertitel Swatch (-1,7%) und Richemont (-0,5%). Für Swatch stehen die Zeichen weiterhin auf Wachstum, vor allem in China. Der dortige Swatch-Verkäufer Hengdeli erwartet jährliche Umsatzsteigerungen um 20%.
Ebenfalls weiter nach unten geht es für Bâloise (-1,2%). Die Titel des Versicherers lagen bereits am Vortag nach der Ergebnispräsentation im Angebot. Enttäuscht habe insbesondere die unveränderte Dividende, hiess es unter Marktbeobachtern.
Swiss Re (-0,1%) notieren knapp gehalten. Der Mitbewerber Munich Re hatte am Dienstagabend eine - allerdings teils erwartete - Gewinnwarnung publiziert. Der Rückversicherer schätzt die Schäden aus dem Erdbeben und Tsunami in Japan auf 1,5 Mrd EUR vor Steuern. Swiss Re hat 1,2 Mrd USD veranschlagt. ZFS (+0,5%%) legen gegen den Trend zu. Die Titel dürften nochmals von der am Vortag erfolgten Heraufstufung durch Société Générale profitieren, so Marktbeobachter.
Unter den Banktiteln verlieren UBS (-0,4%) und CS (-0,3%). Julius Bär (+0,3%) sind hingegen gesucht. Heute richte sich der Blick der Investoren wieder etwas mehr auf die Eurozone, so Marktbeobachter. Das Parlament Portugals stimmt über das neue Sparpaket ab. Sollte das Paket nicht verabschiedet werden, könnte sich das Land unter Umständen unter den Euro-Rettungsschirm stellen wollen, erwarten Marktbeobachter.
Die Indexschwergewichte Nestlé (+0,4%) und Roche (+0,3%) stützen, Novartis (-0,4%) belasten hingegen etwas. Für ein Novartis-Inhalator bei Raucherhusten hat die US-Gesundheitsbehörde FDA die Prüffrist für die Zulassung um drei Monate verlängert, jedoch keine weiteren Daten verlangt. Der zuständige Analyst der Bank Vontobel bezeichnet den Schritt der FDA als nichts Ungewöhnliches und erwartet weiterhin die US-Zulassung.
Im breiten Markt haben OC Oerlikon (+4,3%), der Flughafen Zürich (+1,5%), Comet (+4,4%)und Adval Tech (-0,9%) mit positiven News aufgewartet. Gemischter sieht die Bilanz von Repower (+3,0%) aus; der Energiekonzern rechnet 2011 mit einem Gewinnrückgang.
Unter den Kursverlierern im breiten Markt fallen Addex (-5,2%) auf. Komax (-3,1%) und Von Roll (-2,9%) leiden unter Anschlussverkäufen nach den ergebnisbedingten Abgaben am Vortag.
rt/uh

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