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Zürich (awp) - Die Schweizer Börse zeigt sich heute Dienstag in der Eröffnungsphase gut gehalten. Aus den USA bieten gute Vorgaben eine Stütze, konnte doch der Dow-Jones-Index auf den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren zulegen. Angetrieben haben dabei Übernahmeaktivitäten und anziehende Banktitel. Fernost zeigte sich hingegen gemischt; einem freundlichen Nikkei- steht ein leicht schwächerer Hang-Seng-Index gegenüber. Auch europaweit tendieren die wichtigsten Handelsplätze gut gehalten.
Im Blickfeld der Investoren stehen aus dem SMI-/SLI-Tableau mit ihren Abschlüssen die Grossbank UBS, der Uhrenkonzern Swatch und der Aromen- und Riechstoffhersteller Givaudan. UBS rückt nach den Zahlen an die Spitze des SMI vor, auch Swatch avancieren deutlich. Givaudan sind hingegen grössere Verlierer. Im Angebot sind zudem teils am Vortag gesuchte zyklische Valoren und Nestlé.
Der wichtigste Schweizer Aktienindex SMI notiert um 09.30 Uhr 0,09% höher auf dem Stand von 6'616,87 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) steigt um 0,04% auf 1'062,29 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,05% auf 5'947,56 Zähler.
Unter den heute berichtenden SMI-/SLI-Firmen erzielen UBS (+1,9%) die bisher prozentual grössten Avancen. Die Anleger würden die operativen Fortschritte im vierten Quartal und das zurückkehrende Kundenvertrauen honorieren, hiess es unter Marktbeobachtern. Zudem hat das Management weitere Verbesserungen in Aussicht gestellt. Mit dem Abschluss für das gesamte Jahr hatte die Grossbank hat die Prognosen der Analysten allerdings knapp und im vierten Quartal deutlicher verfehlt. Im Gefolge gewinnen auch CS (+0,7%); das Institut legt den Abschluss am Donnerstag vor.
Hingegen würden Julius Bär (-1,5% auf 43,43 CHF) durch anhaltende Gewinnmitnahmen belastet, ist zu vernehmen. Während die Deutsche Bank das Kursziel für die Titel des Vermögensverwalters auf 54 CHF erhöht hat und die "Buy"-Empfehlung bestätigt, senkte Nomura die Einstufung auf "Neutral" und nennt ein Kursziel von 44 CHF. Als Grund für die Senkung werden die starke Performance der Aktie sowie das erreichte Kursziel genannt.
Swatch (+1,5%) erzielen die zweitgrössten Gewinne. Der Uhrenkonzern hat mit den Betriebsergebnis und Konzerngewinn die Erwartungen übertroffen. Zudem sei der Start ins Geschäftsjahr 2011 "verheissungsvoll" verlaufen und seien die Aussichten unverändert gut. Allerdings sei der Dividendenvorschlag etwas enttäuschend, werde doch die Pay-Out-Ratio gesenkt, kritisiert die Bank Vontobel. Die Titel von Mitbewerber Richemont (unv.) können nicht mithalten.
Weiter Aufwärts geht es auch für Swiss Life (+0,6%) oder die zyklischen Geberit (+0,4%). Clariant (+0,3%) erhalten etwas Unterstützung durch Aussagen von CEO Hariolf Kottmann gegenüber der "Financial Times". Der CEO stellte für 2010 "das beste Ergebnis der letzten zehn Jahre" in Aussicht. Etwas drücken würde allerdings die Aussage, dass nun wieder die Zeit gekommen sei, um nach Übernahmen Ausschau zu halten.
Auch den Abschluss präsentiert hat Givaudan (-1,7%). Das Unternehmen habe zwar mit einem soliden Abschluss die Erwartungen des Marktes ziemlich genau getroffen, so Händler. Nach jüngst wieder etwas anziehenden Kursen, seien nun aber Gewinne mitgenommen worden, heisst es weiter.
Die prozentual grössten Einbussen erleiden Petroplus (-2,0%). Auch in diesen Titeln würden nach den jüngsten Avancen Gewinne mitgenommen, so Marktbeobachter.
Transocean (-0,8%) haben durch die Übernahme von Pride International durch Ensco stärkere Konkurrenz erhalten. Dadurch entsteht der zweitgrösste Ölbohrplattformbetreiber. Die Titel hatten allerdings bereits im US-Handel gegen den Markttrend um 0,3% verloren.
Unter den defensiven Schwergewichten legen Novartis (+0,3%) weiter zu, während Roche (+0,1%) dem Trend entsprechend umgehen und Nestlé (-0,4%) wiederum leicht verlieren.
Actelion (-0,4%) geben wiederum leicht nach. Die Übernahmespekulationen würden sich weiter legen, hiess es im Handel dazu.
Im breiten Markt hat Santhera (unv.) nun auch in den USA und in Kanada Patentschutz für Omigapil zur Therapie von kongenitalen Muskeldystrophien erhalten.
In Lifewatch (-2,3% oder -0,20 CHF) wurde der Nennwert durch die Auszahlung von 0,70 CHF je Aktie auf 1,30 CHF gesenkt. Die Titel sind damit prozentual grösste Verlierer; die grössten Avancen erzielen AFG (+2,6%).
rt/cc

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