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AKTIEN SCHWEIZ/Eröffnung: Knapp behauptet; Logitech, Nestlé und Novartis im Plus

Dieser Inhalt wurde am 22. Oktober 2009 - 10:20 publiziert

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Donnerstag mit deutlichen Abschlägen in den Handel gestartet, baut seine Verluste seither aber kontinuierlich ab. Nach dem Einbruch an der Wall Street im späten Geschäft sei heute zur Eröffnung mit einer Konsolidierungsbewegung zu rechnen gewesen, heisst es im Handel. Begründet wird der Kursrutsch in den USA unter anderem mit einer Herunterstufung von Wells Fargo, die den Finanzsektor belastet habe, sowie der Erwartung von Wal-Mart an ein schwaches Weihnachtsgeschäft. Letztlich sei der Markt aber nach seinem starken Anstieg auch einfach "heissgelaufen", meinte ein Beobachter.
Hierzulande stehen gleich vier Blue-Chips - Nestlé, Novartis, Logitech und Credit Suisse - nach Zahlen im Fokus der Anleger. Dazu gesellen sich mit OC Oerlikon, Cytos, SPS oder Mikron auch Werte aus der zweiten Reihe. Ausserdem gibt es Unternehmensnachrichten zu Roche, Lonza oder Dufry.
Bis um 09.30 Uhr verliert der SMI 0,25% auf 6'418,82 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) sinkt um 0,67% auf 984,41 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,21% auf 5'528.97. Punkte.
Als einzige Kursgewinner profilieren sich im SMI-/SLI-Wert derzeit Logitech, Nestlé, Novartis und Geberit (+0,2%).
Logitech (+4,0%) verzeichnen dabei die stärksten Avancen. Der Hersteller von Computerzubehör hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 wieder schwarze Zahlen geschrieben - die beiden vorigen Quartale waren rot ausgefallen. Entsprechend sieht sich die Herstellerin von Computerzubehör auf Kurs, die Krise zu meistern. Ab dem laufenden dritten Quartal will das Unternehmen gewinnseitig wieder gegenüber dem Vorjahr zulegen. In Analystenkreisen wird das Ergebnis als überraschend solide bezeichnet.
Nestlé steigen um 2,1%. Der Nahrungsmittelkonzern konnte mit den Neunmonatsumsatzzahlen gemäss Analysten nicht ganz überzeugen. Positiv wird aber die viel beachtete Volumenentwicklung hervorgehoben. Mit einem Zuwachs von 1,9% habe das Volumenwachstum im zurückliegenden dritten Quartal stärker als erwartet angezogen. Vor allem die Bereiche Nahrungsmittel und Tiernahrungsmittel hätten diesbezüglich überzeugt.
Leicht im Plus zeigen sich auch Novartis (+0,4%). Der Pharmakonzern hat solide Q3-Ergebnisse vorgelegt und sowie die Umsatz-Guidance für den Konzern und die Pharma-Division leicht erhöht.
Roche (-0,4%) können mit dem Schwung der Branchenkollegin nicht mithalten. Der Pharmakonzern hat mit Phase-III-Tests für die subkutane Anwendung von Herceptin zur Therapie von HER2-positivem Brustkrebs begonnen.
Lonza verlieren 0,7%. Der Lifesciencekonzern hat mit dem deutschen Biotechnologieunternehmen Cilian ein Investitionsabkommen abgeschlossen und übernimmt 5% an dem Unternehmen. Die Zusammenarbeit ermögliche den Zugriff auf eine zukunftsträchtige Technologieplattform für innovative Anwendungen in den Bereichen Ernährung und Biopharmazeutika, teilte Lonza vorbörslich mit.
Zu den schwächsten Werten zählen dagegen CS (-2,1%). Die Grossbank hat mit ihren Drittquartalszahlen die Konsenserwartungen deutlich übertroffen. Dabei lagen insbesondere das Investment Banking (IB) und das Asset Management klar über den Prognosen. Das IB-Umfeld dürfte aber nächstes Jahr deutlich anspruchsvoller werden, heisst es am Markt.
Im Sog von CS sinken auch einige Finanzwerte wie UBS (-2,3%), GAM (-1,5%) oder Swiss Re (-1,4%) überproportional.
Mit am Tabellenende finden sich Swatch (-2,6%) und Richemont (-1,3%), belastet von schwachen Daten zu den Uhrenexporten.
Am breiten Markt leiden Panalpina (-9,1%) unter der am Vorabend überraschend publizierten Volumen- und Bruttogewinnentwicklung im dritten Quartal. Am Markt werden die Kommentare als Gewinnwarnung interpretiert. Zudem lägen den Abgaben wohl auch Umschichtungen in die Konkurrenzpapiere von Kühne + Nagel nach dessen sehr soliden Ergebnis zugrunde.
Nach Zahlen sinken Mikron (-1,2) und Cytos (-1,9%), während Temenos (+1,2%) und OC Oerlikon (+2,1%). Zu Oerlikon heisst es, die Zahlen lägen im Rahmen der Erwartungen, positiv habe aber die grösste Division Textile beim Umsatz und insbesondere beim Auftragseingang überrascht.
Dufry (+4,5%) profitieren von Unternehmensnachrichten. Der Reisedetailhändler wird in Italien 41 Läden in den 13 grössten Bahnhöfen des Landes betreiben und in Mexiko erwirbt Dufry die Anlagewerte von Latinoamericana Duty Free.
ch/ra

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