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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Montag nach einer kaum veränderten Eröffnung knapp behauptet. Die Vorgaben präsentieren sich verhalten: jene aus Amerika sprächen zwar für eine Fortsetzung der jüngsten Erholungsbewegung, jene aus Asien aber dagegen, heisst es am Markt. Die Wall Street hatte am Freitag fester geschlossen und der Future auf den US-Leitindex Dow Jones gewann seit Börsenschluss in Europa leicht hinzu. In Tokio drehte der Nikkei indes im späten Handel ins Minus.
Händler gehen von einem sehr ruhigen europäischen Handel aus: Einerseits fehlten kursrelevante Nachrichten und Konjunkturdaten, andrerseits würden sich die Anleger vor der am Abend traditionell mit Alcoa beginnenden US-Berichtssaison zurückhalten, heisst es. Hierzulande werden am Donnerstag die Bluechips SGS und Novartis den Zahlenreigen eröffnen.
Bis um 09.30 Uhr sinkt der SMI um 0,25% auf 6'195,15 Punkte an. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verliert 0,32% auf 948,72 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,12% auf 5'476,35 Punkte.
Nachrichten sind auch hierzulande Mangelware und konzentrieren sich beinahe ausschliesslich auf den breiten Markt. Angesichts der fehlenden Impulse und der dünnen Handelsvolumina haftet einigen Aktienbewegungen etwas Zufälligen an.
Die rote Laterne halten unter den Blue Chips ABB (-2,1% oder -0,42 CHF auf 19,31 CHF). Die Titel werden zu Wochenbeginn Ex-Nennwertrückzahlung von 0,51 CHF gehandelt.
Mit am Tabellenende finden sich einige zyklische Valoren wie Adecco (-1,5%), Swatch (-0,8%), Holcim (-0,7%) oder Geberit (-0,6%). Logitech verlieren 0,5%. Goldman Sachs hat das Kursziel für die Titel leicht gesenkt. Als Gründe für die Anpassung werden die ungünstige Währungsentwicklung sowie die leicht verschlechterten Aussichten für die Margen infolge der Lohninflation in China genannt.
Sehr schwach zeigen sich auch die Finanzwerte UBS (-0,7%), CS (-0,7%) und Julius Bär (-0,8%). CS-Verwaltungsratspräsident Hans-Ulrich Doerig hat in einem Zeitungsinterview Fehler bei der Boni-Ausschüttung für das Top-Management der Grossbank eingestanden.
Von den Indexschwergwichten finden sich Roche (-0,3%) im Minus wieder, Nestlé (+0,1%) und Novartis (+0,3%) zählen dagegen zu den wenigen Werten im Plus.
SGS (+0,1%) gut behauptet. Der Warenprüfkonzern hat das kanadische Privatunternehmen Assayers Canada übernommen. Die auch unter dem Namen Mineral Environments Laboratories Ltd bekannte in der Geochemie tätige Gesellschaft erwirtschaftete im vergangenen Jahr 2 Mio CAD.
Die grössten Kursgewinne sichern sich im SMI/SLI Syngenta (+0,7%), ohne spezifische Neuigkeiten dazu.
Etwas mehr Nachrichten liegen zu SPI-Unternehmen vor. Bei Genolier hat der abgesetzte ehemalige Chef der Spitalgruppe, Antoine Hubert, seinen früheren Arbeitgeber verklagt. Die Aktien zeigen sich unverändert.
Temenos steigen um 0,8%. Das Bankensoftwareunternehmen hat seine T24-Software bei der BforBank implementiert. Rieter sieht wieder steigende Bestellungseingänge, wie VR-Präsident und CEO Erwin Stoller in einem Interview sagte. Die Aktie legen um 0,9% zu.
BKW ist nach dem Ausstieg der deutsche Eon aus ihrer 21%-Beteiligung auf Partnersuche, will aber eigenständig bleiben, wie CEO Kurt Rohrbach im Interview. Die Titel legen um 1,4% zu.
Die prozentual grössten Kursgewinne sichern sich Mach (+6,7%), Repower (+3,6%) oder Hügli (+2,5%). Auf der Gegenseite positionieren sich Pelikan (-14,1%) oder Cytos (-4,5%).
ch/ra

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