Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Donnerstag mit knapp gehaltenen Notierungen in den neuen Handelstag gestartet. Die insgesamt gute Stimmung werde vor allem von Abgaben in der grosskapitalisierten Nestlé-Aktien belastet, sagen Marktbeobachter. Die Papiere des Nahrungsmittelkonzerns leiden unter einer Verkaufsempfehlungen. Gleiches gilt für die Aktien von Geberit und Holcim.
Marktteilnehmern zufolge stützen die freundlichen Vorgaben von Wall Street und aus Fernost. Auch der Start in die US-Berichtssaison habe sich gut angelassen, hiess es. Am Berichtstag stünden erneut Bond-Auktionen in der Eurozone (Spanien und Italien) im Fokus, nachdem der gute Emissionsverlauf portugiesischer Staatsanleihen am Vortag dem Markt wieder etwas Vertrauen gegeben habe. Der Markt werde vor allem beim Sorgenkind Spanien genau hinschauen, hiess es. Zudem geben die Bank of England und die Europäische Zentralbank EZB ihre Zinsentscheidungen bekannt.
Das Blue-Chips-Barometer SMI sinkt bis um 09.30 Uhr 0,18% auf 6'604,74 Punkte. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) büsst indes "nur" 0,04% auf 1'053,68 Punkte ein, worin sich die Kappung des Gewichtes der schwersten Aktien spiegelt. Der breite SPI geht bis zum Berichtszeitpunkt um 0,17% auf 5'926,60 Punkte zurück.
Nestlé belasten die hiesigen Aktienindizes mit einem Abschlag von 2,0%. Die Papiere machen fast ein Viertel der SMI-Kapitalisierung aus. Für Nestlé haben sowohl Merrill Lynch, als auch das Aktienresearch von Nomura die Empfehlung drastisch auf "Underperform" respektive "Reduce" von zuvor "Buy" gesenkt. Es besteht nach Ansicht der zuständigen Analysten ein Risiko, dass die Erwartungen für 2011 nicht erfüllt werden.
Noch deutlicher nach unten geht es mit Geberit (-4,8%). Der Sanitärhersteller hat Umsatzzahlen für 2010 publiziert, die leicht unter den Erwartungen lagen. Als eigentliche Ursache für die Abschläge wird im Handel allerdings eine Abstufung auf "Sell" durch die Citigroup genannt. Kursstützend dürften sich indes ein angekündigter Aktienrückkauf auswirken.
Holcim büssen um 2,0% auf 69,30 CHF ein, um den Kreis der grössten Verlierer zu schliessen. Auch der Zementhersteller wurde von der Citigroup auf "Sell" von bisher "Hold" zurückgenommen. Das Kursziel wurde auf 63 nach bisher 65 CHF gesenkt. Der Markt trage den Auswirkungen des starken Schweizer Franken auf den Zementhersteller noch nicht richtig Rechnung, lautet der Analystenkommentar.
Deutliche Gewinne verbuchen auf der anderen Seite Finanzwerte wie Credit Suisse (+0,9%) und UBS (+0,7%). Die Gewinne könnten bei günstigen Verlauf der Spanien-Emission eine Fortsetzung finden, hiess es im Handel. Die Versicherer sehen +0,3% bei Swiss Re und +0,2% bei ZFS. Letztere werden etwas von einer Ratingsenkung durch Kepler gebremst.
Auch Syngenta (+1,1%) ziehen deutlich an und folgt damit den Vorgaben von verschiedenen US-Peers vom Vorabend. Gestern hatte das US-Agrarministerium (USDA) den Quartalsbericht zu den Getreidebeständen, der Winterweizenaussaat und der globalen Nachfrage- und Versorgungslage veröffentlicht und dabei seine Schätzungen zur US-Produktion an Mais und Soja gesenkt. Das trieb die Preise für die beiden Feldfrüchte in die Höhe.
Die grössten Gewinne bei den Blue Chips gehen allerdings auf ABB (+1,6%), gefolgt von Synthes (+1,5%). Andere defensive Papiere wie Roche (+0,1%), Novartis (-0,3%) und Swisscom (-0,02%) fallen hingegen wenig auf.
Im breiten Markt steigen Sulzer um 1,6%. Der Industriekonzern hat am Morgen den Bestellungseingang von 2010 präsentiert und dabei die Erwartungen der Analysten leicht übertroffen. Analysten sprechen von einem soliden Ausweis und einem sequenziellen Wachstum im letzten Jahresviertel.
Der auf Privatmarktanlagen spezialisierte Vermögensverwalter Partners Group (Aktie: -0,1%) hat die verwalteten Vermögen per Ende Jahr gezeigt. Analysten sprechen von einem soliden, aber nicht spektakulären Ausweis.
Noch am Vorabend haben Calida (Aktie unverändert) überraschend den Umsatz für 2010 vorgelegt. Valora (-0,9%) und Schaffner (+0,9%) reagieren mit unterschiedlichen Vorzeichen auf die bestätigten Ziele für das abgelaufene Geschäftsjahr.
ra/ps

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???