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Zürich (awp) - Die Schweizer Börse zeigt sich heute Mittwoch in der Eröffnungsphase leicht schwächer. Nach etwas höheren Kursen in den ersten Handelsminuten haben - entgegen dem Trend an den wichtigsten europäischen Märkten - Abgaben eingesetzt. Begünstigt worden seien die Verkäufe auch von kaum überzeugenden Vorgaben und der charttechnischen Lage, hiess es im Handel. So kommen aus den USA nur minim positive Vorgaben und zeigten sich die Märkte in Asien uneinheitlich, wobei Tokio leicht schwächer tendiert.
Vor allem Banktitel fallen durch Einbussen auf, die damit die gegen Handelsende am Vortag einsetzenden Verkäufen fortsetzen. Auch zyklische Valoren notieren schwächer. Daneben prägen Spezialsituationen den Handel, sind doch vorbörslich noch einige Unternehmen mit News an die Öffentlichkeit getreten und sorgen auch Rating-Änderungen für etwas Bewegung. So stützen nach einer Ratingerhöhung Roche den Markt etwas.
Bis um 09.30 Uhr sinkt der Leitindex SMI um 0,36% auf 6'397,28 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gibt um 0,47% auf 981,16 Punkte nach, und der breite Swiss Performance Index (SPI) sinkt um 0,31% auf 5'659,50 Zähler.
Aus charttechnischer Sicht dürfte gemäss den Spezialisten der Deutschen Bank die seit fast zwei Wochen bestehende Seitwärtstendenz einen Übergang bilden. Der seit dem 25. August bestehende positive Mehrwochenzyklus neige sich seinem Ende zu und dürfte demnächst in einen negativen Trend übergehen. Für den Tageshandel relevant sei im SMI der Widerstand bei 6'465/70 sowie die Unterstützung auf 6'400.
Unter den SMI-/SLI-Titeln fallen Banktitel durch grössere Abgaben auf und belasten das Sentiment. Diese Valoren waren bereits im späten Vortageshandel im Zuge einer Kapitalerhöhung der Deutschen Bank unter Druck geraten waren. So verlieren Julius Bär (-1,7%), UBS (-1,1%) oder CS (-0,9%) deutlicher.
Unter den Versicherungsvaloren verlieren Swiss Re (-0,5%), Swiss Life (-0,4%), ZFS (-0,3%) etwas weniger. Bâloise (+0,4%) führen zur Berichtszeit die kurze Gewinnerliste an.
Grössere Verlierer sind die volatilen Transocean (-1,5%). Lonza (-1,2%) geben ebenfalls vermehrt nach.
Richemont (-0,8%) geben die Vortagesgewinne wieder preis; Swatch (-0,6%) notieren ebenfalls tiefer. Auch die zyklischen Petroplus (-0,8%), Syngenta (-0.6%), Geberit (-0,6%) oder Holcim (-0,6%&) werden zurück genommen.
Unter den Indexschwergewichten notieren Nestlé (-0,1%) knapp gehalten. Novartis (-0,4%) verlieren, während Roche (+0,4%) zulegen. Der "Bon" profitiert gemäss Marktbeobachtern von der Rating-Erhöhung auf "Buy" von "Neutral" durch Goldman Sachs mit einem allerdings auf 180 CHF von 196 CHF gesenkten Kursziel. Der Titel werde derzeit mit einem Abschlag von 8% zum Sektor-P/E 2012 gehandelt. Dieser Discount ist nach Ansicht der GS-Experten nicht gerechtfertigt. Sie erwarten, dass mit zunehmender Sichtbarkeit der langfristigen Wachstumsperspektiven des Pharmakonzerns die Titel wieder an Schwung gewinnen werden. Zudem liefern sich Roche und GSK einen Patentstreit.
Novartis werden von einer Ratingsenkung von Goldman Sachs auf neu "Neutral" von "Buy" mit einem Kursziel von 60 CHF von 65 CHF belastet. Dem steht allerdings eine Heraufstufung durch Vontobel auf "Buy" von "Hold" mit Kursziel 69 (bisher: 59) CHF gegenüber. Der Pharmakonzern hat zudem von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für das Multiple-Sklerose-Medikament Gilenia erhalten. Dabei handelt es sich um das erste in den USA registrierte orale MS-Mittel, dem Analysten ein Marktpotenzial von einer Milliarde US-Dollar und mehr attestieren. Die Zulassung ist allerdings nach der Empfehlung des vorberatenden Ausschusses erwartet worden. Zudem hat Novartis über eine erfolgreiche Phase-III-Studie für SOM230 zur Therapie des Cushing-Syndroms berichtet.
Weitere grössere Gewinner sind Sonova (+0,1%).
Aus dem breiten Markt kommen einige News. Myriad (-15,8%) ist mit Sagem Wireless ein wichtiger Kunde infolge von finanziellen Problemen weggebrochen.
Helvetia (+1,7%) stärkt ihre Position im Schweizer Markt durch die rund 300 Mio CHF teure Übernahme der Alba und Phenix. Der Kauf wird durch die Eigenmittel finanziert. Die ZKB beurteilt die Akquisition als positiv. Sie stelle eine der wenigen Möglichkeiten dar, im Schweizer Geschäft noch durch Übernahmen wachsen zu können. CEO Hans Künzle des Konkurrenten Nationale Suisse (+0,5%) tritt in der Presse der Kritik entgegen, mit tiefen Prämien Umsatz bolzen zu wollen.
Santhera (+3,2%) will für Catena zur Therapie der Leber hereditärer Optikusneuropathie im kommenden Jahr bei der Europäischen Arzneimittelbehörde ein Zulassungsgesuch einreichen; Ein Entscheid wird 2012 erwartet.
HBM (+1,2%) Bioventures würden von einem erfolgreichen Beteiligungsverkauf profitieren. Bei Tecan (+1,3%) hat das Management an einer Konferenz die Prognosen für das laufende Jahr bestätigt.
rt/ps

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