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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt notiert am Mittwochmorgen nach negativen Vorgaben aus Übersee im Minus. Als Ausreisser nach oben fallen in der ersten Handelsstunde Swatch auf, die nach überraschend starken Halbjahreszahlen deutlich zulegen. Mit klaren Abschlägen sind am Markt dagegen die Halbjahreszahlen der Blue Chips Swisscom und Petroplus aufgenommen worden.
Weiterhin wird die Stimmung von den schwachen US-Konjunkturdaten vom Vortag gedämpft, welche die Sorgen um die Konjunkturentwicklung aufrechterhalten. Auch die asiatischen Börsen haben am Mittwochmorgen nachgegeben. Am Nachmittag stehen dann weitere Makrodaten aus den USA auf dem Programm, darunter der ISM-Index des Dienstleistungsgewerbes.
Das Blue-Chips-Barometer SMI sinkt bis um 09.47 Uhr um 0,46% auf 6'308,26 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verliert um 0,43% auf 976,19 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,33% auf 5'591,14 Stellen.
Swatch sind nach den überraschend am Dienstagabend vorgelegten Halbjahreszahlen mit einem Plus von 3,3% die klaren Gewinner im frühen Handel. Alle Kennzahlen des Unternehmens lagen deutlich über dem Vorjahr ausgefallen und übertrafen die bis dato vorliegenden Schätzungen zum Teil deutlich. Entsprechend positiv fallen die ersten Reaktionen am Markt aus. "Was für ein Halbjahr", betitelt zum Beispiel die UBS ihren Kommentar. Auch Richemont (+1,2%) werden von dem Swatch-Resultat beflügelt und gehören zu den wenigen Gewinnern im SMI.
Dagegen zeigt sich der Markt vom Halbjahresergebnis der Swisscom (Aktien -1,1%) ernüchtert, obwohl die Analysten die Entwicklung als solide beurteilten. Händlern zufolge dürften die Kursrückgänge allerdings auch mit dem Nichteintreffen von Spekulationen zu tun haben, wonach Swisscom die Jahresprognosen anheben könnte.
Deutliche Abgaben verzeichnen Petroplus (-4,8%). Die Zahlen zum zweiten Quartal wurden in ersten Kommentaren als durchzogen und uneinheitlich bezeichnet. Händlern zufolge hatte sich der Markt im Vorfeld der Quartalsergebnispräsentation mehr erhofft und mit solideren Zahlen gerechnet. Einige Analysten nehmen nun ihre Gewinnschätzungen in negative Revision. Transocean (+0,7%) dürften im Vorfeld der Quartalszahlen von heute Abend erneut von positiven Nachrichten zum Ölleck im Golf von Mexiko profitieren.
Deutlich im Minus notieren auch die Schwergewichte Novartis (-0,6%), Roche (-0,8%) sowie etwas moderater Nestlé (-0,3%). Unter den Bankenwerten halten sich UBS (-0,3) noch am besten. Dagegen gehören CS (-1,3%) wie auch Julius Bär (-1,1%) zu den stärksten Verlierern.
Auch ZFS (-0,4%) sind nach frühen Gewinnen ins Minus gedreht. Der Versicherer legt am Donnerstag seine Halbjahreszahlen vor. Die französische Konkurrentin Axa hat im Halbjahr zwar weniger verdient, die Erwartungen der Analysten aber dennoch übertroffen. Swiss Re (-0,6%) können vom Gewinnwachstum der Konkurrentin Munich Re im Halbjahr nicht profitieren. Der Schweizer Rückversicherer legt ebenfalls am Donnerstag seine Semesterzahlen vor.
Im breiten Markt legen Panalpina (+4,6%) nach Halbjahreszahlen deutlich zu. Trotz einem Verlust übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten. An der Börse wird unter anderem die gute Entwicklung der operativen Margen hervorgehoben.
Dagegen notieren Straumann (-1,4%) tiefer. Der CEO des Zahnimplantateherstellers erwartet erst für 2012 wieder stark wachsende Märkte, wie er in einem Interview mit der "Finanz und Wirtschaft" sagte.
tp/cf

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