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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Dienstagmorgen zuerst fester in den Handel gestartet, bewegt sich aber eine halbe Stunde nach Handelseröffnung auf dem Vortagesniveau. Am Montag war es zu einem leicht positiven Wochenauftakt gekommen, nachdem sich der SMI in der Vorwoche deutlich von der Krise in Japan erholt hatte und um über 4% gestiegen war. Nach der rasanten Erholung mache sich eine etwas abwartende Stimmung bemerkbar und es habe eine Konsolidierung der jüngsten Gewinne eingesetzt, heisst es aus Marktkreisen.
In den USA und in Japan schlossen die wichtigsten Indices im Minus. Weiterhin belastet wird das Sentiment an den Märkten von der Krise in Fukushima. Mittlerweile hat der japanische Regierungschef die Lage im havarierten Reaktor als "unberechenbar" bezeichnet. Gemäss Händlern dürfte sich der Handel in engen Bahnen bewegen, solange keine grösseren Änderungen in der Nachrichtenlage geschehen. Am Nachmittag könnten Makrodaten aus den USA für etwaige Impulse sorgen.
Um 09.30 Uhr gewinnt der SMI 0,04% auf 6'361,26 und der breite Gesamtmarkt (SPI) 0,01% auf 5'785,55 Punkte. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) verliert 0,02% auf 1'014,60 Zähler.
Deutlich im Plus notieren Credit Suisse (+1,3%). Die Papiere der Grossbank werden von einem Interview mit dem US-Botschafter in der Schweiz gestützt. Dieser sieht keine Anzeichen für eine Beihilfe zu systematischem Steuerbetrug von Seiten der CS.
Ebenfalls im positiven Bereich notieren ZFS (+0,1%). Federn lassen indes UBS (-0,2%) und ganz deutlich Swiss Re (-1,4%). Der Versicherer hat heute eine Studie veröffentlicht, wonach die weltweiten Katastrophen die Versicherer 43 Mrd USD kosten. In ersten Schätzungen, welche im November publiziert wurden, hatte man noch mit 36 Mrd USD gerechnet.
Angeführt wird die SLI/SMI-Liste ohne spezifische Nachrichten von Nobel Biocare (+2,0%); die Papiere von Konkurrent Straumann (+0,1%) können nicht mithalten. Auch die Papiere des Personalvermittlers Adecco (+0,9%) stehen höher.
Ebenfalls im Plus notieren Lonza (+0,3%), Clariant (+0,4%) und Givaudan (+0,4%). Lonza kündigte heute an, Investitionen von 16 Mio GBP in die Erweiterung eine Biopharma-Anlage in Slough zu tätigen.
Bei Swatch (unverändert) hat Exane BNP das Kursziel auf 402 CHF von bisher 394 CHF angehoben und das Rating Underperform bestätigt. Sie würden zwar die langfristige Wachstumsstärke des Konzerns anerkennen, doch entgegen der Konsensmeinung erscheine ihnen das Potenzial für weitere Margenverbesserungen limitiert, schreiben die Experten. In ihren Augen besitze Richemont (unverändert) mehr Aufwärtspotential.
Ebenfalls im Plus notieren die schwergewichtigen Nestlé (+0,3%), was dem SMI leicht Auftrieb gibt.
Bei den Erdölservice-Anbietern Transocean (unverändert%) und Weatherford (-0,4%) ist das Bild uneinheitlich. Bei Transocean bekräftigte CEO Ricardo Rosa, den älteren Teil der Bohrflotte abstossen und damit auf die gesteigerte Nachfrage der Kunden auf hochspezialisierte Bohrschiffe reagieren zu wollen. Bei Weatherford erklärte CEO Bernard Duroc-Danner an einer Investorenkonferenz, dass in Nordamerika mit einer Rückkehr zu einer Marge von 30% gerechnet werde.
Tiefer notieren die Papiere von Roche (-0,2%), ABB (-0,5%) und Swisscom (-0,1%).
Kühne+Nagel (-1,2%) geben deutlich ab, nachdem Goldman Sachs das Kursziel auf 133 CHF von bisher 144 CHF gesenkt hat. Es mache den Anschein, dass das Unternehmen kurzfristig das Volumenwachstum der Profitabilitätsverbesserung mithilfe einer aggressiven Expansionsstrategie vorziehe, heisst es in einem Kommentar.
Im breiten Markt hat Zehnder (-0,9%) Zahlen präsentiert, welche etwas unter den Erwartungen ausgefallen sind. Nichts desto trotz konnte das Unternehmen den Gewinn 2010 um knapp 15% steigern. Deutlich höher stehen Perfect Holding (+4,6%) und Private Equity (+3,6%), wo der als Heuschrecke verschriene US-Investor Guy Wyser-Pratte eine Beteiligung von über 5% vermeldete. Verluste zeigen Crealogix (-3,2%) und Allreal (-3,0%).
dl/ra

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