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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat die Sitzung vom Donnerstag mit etwas tieferen Kursen gestartet. Allerdings ist der grösste Teil der Verluste auf den Dividendenabgang bei Roche zurückzuführen; ohne diesen Effekt bewegt der Markt sich nur knapp im negativen Bereich. Nach Einschätzung von Händlern belasten schwache Vorgaben der internationalen Leitbörsen in New York und Tokio nach einem enttäuschenden Konjunkturbericht der US-Notenbank ("Beige Book") die Märkte etwas.
Insgesamt sprechen die Marktteilnehmer aber von einer deutlich verbesserten Stimmung. So seien die Sorgen um die Zahlungsunfähigkeit von Griechenland etwas in den Hintergrund gerückt, was sich positiv auf den Euro ausgewirkt habe. In den kommenden Tagen dürften Makro-Daten, allen voran der US-Arbeitsmarktbericht für Februar am (morgigen) Freitag darüber entscheiden, ob der zuletzt positive Trend anhält. Im Handelsverlauf am Donnerstag könnten ausserdem noch die Zinsentscheidungen der britischen bzw. der Europäischen Zentralbank für Gesprächsstoff sorgen.
Das Blue-Chips-Barometer SMI steht um 09.30 Uhr 0,59% tiefer auf dem Stand von 6'772,87 Punkten, der 30 Titel umfassende, gekapppte Swiss Leader Index (SLI) büsst derweil 0,49% auf 1'029,98 Zähler ein. Der breite Swiss Performance Index (SPI), bei welchem die Dividenden nicht herausgerechnet werden, verliert lediglich 0,10% auf 5'885,97.
Ein grosser Teil der Verluste im SMI geht auf den Dividendenabgang von 6,00 CHF bei Roche (-3,0%) zurück. Die Genusscheine des Basler Pharmagiganten verlieren allerdings lediglich 5,50 CHF, so dass die Titel ohne den Dividendeneffekt also rund 50 Rappen bzw. 0,3% höher notieren. Die Nachricht, dass das britische Gesundheitsinstitut NICE sich dafür ausgesprochen hat, das Mittel "MabThera" in einer weiteren Indikation in die Liste der erstattungsfähigen Medikamente aufzunehmen, dürfte allerdings - da zu unwichtig - kaum der Grund für den Anstieg sein.
Marktteilnehmer sprechen eher davon, dass die defensiven Titel heute etwas im Vordergrund stehen. So gehören auch die Schwergewichte Nestlé (+0,3%) und Novartis (+0,1%) zu den Gewinnern. Nestlé hatten am Vortag 1,8% verloren, was Beobachter insbesondere auf wieder entflammte Spekulationen um eine vollständige Übernahme des französischen Kosmetikherstellers L'Oréal durch Nestlé zurückgeführt hatten. Die Familie Bettencourt hat indes Verkaufsabsichten dementiert. Leicht positiv für das Sentiment dürfte sich heute eine Kurszielerhöhung durch Unicredito auswirken.
Die Bewegungen halten sich aber insgesamt in Grenzen. An der Tabellenspitze unter den Blue Chips stehen zum Berichtszeitpunkt Nobel Biocare (+1,3%), Geberit (+0,5%) und Sonova (+0,4%).
Die schwächsten Werte sind Actelion (-1,1%). Der Titel leidet weiter unter den schlechten Produktnachrichten, die Anfang Woche zu einem Kurssturz von phasenweise fast 20% geführt hatten. Nach einer Erholungsphase am Dienstag und am Mittwochmorgen gerieten die Titel im gestrigen Tagesverlauf allmählich wieder unter Druck. Relativ schwach notieren - ohne fundamentale News dazu - auch noch ABB (-0,9%), Syngenta (-0,8%) oder Clariant (-0,7%). Bei Adecco (-0,6%) kommt es im Anschluss an die grossen Vortagesgewinne (nach Zahlen) somit zu ersten Gewinnmitnahmen.
Gegen Lonza (-0,2%) hat die Schweizer Börse eine Busse von 100'000 CHF wegen Verletzungen der Vorschriften betreffend Management-Tranksaktionen, Ad hoc-Publizität und Regelmeldepflichten ausgesprochen.
Swisscom (-0,3%) leiden weiter unter der Fastweb-Affäre. CEO Schloter sieht die italienische Tochtergesellschaft allerdings weiter eher als Opfer denn als Täterin. Man sei immer noch der Meinung, dass man vom Staat früher bezahlte Mehrwertsteuern zurückerstattet erhalten sollte, erklärte er der "NZZ". Er räumte aber ein, dass es bei Fastweb zwei Mitarbeiter gegeben habe, die nachweislich von den Vorgängen wussten und auch Schmiergelder bekamen. Eine zentrale Frage sei jedoch, ob das Management die Vorgänge kannte oder hätte kennen müssen.
Im breiten Markt stossen u.a. die Resultate von Acino (-0,3%), Tecan (+1,2%), Inficon (+2,0%), Goldbach Media (+5,8%) sowie der beiden Kantonalbanken Basel Stadt (+0,2%) und Wallis (+0,2%) auf Interesse.
uh/cf

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