Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Zürich (awp) - Die Schweizer Börse hat die neue Woche mit leichten Verlusten begonnen. Händler sprechen nach dem deutlichen Plus von letzter Woche (SMI +1,4%) bzw. vom vergangenen Freitag (SMI +1,3%) von leichten Gewinnmitnahmen in einigen Titeln. Allerdings ist das Minus im Hauptindex SMI allein auf den Dividendenabgang bei ZFS zurückzuführen, die restlichen Titel zusammen liegen knapp im Plus. Von den 30 wichtigsten Titeln (SMI/SLI) notieren zur Berichtszeit 17 im Minus und 13 im Plus.
Das Geschehen sei aufgrund der dünnen Nachrichtenlage relativ ruhig, heisst es im Markt. Dies dürfte sich auch im Verlaufe der Woche nicht allzu gross ändern. Die Q1-Saison startet erst am Freitag mit den Umsatzzahlen von Givaudan. Die ZKB erwartet auf Sicht der nächsten ein bis zwei Wochen zunächst eine holprige Seitwärts-Entwicklung mit temporären Rückschlägen, mittelfristig, d.h. für die kommenden zwei bis vier Monate gibt sie sich hingegen weiterhin vorsichtig optimistisch gestimmt.
Der Swiss Market Index (SMI) steht um 09.30 Uhr 0,27% tiefer bei 6'422,52 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) büsst derweil 0,35% auf 1'028,37 Zähler ein. Der breite Swiss Performance Index (SPI), bei dem die Dividenden nicht herausgerechnet werden, gewinnt 0,01% auf 5'865,70 Zähler.
Deutlich im Minus stehen die Aktien des Versicherers ZFS (-6,6% bzw. 17,30 CHF). Allerdings werden die Papiere ex-Dividende von 17 CHF gehandelt, so dass sich praktisch der ganze Abschlag damit erklärt. Zu den grössten Verlierern gehören auch die Titel des Personalvermittlers Adecco (-1,3%), allerdings hatte das Papier am Freitag nach guten US-Arbeitsmarktzahlen 2,9% zugelegt.
Weiter im negativen Fokus stehen auch Logitech (-1,8%). Die Aktien des Mäuse-Herstellers hatten am Freitag nach einer Gewinnwarnung knapp 16% auf 13,95 CHF verloren. Nun kommt es zu (weiteren) Kurszielsenkungen, etwa durch Morgan Stanley (auf 12,60 CHF) oder Citigroup (auf 12,00 CHF). Die Logitech-Aktie dürfte kurzfristig weiterhin unter Druck bleiben, erneute Brokeranpassungen scheinen möglich. Ausserdem habe Logitech mit der Gewinnwarnung das Vertrauen der Investoren stark strapaziert, heisst es in einem Kommentar.
Noch immer im Zentrum des Interesses sind auch Sonova (+2,9%). Nach den Vorwürfen um Insiderdelikte letzte Woche und dem Rücktritt von CEO, CFO und VR-Präsident sei auch in nächster Zeit mit einer volatilen Entwicklung zu rechnen, heisst es. Bereits am Freitag hatte das Papier des Hörgeräte-Herstellers 2,6% zugelegt, heute profitiere das Papier ausserdem von einer Empfehlung von Kepler.
Bei den defensiven Werten zeigen sich vor allem Nestlé (+0,6%) stark, während Roche (-0,1%) und Novartis (+0,2%) nicht ganz mithalten können. Novartis-Konzernchef Joe Jimenez sagte bezüglich Druck auf die Medikamentenpreise in einem Interview am Wochenende: "Wir müssen uns anpassen, sonst enden wir im Haufen der Verlierer. Im Moment haben wir alle Chancen, zu den Gewinnern zu gehören." Die Grossbankentitel CS und UBS verlieren je rund ein halbes Prozent.
Das Ölbohrunternehmen Transocean (+0,2%) rühmte sich am Wochenende für seine Sicherheit. Man habe beim Sicherheitsniveau das beste Jahr der Firmengeschichte verzeichnet, heisst es im Geschäftsbericht 2010. "Dies ist ein Ergebnis unserer Bemühungen, überall und jederzeit Zwischenfälle zu vermeiden." Die Zahl der tatsächlichen und möglichen Zwischenfälle auf den Ölplattformen des Unternehmens sei trotz der Gross-Katastrophe letztes Jahr im Golf von Mexico so niedrig gewesen wie noch nie. Laut Medienberichten darf BP ausserdem dort ab Juli wieder nach Öl bohren.
Im breiten Markt werden u.a. AFG (+0,4%) beachtet. Edgar Oehler tritt nun auch als Verwaltungsratspräsident und Delegierter des Verwaltungsrates an der GV vom 29. April zurück, wie er am Freitag nach Börsenschluss bekannt gab. Die Machtabgabe könnte als weiterer Befreiungsschlag wirken und dürfte bei der Aktie für Support sorgen, heisst es im Kommentar einer Privatbank dazu.
Bei Feintool (unv.) ist das provisorische Endergebnis der Übernahmeofferte durch die Beteiligungsgesellschaft Artemis bekannt geworden. Der Industrielle Pieper, dem das Vehikel gehört, hält nun über 81% am Lysser Industrieunternehmen und hat damit das alleinige Sagen dort.
uh/rt

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.










???source_awp???