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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Dienstag mit einer klar schwächeren Tendenz aufgenommen. Als Belastung nennen Händler vor allem die Vorgaben aus Übersee: Die Wall Street hat am Montag im späteren Handel ins Minus gedreht und auch der Future auf den US-Leitindex Dow Jones notiert deutlich tiefer als noch zum europäischen Börsenschluss am Vortag. In Tokio schloss der Nikkei ebenfalls deutlich schwächer. Die Märkte seien aufgrund der Furcht vor einem Double Dip angeschlagen, erklärten Beobachter die getrübte Stimmung.
Die Nachrichtenlagen bei den Blue-Chips ist weiter dünn, einzig zu Roche liegen Neuigkeiten vor. Der Fokus der Anleger richtet sich daher vermehrt auf den breiten Markt, wo diverse Unternehmen mit Zahlen aufgewertet haben. Im weiteren Verlauf dürften dann besonders auf die ausstehenden US-Hausverkäufe als Vorlauf für die Neubauverkäufe am Mittwoch geachtet werden, heisst es am Markt.
Um 09.30 sinkt das Blue-Chips-Barometer SMI um 0,92% auf den Stand von 6'152,43 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verliert 1,07% auf 936,07 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,76% auf 5'453,04 Punkte.
Roche (-0,6%) verzeichnen wie die anderen beiden defensiven Indexschwergewichte Novartis (-0,3%) und Nestlé (-0,7%) unterdurchschnittliche Abgaben. Roche hat mit ihrem Blockbuster Avastin in Grossbritannien einen Rückschlag erlitten. Die zuständige britische Behörde NICE hat das Medikament trotz eines neuen Preisvorschlags des Herstellers für den Einsatz bei fortgeschrittenen Darmkrebs erneut als zu teuer abgelehnt.
Am stärksten zurückgenommen werden indes zyklische und konjunktursensitive Titel wie Petroplus (-3,2%), Adecco (-2,7%), Holcim (-2,6%), Clariant (-2,2%) oder ABB (-1,6%). Für Holcim haben im Nachgang an den Semesterausweis nun auch die Analysten der Banken Clariden Leu, Goldman Sachs und Merrill Lynch ihre Kursziele nach unten angepasst. Hauptrisiken sehen die Analysten von Goldman Sachs im anhaltenden Margendruck in Indien sowie im Kostendruck.
Überdurchschnittlich werden im SMI/SLI auch die Finanzwerte verkauft. Die grössten Verluste gehen dabei zu Lasten von CS (-1,4%), Swiss Re (-1,2%), UBS (-1,2%) und ZFS (-1,1%). Julius Bär (-0,6%) werden dagegen unterdurchschnittlich zurückgenommen. Am breiten Markt haussieren die Titel der aus Abspaltung von Julius Bär hervorgegangenen GAM (+4,1%) nach der Vorlage von Halbjahreszahlen. Analysten sprechen dabei von einem deutlich über den Erwartungen ausgefallenen Reingewinn, allerdings sei die Schätzunsicherheit gross gewesen, weil das vergleichbare Vorjahresergebnis erst heute morgen bekannt gegeben wurde.
Für Synthes (-1,1%) hat die Citigroup das Kursziel leicht nach unten angepasst. Die Märkte für die Bereiche Wirbelsäule und Trauma werden sich gemäss Einschätzung der Analysten verändern, da fiskalische Anreize für Spitäler gestoppt wurden und die Kliniken deshalb auf Sparkurs einschwenkten. Nun würden sich Spitäler zusammenschliessen und damit die Einkaufskraft und somit den Preisdruck erhöht, so Analysten.
Auf der Gegenseite verzeichnen Nobel Biocare (-0,1%) neben Novartis die geringsten Verluste.
Am breiten Markt profitieren Huber+Suhner (+7,5%) am deutlichsten von den ausgewiesenen Zahlen. Analysten sprechen von einem überraschend starken Halbjahresergebnis. Auch bei Lindt & Sprüngli (PS +2,0%, N +2,5%) wird von einem "guten" Ergebnis gesprochen.
Einen Verlust nach der Zahlen schreiben dagegen Kudelski (-4,4%), Charles Vögele (-4,0%), Von Roll (-1,8%) oder, etwas moderater, Komax (-0,2%).
Ypsomed zeigen sich unverändert. Die Medizinaltechnikerin strafft die Unternehmensführung in der Schweiz und baut gleichzeitig den europäischen Vertrieb weiter aus.
ch/ra

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