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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag erneut fester geschlossen und somit den Aufwärtstrend vom Montag bestätigt. Nachdem der Handel zu Wochenbeginn vom Kursanstieg in Roche geprägt war, legten am Dienstag die Aktien der beiden Grossbanken und konjunktursensitive Titel zu. Der Leitindex SMI erhielt zudem vom Schwergewicht Nestlé kräftige Unterstützung.
Die Unternehmen seien insgesamt gut in die Berichtssaison gestartet, meinten Händler. Dies verleihe den Aktien im neuen Jahr weiteren Auftrieb, nachdem sich der Markt bereits im Dezember stark erholt hat. Es mache sich im Markt Zuversicht breit, dass der SMI aus seinem Seitwärtstrend nach oben ausbreche könne, hiess es.
Der Swiss Market Index (SMI) schloss mit einem Plus von 0,86% auf 6'634,93 Punkten und der breite Swiss Performance Index (SPI) legte 0,71% auf 5'944,79 Punkte zu. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) stieg um 0,67% auf 1'056,34 Punkte.
Der Handel wurde von den Grossbanken geprägt: UBS (+1,2%) und CS (+1,0%) starteten gut in den Tag und bauten die Avancen bis zur Halbzeit deutlich aus. Etwa die schwindende Sorge vor Zinserhöhungen hatte die Kurse europäischer Banken in die Höhe getrieben. Am Nachmittag wurde der Sektor dann aber von enttäuschenden Zahlen der US-Bank Citigroup etwas gebremst.
Julius Bär (-1,2%) sind im Anschluss daran sogar in die Verlustzone abgerutscht. Die Titel des Vermögensverwalters litten ausserdem weiter unter der Meldung vom Montag, dass Ex-Mitarbeiter Rudolf Elmer der Enthüllungsplattform Wikileaks Kundendaten zukommen liess.
Unter den Versicherungen vermochten nur ZFS (+1,1%) zu überzeugen. Swiss Life gewannen 0,5% dazu. Der Lebensversicherer hat von der Nationale Suisse (Aktie unv.) das Kollektivleben-Geschäft gekauft. Zudem schlossen die beiden Versicherungsunternehmen eine Vertriebskooperation ab. Dies sei vor allem für Nationale ein strategisch wichtiger Entscheid, meinten Analysten.
Tagessieger am Schweizer Markt waren die Papiere der Raffineriebetreiberin Petroplus, die mit plus 5,3% stark zulegen konnten. Damit verzeichnen Petroplus seit Jahresbeginn bereits einen Anstieg von knapp 19%. Transocean, die am Dienstag 2,0% dazugewannen, weisen für dieselbe Periode sogar eine positive Performance von fast 22% aus.
Auch Logitech (+2,1%) waren am Dienstag weit vorne im Kurstableau der Blue Chips zu finden. In einer Sektorstudie zum Technologiewerten hat Goldman Sachs die Aktien auf "Neutral" von bisher "Sell" hochgestuft. In der Studie äusserten sich die Analysten auch noch zu Austriamicrosystems (+0,7%), Kudelski (+1,2%), Micronas (-2,6%) oder u-blox (-2,8%), deren Papiere sich an der Börse uneinheitlich entwickelten.
Bei den Index-Schwergewichten stützten Nestlé mit +1,5% den Gesamtmarkt. Novartis (+0,5%) und Roche (+0,2%) lagen im Mittelfeld.
Kurseinbussen mussten etwa Kühne + Nagel (-1,5%) nach einer Abstufung durch Morgan Stanley hinnehmen. Im Luxusgütersegment, das insbesondere im vergangenen Jahr zulegen konnte, wurden in Richemont (-0,8%) und Swatch Group (-0,6%) wie bereits am Vortag Gewinne mitgenommen.
Am breiten Markt haben einige Unternehmen über den Geschäftsverlauf im Jahr 2010 berichtet. An der Börse legten danach die Papiere von Komax (+5,7%) am stärksten zu. Der Innerschweizer Maschinenbauer verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr eine kräftige Erholung sowohl beim Umsatz als auch beim Auftragseingang und übertraf damit die Markterwartungen.
Die Partizipationsscheine von Lindt & Sprüngli verteuerten sich um 2,9%. Der Schokoladenproduzent hat im Jahr 2010 den Umsatz um über 2% gesteigert und damit die Analystenvorgaben übertroffen. Dagegen gingen Schulthess nach Angaben zum Umsatz kaum verändert aus dem Handel, während Goldbach am Tag der Umsatzpublikation gar um 1,1% nachgaben.
Kardex büssten 6,1% ein. Das Unternehmen reorganisiert in Deutschland die Werke der Division Kardex Remstar. Dies ist mit einem Stellenabbau von 50 bis 60 Stellen und Kosten von 0,8 Mio EUR verbunden.
Dagegen bauten Sulzer die Avancen des Vortages aus und schlossen am Dienstag mit 1,7% im Plus. Der Handel mit Sulzer-Papieren wird derzeit von Übernahme-Spekulationen begleitet. Dabei ist auch die Zerschlagung des Konzerns in Einzelteile ein Thema.
mk/ra

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