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Zürich (awp) - Angetrieben von positiv ausgefallenen Konjunkturdaten aus den USA hat der Schweizer Aktienmarkt zur Wochenmitte mit deutlichen Aufschlägen geschlossen. Der hiesige Börsenplatz baute seine Gewinne am Nachmittag dank eines wesentlich besseren ISM-Index noch einmal kräftig aus. Der Index gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA.
Die Wachstumssorgen in den USA würden dadurch gemildert, hiess es im Handel. Auch der unerwartete Anstieg der Beschäftigungskomponente wurde positiv gewertet. Dies stehe im Widerspruch zu dem zuvor veröffentlichten enttäuschendem ADP-Report. Das Geschehen war Marktteilnehmern zufolge stark von Shorteindeckungen geprägt, also dem Eindecken von Leerverkaufspositionen.
Der Schweizer Leitindex SMI gewann am Mittwoch 2,45% auf 6'332,43 Punkte und schloss damit nur sehr knapp unter Tageshoch. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) stieg um 2,72% auf 961,47 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 2,27% auf 5'589,16 Zähler.
Besonders gefragt waren zyklische Aktien, die in der Regel besonders deutlich auf Konjunkturnachrichten reagieren. So gewannen SGS um 5,7%, Adecco um 5,1%, Clariant um 4,6%, Richemont um 4,5%, Petroplus um 3,8.% und Transocean um 3,6%. Holcim (+3,2%) profitierten von einer Rating-Erhöhung auf "Outperform" durch Cheuvreux und von guten Zahlen des französischen Baukonzerns Vinci.
ABB stiegen um 3,3%. Die Analysten von Merrill Lynch haben den Titel wieder auf ihre einflussreiche Empfehlungsliste aufgenommen. Als Grund nannten die Broker die von China geplanten Stromnetzinvestitionen für die kommenden Jahre. ABB sollte durch die Marktführerposition in diesem Bereich einer der Hauptprofiteure sein.
Die Finanzwerte sahen ZFS (+3,6%) an der Spitze. Die Titel wurden von der Aufnahme in den Stoxx 50 per 20. September 2010 gestützt. Aus dem Sektor sicherten sich auch Julius Bär (+4,2%), UBS (+3,8%) oder Swiss Re (+3,4%) überdurchschnittliche Gewinne.
Die defensiven Indexschwergewichte Nestlé (+2,2%), Novartis (+1,3%) und Roche (+1,5%) waren wie stets an Tagen mit höherer Risikobereitschaft der Anleger eher weniger als der Rest gefragt.
Auch Swisscom (+0,4%) hinkten dem Gesamtmarkt deutlich hinterher. Als Hintergrund nannten Händler die bei hohen Volumen stark steigenden Aktien der italienischen Tochter Fastweb. Dies schüre Spekulationen, wonach das Mutterhaus den Publikumsaktionären von Fastweb ein Übernahmeangebot unterbreiten könnte.
Am breiten Markt stiegen Tamedia um 0,6% nach positiv gewerteten Halbjahreszahlen. Beobachter sprachen von einem "starken" Halbjahresergebnis und "beachtlichen" Gewinnsprung.
Georg Fischer (+3,0%) erhielten von optimistischen Aussagen des Managements Rückenwind. CEO Yves Serra sieht derzeit keine Anzeichen einer von den Börsen befürchteten Schwäche für den Konzern. "Die Aufträge stimmen in allen unseren Sparten. In den Absatzmärkten sehen wir nicht diese Nervosität, die an der Börse zu beobachten ist", sagte der CEO in einem Zeitungsinterview.
Die positiven Konjunkturdaten aus den USA liessen auch im breiten Markt Titel wie Sulzer (+3,9%), Meyer Burger (+3,8%), Tornos (+3,1%), Rieter (+3,0%) oder Bucher Industries (+2,9%) deutlich steigen.
Straumann avancierten um 2,3%. Die Dentalimplantate-Technikerin hat ein neues Zahnprothetik-System lanciert und bündelt die gesamte Palette an digitalen Lösungen unter einer Dachmarke. Das neue Produktangebot stärke Straumanns Präsenz im Markt, äusserten sich Analysten wohlwollend.
ra/rt

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