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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag erstmals nach sechs Tagen mit fallenden Kursen wieder zugelegt. Nach einem freundlichen Start fiel der SMI allerdings vorübergehend ins Minus - auf ein neues Jahrestief nur minim über 6'000 Punkten - ehe am Nachmittag die Erholungstendenz einsetzte. Keine grossen Wellen geworfen haben der mehr oder weniger wie erwartet ausgefallenen Entscheid der SNB, die Zinsen unverändert zu lassen, sowie Konjunkturdaten aus den USA.
Das Thema Japan dominierte weiterhin das Börsengeschehen. In Marktkreisen wurde indes auch darauf verwiesen, dass der Kursrutsch der vergangenen Tagen von vielen Investoren als übertrieben angesehen werde, da sich die Folgen der Katastrophe in Japan für die Weltwirtschaft in Grenzen halten dürften. Die Korrektur kam also nicht überraschend, auch wenn weiterhin mit einer erhöhten Volatilität zu rechnen ist. Nicht zuletzt auch wegen der anhaltenden politischen Unruhen im arabischen Raum.
Der SMI gewann schliesslich 0,86% auf 6'073,42 Punkte. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) legte ebenfalls 0,86% auf 968,66 Punkte zu und der breite Gesamtmarkt (SPI) 0,86% auf 5'513,89 Punkte.
Von der Erholung profitierten die in den vergangenen Tagen stark in Mitleidenschaft gezogenen Versicherungen am meisten. Swiss Re (+2,4%) und Swiss Life (je +2,4%) bildeten das Spitzenduo, ZFS (+1,9%) und Bâloise (+1,8%) folgten mit nur geringem Abstand.
Auch ABB (+2,0%) rückten deutlich vor. Hier seien die am Vortag teilweise beobachteten Deckungskäufe zunehmend durch nachhaltigere Anlagenkäufe abgelöst worden, hiess es in Marktkreisen. Offenbar habe es Kaufinteresse von institutionellen Investoren in verschiedenen europäischen Investitionsgüter-Aktien gegeben. Geholfen habe weiter auch ein Kommentar eines Brokers diese Woche, welcher den Umsatzanteil von ABB im Bereich erneuerbare Energien auf rund 45% bezifferte. Ausserdem habe sich CEO Joe Hogan an einer Road-Show einer grösseren Bank beruhigend geäussert. ABB hatten sich innert der letzen vier Wochen um über 13% verbilligt.
Zu den überdurchschnittlich gesuchten Aktien gehörten weiter Richemont (+2,0%) und Swatch (+1,7%) oder Kühne+Nagel (+2,0%), Petroplus und Adecco (je +1,9%).
Von den Schwergewichten zogen Nestlé (+1,2%) klar an, Novartis (+0,6%) etwas bescheidener und Roche (+0,2%) nur leicht.
Im breiten Mittelfeld gingen Sonova (+1,0%) aus dem Handel. Die am Vortag massiv eingebrochenen Aktien holten damit nur einen kleinen Teil der Vortagesverluste (über 22%) wieder auf. Sonova waren am Vortag mit einer Gewinnwarnung in den freien Fall geraten. Als Reaktion darauf haben Banken wie Vontobel, JP Morgan, Cheuvreux, Jefferies oder UBS das Kursziel für Sonova gesenkt. Die Credit Suisse, die Deutsche Bank oder die ZKB haben ihre Ratingeinschätzungen zurückgenommen.
Mit Abstand schwächster Wert waren SGS (-2,8% oder -43 CHF). Diese wurden allerdings Ex-Dividende von 65 CHF gehandelt, ansonsten hätte das Papier ebenfalls höher geschlossen.
Mit Abgaben präsentierten sich zum Schluss noch Julius Bär (-1,3%), Actelion (-0,8%), Nobel Biocare (-0,7%) und Synthes (-0,1%).
Im breiten Markt fielen nach Jahreszahlen Coltene mit einem Minus von 6,3% auf. Auch BKW (-1,3%) gingen zurück, wobei hier weniger die heute vorgelegten detaillierten Zahlen zum Geschäftsjahr 2010 interessierten, sondern vielmehr was mit dem AKW Mühleberg geschehen soll.
Im Anschluss an die Publikation des Jahresergebnisses gaben auch BEBK (-0,4%), Gategroup (-0,8%), Infranor (-1,9%) und etwas deutlicher Evolva (-4,7%) nach. u-Blox (+3,8%) und SPS (+1,0%) wurden dagegen von den Ergebnissen beflügelt.
cf/rt

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