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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch nach einem volatilen Handelsverlauf auf Tagestief, jedoch insgesamt etwas fester geschlossen. Nach Darstellung von Marktbeobachtern war eine Gegenbewegung nach vier Tagen mit Kursverlusten Ursache für den höheren Schlussstand. Über weite Strecken des Handels bewegte sich der Standartwerte-Index auf leicht erhöhtem Niveau seitwärts. Zusätzliche Unterstützung boten dann am Nachmittag die besser als erwartet ausgefallenen Zahlen der US-Bank Morgan Stanley, welche den Markt zeitweise auf Tageshoch führten.
Kurz nach der Eröffnung der US-Börsen sank der Schweizer Aktienmarkt jedoch innerhalb kurzer Zeit vom Tageshoch deutlich ab. Händler machten eine technische Gegenreaktion dafür verantwortlich. Der S&P-500 hatte nämlich hoch mit Gap - also mit Kurslücke zwischen Schlusskurs des Vortags und dem Eröffnungskurs den Handel aufgenommen - und dieses sofort wieder geschlossen. In Folge der bis Handelsende in Europa ohne klaren Trend notierenden US-Aktienindizes rutschte der hiesige Markt weiter ab.
Der SMI stieg bis Handelsende um 0,15% auf 6'132,66 Punkte (Tageshoch: 6'174,58) und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,24% auf 5'426,68 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) legte wegen der Kappung der Schwergewichte mit 0,52% auf 937,84 Punkte mehr zu.
Mit einem Kurssprung von 6,3% reagierten die Anleger auf die Quartalszahlen des Vermögensverwalters Julius Bär. Das Institut hat die Erwartungen der Analysten zum Teil deutlich übertroffen und zeigt sich weiterhin zuversichtlich. Die Bären konnten die akquisitionsbedingt höheren Kosten durch gesteigerte Erträge kompensieren und der hohe Nettoneugeldzufluss wird von Analysten als erfreulich bezeichnet.
Im Vorfeld der Ergebnispublikation wurden Credit Suisse (+2,4%) nach oben getragen und UBS legten um 1,5% zu. Neben den starken Zahlen von Julius Bär hätten auch die ersten Gerüchte um den Ausgang der Bankenstresstests in Europa das Sentiment gestützt, hiess es. Zusätzlichen Kurschub lieferten Morgan Stanley. Die Bank konnte einen Gewinn aus fortgeführtem Geschäft je Aktie von 0,80 USD ausweisen und erzielten Einnahmen von 7,95 Mrd USD. Analysten hatten im Schnitt beim Gewinn nur mit rund der Hälfte gerechnet.
Transocean verloren um 2,5% und zeigten sich volatil, nachdem BP weitere kleine Erfolge bei der Versiegelung des Bohrlochs im Golf von Mexiko melden konnte. Petroplus verloren 0,4%, eine Nennwertrückzahlung von 10 Rappen herausgerechnet.
Deutliche Avancen gab es zudem bei ABB (+2,9), Richemont (+2,6%), Swatch (+2,3%) und Adecco (+3,4%), die von den Zahlen der Konkurrenz profitierten. Der US-Mitbewerber Manpower legte einen deutlich besser als erwarteten Quartalsausweis vor.
Die Roche-Genussscheine wurden dagegen um deutliche 4,2% zurückgenommen, nachdem ein Ausschuss der FDA der US-Arzneimittelbehörde nahegelegt hat, dem Medikament Avastin die vorläufige Marktzulassung zur Behandlung von Brustkrebspatientinnen im fortgeschrittenen Stadium wieder zu entziehen. Das Präparat bringe keine Vorteile, so das Verdikt. Die FDA selbst entscheidet am 17. September.
Seit sich der negative Entscheid bereits am vergangenen Freitag abgezeichnete, hat der Bon rund 9% eingebüsst. Dies decke sich ziemlich genau mit dem Anteil am Gewinn je Titel, der von Analysten der Avastin-Indikation Brustkrebs in ihren Einschätzungen attestiert wird, merkten Händler an.
Novartis verloren 1,0%, während auch andere defensive Titel wie Actelion (-1,1%) und Synthes (-2,4%) dem Markt hinterherhinkten.
Im breiten Markt konnte der Spezialsägerhersteller Meyer Burger (Aktie +2,9%) einen neuen Auftrag über 60 Mio CHF aus Korea vermelden. Das prall gefüllte Auftragsbuch wird damit noch etwas dicker.
Mit Käufen reagierten die Investoren auf ein Zeitungsinterview mit dem VR-Präsidenten von Precious Woods (+4,2%). Der Turnaround der auf die schonende Bewirtschaftung von Tropenwäldern spezialisierten Gesellschaft sei auf guten Weg, hiess es hier.
ps/mk

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