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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag etwas leichter geschlossen. Positive Vorgaben aus Übersee hatten zum Auftakt zunächst zu einer freundlichen Tendenz geführt. Im weiteren Verlauf bröckelten die Gewinne jedoch ab und der Standartwerte-Index bewegte sich weitgehend seitwärts. Negative US-Börsen infolge von Gewinnmitnahmen liessen den Schweizer Markt allerdings in der letzten Handelsstunde ins Minus rutschen.
Das Geschäft sei insgesamt ruhig verlaufen, urteilte ein Händler. Weitere Marktakteure werteten die Stimmung an der Börse als generell zuversichtlich für die kommenden Wochen.
Der Leitindex SMI schloss 0,34% tiefer auf dem Stand von 6'338,89 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) sank derweil um 0,31% auf 973,12 Stellen und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,26% auf 5'618,41 Zähler.
Bei den Einzelwerten ragten Actelion (-8,0%) heraus. Der Pharmakonzern erlitt mit dem Produktkandidaten Clazosentan in einer Phase-III-Studie einen Rückschlag. Damit sei im besten Fall eine deutliche Verzögerung verbunden, meinten Analysten. Andere Experten rechnen damit, dass Clazosentan nicht mehr weiter entwickelt wird. Zuletzt musste das Allschwiler Unternehmen bereits mit dem Schlafmittel Almorexant einen Misserfolg hinnehmen.
Die ebenfalls grosskapitalisierten Roche gaben 2,0% nach, was auf den negativen Newsflow der jüngsten Zeit zurückgeführt wird. Novartis legten dagegen 0,2% zu. Händler sprachen von Umschichtungen.
UBS (-0,5%) und CS (-1,1%) belasteten ebenso den Index, was auch mit den Erwartungen des Marktes zum Geschäftsverlauf im dritten Quartal erklärt wurde. Die Grossbanken könnten einem Medienbericht zufolge zudem künftig zu einer Kernkapitalquote von 12% verpflichtet werden. Das wären 2,5 bis 5 Prozentpunkte mehr, als ihre ausländischen Konkurrenten nach den Basel III-Regeln vorhalten müssen.
Auf der Gewinnerseite weit oben standen hingegen Transocean (+4,2%) und Petroplus (+3,9%). Bei der Raffineriebetreiberin reagierten die Anleger mit Erleichterung auf die geänderte Akquisitionspolitik. Die Raffineriebetreiberin richtet den Blick stärker auf Europa und veräussert die Beteiligung an der Investment-Zweckgesellschaft PBF für 91 Mio USD, mit welcher sie Zukäufe in den USA tätigen wollte.
Analysten werteten dies als strategisch sinnvoll. Allerdings unterstreiche die Nachricht auch den anhaltenden Bedarf von Petroplus nach Kapital, so die Bank Vontobel. Die Kreditvereinbarungen dürfte das Unternehmen einhalten, heisst es weiter. Die ZKB wertet als positiv, dass die Gesellschaft nun keine Kapitalerhöhung mehr zur Unterstützung der künftigen Expansion von PBF durchführen muss.
Sonova (+2,6%) zählten ebenfalls zu den grössten Gewinnern. Der Konzern sieht sich zwar mit dem schwierigen Währungsumfeld konfrontiert. Das unterliegende operative Geschäft laufe aber unverändert gut, sagte CEO Valentin Chapero in einem Interview in der Finanzpresse.
Nobel Biocare (+1,3%) waren ebenfalls gefragt, die Aufschläge bei Logitech (+0,6%) wurden mit Deckungskäufen erklärt.
News zu Nestlé (+0,2%) wurden als kursneutral eingeschätzt. Der Konzern setzt auf das Geschäft mit medizinischer Nahrung und gründet dazu eine Tochtergesellschaft sowie ein Institut im Umfeld der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne. Das Unternehmen will in den nächsten zehn Jahren hunderte Millionen Franken investieren.
Bei den Nebenwerten traf der Backwarenkonzern Aryzta mit dem Geschäftszahlen 2009/10 die Erwartungen des Marktes auf Gewinnstufe genau getroffen, beim Umsatz jedoch leicht verfehlt. Die Aktie verlor 1,2%.
Nach Halbjahreszahlen am Freitagabend sprangen Mindset um 16,4% nach oben. Temenos (+0,7%) wurden von Barclays mit "Overweight" neu abgedeckt.
ps/mk

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