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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat zum Wochenauftakt etwas leichter geschlossen. Dabei fanden die Dividendenpapiere nach den starken Verlusten in der letzten Woche nie eine klare Richtung. Börsianer erklärten die Nervosität mit der weiter schwelenden Schuldenkrise Griechenlands.
Das Hauptaugenmerk der Investoren liegt laut Händlern auf der Abstimmung im griechischen Parlament über das Sparpaket der Regierung von Ministerpräsident Georgios Papandreou. Am Dienstag und Mittwoch soll das Gremium über das Programm beraten, bis Ende des Monats - also bis spätestens Donnerstag - muss Papandreou das Ganze durchs Parlament bringen. Sollte dies gelingen, dürfte nach Einschätzung von Börsianern eine starke Erholung ausgelöst werden.
Der Swiss Market Index (SMI) schloss am Montag 0,12% tiefer auf 5'990,82 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verlor 0,32% auf 926,16 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,24% auf 5'501,55 Zähler.
Unternehmensseitig gab es im Blue-Chips-Sektor kaum etwas zu vermelden, und auch im Wochenverlauf sind nur wenige Neuigkeiten von Unternehmen angesagt. Dies dürfte noch einige Zeit so sein, beginnt die Saison der Halbjahresergebnisse doch erst Mitte Juli traditionsgemäss mit den Zahlen des Warenprüfers SGS.
Die Finanztitel standen aufgrund der Unsicherheiten um Griechenland auch in der neuen Woche unter Druck. Insbesondere die Papiere der Versicherer Bâloise (-1,4%) und Swiss Life (-1,0%) fielen zurück. Etwas besser erging es Swiss Re und ZFS (jeweils +0,1%). Bei den Grossbanken verloren UBS und Credit Suisse je 0,4%. Die dritte Bank bei den Blue Chips, nämlich die Privatbanken-Gruppe Julius Bär, gehörte mit +0,2% zu den wenigen Gewinnern.
Als grösste Verlierer gingen Clariant (-2,6%) aus dem Tag. Die Titel des Chemiekonzerns litten unter einer negativen Nachricht von des Mitbewerbers Akzo Nobel. Der niederländische Konzern hatte wegen höherer Rohstoffkosten seine Ergebnis-Prognosen gesenkt.
Grössere Verluste gab es ausserdem für Transocean (-2,0%), Logitech (-1,4%) oder Sonova (-2,5%). Beim Hörgeräte-Hersteller drohen nun auch (ausländische) institutionelle Anleger mit einer Klage. Wegen der undurchsichtigen Affäre um Aktienverkäufe des Top-Managements mussten sie grössere Kursverluste hinnehmen.
In Syngenta (-0,9%) hat der Verkaufsdruck aus der Vorwoche etwas nachgelassen. Als Grund für die jüngsten Abgaben nannten Händler Gesetzesänderungen in Brasilien. Diese sehen die vereinfachte Markteinführung von günstigeren Nachahmerprodukten für Pflanzenschutzmittel vor. Syngenta ist im Pflanzenschutzbereich Marktführer in dem wichtigen brasilianischen Markt.
Die schwergewichtete Nestlé-Aktien gingen unverändert aus dem Tag, während bei den Pharmawerten Roche mit plus 0,7% dem Markt eine Stütze waren. Novartis wurden hingegen um 0,4% zurückgenommen.
Die grössten Gewinne gingen auf das Konto des Zahnimplantate-Herstellers Nobel Biocare (+2,5%). Diese profitierten von einer Empfehlung einer US-Bank, die meinte, der Markt für Dentalimplantate erhole sich und der längerfristige Ausblick für die Industrie sei intakt.
Im breiten Markt standen EFG im Fokus. Die Privatbanken-Gruppe hat ihren Konzernchef ausgewechselt und gleichzeitig den Ausblick für den Kern-Reingewinn im laufenden Geschäftsjahr gesenkt. Die Aktie hat sich etwas erholt vom anfänglichen Kursstrudel und verlor 1,3%. Ausserdem hat der Schokolade-Produzent Barry Callebaut (-0,7%) einen neuen Outsourcing-Vertrag aus Mexiko vermeldet und wird am Donnerstag über die Neunmonats-Zahlen informieren.
Meyer Burger (+2,9%) hat am Freitagabend kommuniziert, dass man sich bereits mehr als 75% der Aktien von Roth & Rau gesichert hat. Die Details dazu folgen am (morgigen) Dienstag.
ra/ps

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