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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch nach der Zustimmung Griechenlands zum Sparpaket fest geschlossen. Da dies am Markt aber erwartet worden war, blieb die Euphorie aus. "Der Markt hat sein Pulver schon am Vormittag in Hoffnung auf ein positives Abstimmungsergebnis in Griechenland verschossen", kommentierte ein Marktteilnehmer. Mit der Annahme ist nun der Weg für weitere Milliardenhilfen der EU und des IWF frei.
Entsprechend wenig euphorisch zeigte sich auch die Wall Street, die zum hiesigen Börsenschluss nur moderat im Plus stand. "Nachdem die Katastrophe in der EU nun erst einmal abgewendet ist, richtet sich der Blick der Anleger wieder auf andere Krisenherde wie die hinkende Konjunktur in den USA oder die galoppierende Inflation in den Schwellenländern China und Indien", sagte ein Experte.
Der SMI ging mit einem Plus von 1,65% auf 6'101,55 Zähler aus dem Handel. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) stieg um 2,02% auf 949,55 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 1,60% auf 5'605,22 Zähler.
An der Spitze im SMI/SLI setzten sich Logitech mit plus 7,4% deutlich ab. Am Markt wird vor allem von aggressiven Deckungskäufen beim Technologietitel gesprochen, nachdem dieser in den letzten Wochen massiv unter Druck geraten war. Unter den Zyklikern legten Holcim (+3,8%) und ABB (+3,3%) kräftig zu. Syngenta gewannen nach Zahlen und einer erhöhten Gewinnprognose des US-Konzerns Monsanto 3,1%.
Komplett gedreht hat im Tagesverlauf die Stimmung bezüglich Actelion (+3,4%), die noch mit Verlusten eröffnet hatten und dann als einer der stärksten Gewinner schlossen. Das Allschwiler Pharmaunternehmen hatte am Morgen eine Rückstellung von 577 Mio USD im Hinblick auf den Rechtsstreit mit der japanischen Asahi Kasei bekanntgegeben. Analysten gehen dennoch davon aus, dass der Rechtsstreit mit einer geringeren Zahlung beigelegt werden wird.
Finanzwerte hatten zum Start von Hoffnungen auf das griechische Sparpaket profitiert, nach der Zustimmung dann aber etwas an Höhe verloren. UBS schlossen mit +1,6%, CS gewannen noch 1,4%. ZFS stiegen trotz des Rücktritts des CFO um 1,1%. Da Dieter Wemmer das Unternehmen erst zum Jahresende verlässt, werden laut Analysten die Unsicherheiten etwas abgemildert.
Nobel Biocare verbuchten nach der Hochstufung durch die UBS auf "Buy" Gewinne von 2,4%. Konkurrent Straumann, die im Gegenzug auf "Neutral" gesenkt wurden, stiegen nur um unterdurchschnittliche 0,7%.
Defensive Titel waren hingegen weniger gefragt. Nestlé übernahmen mit einem vergleichsweise mageren Plus von 0,5% die rote Laterne im SMI. Die beiden anderen Schwergewichte Roche und Novartis (je +1,7%) hielten sich im Mittelfeld. Die gewohnt volatilen Transocean (+4,6%) und Weatherford (+3,7%) legten nach gesunkenen US-Rohöllagerbeständen zu.
Im breiten Markt kletterten Meyer Burger um 3,9%. Das Solarunternehmen hat einen Auftrag vom chinesischen Solarwafer-Anbieter GCL Poly Energy Holding im Gesamtwert über 160 Mio CHF erhalten. Zudem hat sich die zypriotische KLK wieder von einem grossen Teil ihrer Beteiligung am Meyer-Burger-Übernahmeobjekt Roth & Rau getrennt. In der Hand von Meyer Burger sind diese Anteile laut einem Unternehmenssprecher aber nicht.
Unter Druck kommen derweil Aktien des Energiekonzerns BKW (-0,4%). Der Konzern nimmt das Kernkraftwerk Mühleberg bereits fünf Wochen vor Beginn der normalen jährlichen Revision vom Netz und kann den bisherigen Ausblick für 2011 nicht mehr bestätigen.
dm/ps

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