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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch sein bereits mehr als eine Woche anhaltendes Marktrally fortgesetzt und mit fester Tendenz geschlossen. Nach einem zunächst positiven Handelsauftakt waren die Kursgewinne zwar kontinuierlich abgebröckelt und der Leitindex SMI am Mittag in die Verlustzone gerutscht. Als Ursache wurden Gewinnmitnahmen genannt. In der letzten Handelsstunde legten die Titel jedoch im Sog einer positiv tendierenden Wall Street wieder kräftig zu und schafften den Sprung in die Gewinnzone.
Die mit Spannung erwarteten und etwas schwächer als prognostiziert ausgefallenen US-Einzelhandelsumsätze belasteten den Markt kaum. Marktteilnehmer hätten sich bereits im Vorfeld auf schwache Daten eingerichtet, da die Arbeitsmarktberichte zuletzt enttäuschend ausgefallen seien, so Beobachter.
Der SMI schloss 0,53% höher auf 6'332,28 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) stieg um 0,30% auf 970,19 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,44% auf 5'591,40 Punkte an.
Eine kräftige Stütze für den Markt boten die Index-Schwergewichte. Nestlé legten 0,8% zu, Roche verteuerten sich um 0,4% - das Unternehmen hat in der Diagnostiksparte von Qiagen die Co-Lizenz für den Biomarker PI3K zur Entwicklung von diagnostischer Echtzeit- und Endpunkt-PCR-Tests erhalten. Bei Novartis (+1,5%) wird an der morgigen Zahlenpublikation eine positive Überraschung erwartet, ebenso bei SGS (+2,3%).
Ansonsten gehörten bei den Blue Chips Adecco (+1,8%), Lonza (+1,8%) und Logitech (+0,7%) - von Intel gestützt - zu den Gewinnern. Kühne + Nagel stiegen um 1,0% auf 116,10 CHF, nachdem die Deutsche Bank das Kursziel auf 130 (zuvor 125) CHF angehoben und die "Kauf"-Empfehlung bekräftigt hat. Die Analysten rechnen im zweiten Quartal mit einem anhaltend starken Volumenwachstum in der See- und Luftfracht.
Syngenta schlossen 0,2% höher, wobei die Meldung, dass der Agrochemiekonzern mit Bayer Cropscience ein langfristiges Abkommen in der Baumwolltechnologie abgeschlossen hat, nicht der Grund für die vorübergehenden Abgaben gewesen sein dürfte. Die Nachricht sei sogar leicht kurspositiv, kommentierte die ZKB.
Unter den grössten Verlierern waren Richemont (-1,2%) und Givaudan (-0,8%) zu finden. Dabei handelt es sich um Aktien, die zuletzt zu den grössten Gewinnern gehört hatten. Swatch (+0,8%) konnten sich dagegen dem Abwärtstrend entziehen.
Credit Suisse (-0,6%) gerieten im Handelsverlauf unter Druck, nachdem bekannt geworden war, dass Fahnder deutschlandweit 13 Filialen und Repräsentanzen der Bank durchsuchten. Ein Händler bezeichnete die Neuigkeit zwar als negativ, sie dürfe jedoch nicht überbewertet werden. Julius Bär (-0,4%) rutschten im Tagesverlauf ins Minus, während UBS (+0,1%) den Handel im Plus beendeten.
Abwärts ging es auch bei Transocean (-0,1%). BP gab bekannt, dass es beim Absaugen des ausfliessenden Öls am defekten Bohrloch im Golf von Mexiko zu Verzögerungen kommen wird. Die Ölkatastrophe bleibe somit für den Ölbohrkonzern Transocean weiter bestimmendes Thema, hiess es am Markt.
Im breiten Markt legten Kuoni (+5,3%) kräftig zu. Die UBS hob das Rating aufgrund der tiefen Bewertung auf "Buy" an. Ausserdem sieht CEO Peter Rothwell im herausfordernden Geschäftsjahr 2010 Anzeichen, die zu Zuversicht Anlass gäben.
OC Oerlikon stiegen um 2,5%. Die Solarsparte erhielt vom Kunden Baoding Tianwei Solar Films einen weiteren Auftrag. Micronas legten nach den guten Intel-Zahlen um 1,2% zu.
Die Bank Coop (unv.) spürte im ersten Semester 2010 den starken Margendruck im Hypothekargeschäft und erwirtschaftete einen leicht rückläufigen Bruttogewinn. Ein ausserordentlicher Erfolg aus dem Verkauf einer Beteiligung liess den Reingewinn aber leicht ansteigen.
Bei Genolier (-1,1%) gingen die Querelen zwischen aktuellen und ehemaligen Verwaltungsräten weiter. Deutlicher verloren Addex (-6,3%), LEM (-3,8%) und LifeWatch (-3,5%).
ps/uh

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