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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Dienstag deutlich fester aus dem Handel gegangen. Dabei konnte der Leitindex SMI nach einem freundlichen Start im Tagesverlauf weiter zulegen. Positiv wirkten sich zunächst die Vorgaben von den Börsen in den USA und Asien aus, später stützten besser als erwartete Makrodaten.
Nach positiv aufgenommenen Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone und Grossbritannien fiel dann am Nachmittag noch der ISM-Einkaufsmanagerindex in den USA über den Erwartungen aus. Unsicherheiten über die politische Lage im Nahen Osten rückten dagegen in den Hintergrund. Händler erklärten die Aufschläge auch mit einer technischen Reaktion. Nachrichten von Seiten der Bluechips waren Mangelware, anders als im breiten Markt.
Der SMI schloss um 1,17% fester auf 6'555,26 Punkten (Tageshoch 6'572 Stellen). Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) stieg 1,34% auf 1'048,24 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) 1,23% auf 5'886,51 Punkte.
Grösster Gewinner unter den Bluechips waren Swiss Life (+5,3%). Im europäischen Branchensektor verbuchten einzelne Titel noch deutlichere Kursgewinne. Am Markt wurden die Aufschläge damit begründet, dass sich die Anleger weniger Sorgen im Zusammenhang mit der Eurokrise und den Staatsfinanzen machten als zuletzt. Auch seien Assekuranzen immer noch unterbewertet, dies gelte vor allem für Swiss Life, hiess es. ZFS (+1,3%), Bâloise (+1,6%) und Swiss Re (+1,9%) konnten weniger stark zulegen.
Öltitel profitierten von überraschend guten Zahlen des US-Ölkonzerns ExxonMobil. So konnten Petroplus (+3,7%) vor den Zahlen am Donnerstag die Gewinne deutlich ausbauen. Dies galt auch für Transocean (+0,9%) sowie Weatherford (+2,9%) im breiten Markt.
Zu den grössten Gewinnern im SMI/SLI zählten noch Clariant (+3,5%). Adecco (+3,2%) konnten ihre Vortagesabgaben mehr als wettmachen. Zu Syngenta (+2,1%) gab es eine positive Studie der ZKB.
SGS (+2,2%), Swatch (+1,7%), Nestlé (+1,2%), Richemont (+0,9%) sowie ABB (-0,2%) am Tabellenende im SMI/SLI gehören zu den Firmen, die mehr oder weniger von den Entwicklungen im Nahen Osten betroffen sind, dies mit unterschiedlichen Auswirkungen auf den Aktienkurs. Nestlé hätten indes von ihren defensiven Qualitäten profitiert, hiess es am Markt.
Diese Eigenschaft konnten die Pharmawerte Novartis (+1,2%) und Roche (+0,6%) - letztere vor dem anstehenden Zahlenausweis - nicht im gleichen Mass ausspielen.
Die Aktien des Logistikkonzerns Kühne+Nagel (+0,3%) notierten unterdurchschnittlich, nach divergierenden Einschätzungen von Analystenseite. Branchenkollegin Panalpina (+2,0%) aus dem breiten Markt ist nach eigenen Angaben von den Unruhen in Ägypten betroffen - die Tätigkeiten vor Ort seien deutlich beeinträchtigt, hiess es.
Im Banksektor entwickelten sich UBS (+2,5%) und CS (+0,7%) unterschiedlich. Am Vortag hatten die Titel unter den Unruhen im Nahen Osten und Sorgen über ein neuerliches Aufflammen der Eurokrise gelitten. Der Finanzpresse zufolge soll UBS zusammen mit der Deutschen Bank wieder ins Geschäft mit der Verbriefung von Gewerbeimmobilien-Krediten einsteigen wollen. Bei CS verwiesen Marktbeobachter auf eine belastende Studie aus dem Hause Merrill Lynch.
Holcim (+0,7%) zählten zu den schwächeren Werten. Mitbewerber Lafarge hat gemäss "The Wall Street Journal" im Zuge der Unruhen in Ägypten die Zementproduktion im Land eingestellt. Davon sei allerdings auch Holcim mit der gut 40%-Beteiligung am Werk betroffen, verlautete am Markt.
Im breiten Markt kam es bei Orascom (+7,6%) und Kuoni (+1,8%) zu einer technischen Reaktion nach den jüngsten Abgaben im Zusammenhang mit der Situation in Ägypten. HBM Bioventures (+6,0%) konnten nach dem Verkauf einer Beteiligung deutlich zulegen.
Die Titel der Luzerner Kantonalbank gewannen 0,6% nach einem Ergebnis für 2010 im Rahmen der Erwartungen. Tornos schlossen nach Zahlen um 0,4% höher. Gurit (-3,3%) rutschten dagegen nach Umsatzzahlen ab, das Unternehmen hatte am Montag nachbörslich zudem die EBIT-Prognosen präzisiert.
cc/dl

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