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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag im Plus, allerdings klar unter Tageshoch geschlossen. Nachdem die Indizes bis am Mittag deutlich angestiegen waren, gab der Markt die Gewinne am Nachmittag nach wenig inspirierenden US-Arbeitsmarktdaten sowie bei nachgebenden US-Börsen teilweise wieder preis.
Die am Donnerstagnachmittag bekanntgegeben wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA kletterten zwar wieder über die Marke von 400'000 Anträgen, lagen aber etwas tiefer als von den Prognostikern erwartet. Nachdem von Daten keine klar positiven Impulse ausgegangen seien, warteten die Anleger nun den am Freitag anstehenden "grossen Arbeitsmarktbericht" ab, hiess es im Handel.
Das Blue-Chips-Barometer Swiss Market Index (SMI) schloss um 0,21% höher bei 6'532,84 Punkten nach einem Tageshoch 6'588 Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) gewann derweil 0,46% auf 1'037,53 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,1% auf 5'858,48 Punkte.
Als Tagesgewinner unter den SMI/SLI-Werten setzten Petroplus (+4,3%) ihren seit Jahresanfang anhaltenden Aufwärtstrend fort. Die Helvea-Analysten erhöhten am Donnerstag ihre Gewinnschätzungen und ihr Kursziel für die Valoren des Raffineriebetreibers im Nachgang zu einem Investorenanlass.
Deutliche Avancen verzeichneten auch Transocean (+3,0%). Der Untersuchungsbericht der US-Regierungskommission zur Ölkatastrophe im Golf von Mexiko kommt zwar zum Schluss, dass die beteiligten Unternehmen mit riskanten Entscheidungen den Unfall verschuldet haben. Dennoch sahen die Anleger Anzeichen, dass die Behörden das Verhalten als systemisches Problem werten und die Bussen somit moderat ausfallen werden.
Auch Swiss Re (+2,8%) legten deutlich zu. JP Morgan bekräftige am Donnerstag das Rating "Overweight" für den Rückversicherer. Auch die Versicherungstitel Swiss Life (+2,0%) und ZFS (+1,2%) legen deutlich zu.
Gestützt wurde der Markt auch von den Grossbankenwerten, wobei CS mit einem Plus von 1,8% die klarsten Avancen aufwiesen. JP Morgan bekräftigte das Rating "Übergewichten" bei etwas niedrigerem Kursziel. Weiterhin halten sich aber auch die Gerüchte am Markt von einem Beteiligungsausbau von Seiten von Grossaktionären. Auch UBS stiegen 1,7% während Julius Bär (-0,1%) den Börsentag im Minus beendeten.
Adecco (+2,1%) profitierten von den besseren Aussichten für den Arbeitsmarkt in den USA. Laut Beobachtern positionieren sich kurzfristige Anleger auf eine mögliche positive Überraschung anlässlich der US-Arbeitsmarktberichts vom Freitag. Aber auch der sich anbahnende Boom für Temporärstellen in Deutschland wurde von Händlern angeführt.
Nobel Biocare schlossen noch 1,0% im Plus auf 17,74 CHF, nachdem sie zwischenzeitlich über 3% zugelegt hatten. Die Valoren des Zahnimplantateherstellers profitierten von einer Ratingerhöhung auf "Kaufen" durch Kepler mit einem aggressiven Kursziel von 23,50 CHF. Die Valoren von Logitech (+2,0%) zeigten nach dem deutlichen Verlust vom Mittwoch Erholungstendenzen.
Wenig gefragt waren die defensiven Werte. So gaben Nestlé (-1,1%), die bereits in den letzten Tagen unter einer Branchenrotation weg von den Nahrungsmittel-Titeln gelitten haben, weiter Terrain preis. Im Minus schlossen auch Roche (-0,3%) obwohl der Pharmakonzern mit einer erweiterte Zulassung für das Medikament Actemra positive Nachrichten vorlegen konnte. Am Markt hiess es zudem, dass Analysten ihre Umsatzerwartungen für das Roche-Grippemittel Tamiflu nach unten korrigiert hätten. Novartis legten dagegen 0,1% zu.
Unter den SPI-Titeln waren vor allem Basilea (+9,3%) im Fokus der Börsianer. Händler führten die Avancen auf wieder aufgeflammte Übernahmespekulationen zurück, die unter anderem von einer Helvea-Studie genährt wurden. Abgaben mussten Lindt+Sprüngli (-3,0%) hinnehmen. Laut Markbeobachtern deuten Statistiken auf ein abgeflachtes Umsatzwachstum in Europa in den letzten Monaten hin.
tp/ps

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