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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag unter Tageshoch freundlich geschlossen. Die Ampeln hätten Anfang dieser Woche an der Börse wieder auf Grün gestanden, sagten Marktteilnehmer. Die Lage in Ägypten habe sich etwas beruhigt, was viele Marktteilnehmer zur Rückkehr an den Markt bewegt habe. Dennoch hätten die Unruhen auch das Bewusstsein über die Risiken in den Emerging Markets zurückkehren lassen. Im Sinne einer gewissen Vorsicht seien die Notierungen hierzulande denn auch wieder etwas von ihren Tageshöchstwerten zurückgekommen, hiess es weiter.
Gesucht waren vor allem konjunktursensitive Werte und vereinzelte Finanzvaloren - darunter Julius Bär, die nach ihrem 2010er Abschluss deutlich anzogen. Hingegen hemmten vor allem die Indexschwergewichte Nestlé und Roche die Avancen. Auch die Grossbanken hinkten hinterher.
Der wichtigste Schweizer Aktienindex SMI schloss um 0,41% höher auf 6'611,14 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) stieg um 0,72% auf 1'061,84 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,53% auf 5'944,37 Zähler.
In der Gunst der Anleger standen klar konjunktursensitive Titel. So erzielten Richemont (+4,1% auf 54,15 CHF) die prozentual grössten Gewinne im SMI-/SLI-Tableau. Das Aktienresearch der Deutschen Bank hat das Kursziel für die Valoren auf 66,50 von 59 CHF erhöht und das "Buy"-Rating bestätigt. In der gleichen Branchenstudie wurde das Kursziel für Swatch (+2,4% auf 391,20 CHF) auf 435 von 420 CHF erhöht - das Rating lautet ebenfalls "Buy". Swatch hatte zudem die Publikation der Detailergebnisse für 2010 überraschend auf Dienstag vorgezogen.
Weitere zyklische Papiere wie Logitech (+3,4%), Petroplus (+2,0%), Adecco (+1,8%), Kühne+Nagel (+1,5%), Transocean (+1,5%), Holcim (+1,3%), ABB (+1,1%) oder Geberit (+0,8%) figurierten so ebenfalls oben auf den Einkaufszetteln der Anleger.
Im Finanzsektor fielen unter den Versicherern vor allem Swiss Life (+2,8%) und Bâloise (+1,9%) auf. Im weiteren Wochenverlauf werden bei den SMI-Titeln auch der Erstversicherer ZFS (+0,4%) und der Agrochemiekonzern Syngenta (-0,2%) Jahreszahlen präsentieren.
Im Banksektor gaben Julius Bär (+1,3%) einen Teil ihrer Avancen wieder preis. Die am Morgen gezeigten Jahreszahlen 2010 hatten die Markterwartungen mehr oder weniger getroffen. Beim Nettoneugeld hatte der Vermögensverwalter gar besser als erwartet abgeschnitten. Wohlwollend wurde die höhere Dividende aufgenommen.
Die Aktien der Grossbanken UBS (+0,1%) und Credit Suisse (unv.) gaben ihre Intraday-Gewinne wieder preis. Die beiden Institute werden am Dienstag resp. Donnerstag mit den Jahreszahlen aufwarten. Die UBS hat Zeitungsberichten zufolge den Bonuspool um rund 10% oder 500 Mio CHF gekürzt. Die CS hingegen setze auf einen spürbar höheren variablen Anteil und halte damit am Bonus-getriebenen Geschäftsmodell fest.
Demgegenüber lagen wie oft in einem solchen Umfeld defensive Papiere wie Nestlé (-0,4%), Roche (-0,1%)oder Swisscom (+0,1%) hinter dem Gesamtmarkt zurück. Novartis (+0,7%) waren gegen diesen Trend gesucht. Nestlé hätten etwas unter einer Brancherückstufung durch die ING Bank gelitten, hiess es im Handel.
In Actelion (-0,4%) hätten die Übernahmespekulationen wieder etwas abgeebbt, so Marktbeobachter. Vor dem Wochenende hatten die Spekulationen ein Kursplus von 4% provoziert, entfacht von der Forderung des britischen Hedgefunds Elliott Advisors nach Rücktritten aus dem Verwaltungsrat und dem Verkauf des Unternehmens. Seither geht der öffentliche Briefwechsel zwischen Actelion und Elliott weiter. Analysten stufen die Erfolgschancen von Elliot als gering ein.
Bei den Nebenwerten rücken Orascom DH um 3,3% vor. Die Massenproteste in Ägypten haben laut CEO Samih Sawiris keine Auswirkungen auf das Tourismusprojekt in Andermatt, wie er in einem Zeitungsinterview sagte. Sollte die Krise aber nicht rasch abklingen, werde seine Holding im Hotelgeschäft im ersten Quartal 2011 rund ein Viertel weniger Einnahmen erzielen.
Energiedienst (-0,7%) büssten nach Jahreszahlen ein. Alles in allem hätten die Zahlen den Erwartungen entsprochen, urteilt die Bank Vontobel.
In Mikron (-6,0%) wurden nach dem fulminanten Kurssprung von vergangener Woche Gewinne realisiert.
Feintool legten um 2,6% auf 366,75 CHF zu und stiegen damit weiter über das vom Investor Michael Pieper vorgelegte Angebot über 350 CHF. Die Käufer erhoffen sich eine noch bessere Konkurrenzofferte. Diese könnte von Firmengründer und Grossaktionär Fritz Bösch kommen, der solches in einem Interview mit der Sonntagspresse zumindest nicht ausgeschlossen hat.
Die prozentual grössten Gewinne im breiten Markt erzielten im Gefolge des Julius-Bär-Ergebnisses EFG (+5,1%). Die deutlichsten Abgaben verzeichneten Infranor (-10,0%).
rt/ps

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