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Zürich (awp) - Die Schweizer Börse hat am Dienstag etwas fester geschlossen. Der anhaltend guten Berichtssaison und der Fantasie auf weitere Übernahmen stand die zweite Zinserhöhung in China innerhalb eines Monats gegenüber. Mit der weiteren Straffung der Geldpolitik will die Notenbank gegen die wachsende Inflation und eine drohende Überhitzung der chinesischen Wirtschaft angehen.
Der Schweizer Markt präsentierte sich am Berichtstag zweigeteilt. Einerseits legten UBS und Swatch nach Zahlen deutlich zu und zogen Branchennachbarn mit nach oben. Andererseits wurden Givaudan - ebenfalls nach Zahlen - markant zurückgestuft. Unter den restlichen Aktien konnte sich keine einheitliche Tendenz durchsetzen.
Der wichtigste Schweizer Aktienindex SMI schloss 0,42% höher auf 6'638,66 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewann 0,60% auf 1'068,22 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,35% auf 5'964,91 Zähler.
Unter den am Berichtstag Zahlen präsentierenden Blue Chips erzielten Swatch (+5,8%) die grössten Avancen. Der Uhrenkonzern konnte die Anleger mit einem Rekordgewinn für das Geschäftsjahr 2010 überzeugen, nachdem bereits Mitte Januar ein Rekordumsatz gemeldet wurde. Am Nachmittag schnellten die Papiere deutlich in die Höhe. Marktbeobachter verweisen auf eine für ausgewählte Analysten abgehaltene Telefonkonferenz. Richemont verteuerten sich im Schlepptau von Swatch um 3,1%.
UBS rückten nach Zahlen um 4,3% vor. Die Anleger hätten die operativen Fortschritte im vierten Quartal und das zurückkehrende Kundenvertrauen honoriert, hiess es unter Marktbeobachtern. Zudem habe das Management weitere Verbesserungen in Aussicht gestellt. In diesem Sog verteuerten sich Credit Suisse um 2,2%; das Institut legt den Abschluss am Donnerstag vor. In Julius Bär (-2,8%) wurden hingegen nach den am Montag gezeigten Zahlen erneut Gewinne realisiert.
Auch Givaudan (-3,5%) hat am Dienstag Zahlen vorgelegt. Das Unternehmen habe zwar mit einem soliden Abschluss die Erwartungen des Marktes ziemlich genau getroffen, so Händler. Analysten begründeten den Kursrückgang in erster Linie aber damit, dass Givaudan starke Preissteigerungen bei einigen wichtigen Rohstoffen erst mit einer Verzögerung überwälzen könne, was zumindest kurzfristig auf die Marge drücke.
Im Versicherungssektor zogen vor dem Abschluss am kommenden Donnerstag ZFS um 0,8% an und Swiss Re verteuerten sich um 0,6%. Bereits am morgigen Mittwoch wird der Agrochemiekonzern Syngenta (-0,8%) die Jahreszahlen vorlegen. Nach einem guten Jahresauftakt punkto Aktienperformance hätten sich die Anleger im Vorfeld der Ergebnispräsentation erst einmal auf die sichere Seite gestellt, hiess es im Handel.
Clariant (+1,0%) erhielten Unterstützung durch Aussagen von CEO Hariolf Kottmann gegenüber der "Financial Times". Der CEO stellte für 2010 "das beste Ergebnis der letzten zehn Jahre" in Aussicht. Es sei nun wieder die Zeit gekommen, um nach Übernahmen Ausschau zu halten, so der CEO weiter.
Andere Zykliker zeigten keine einheitliche Tendenz. Während Adecco (-1,4%) und Logitech (-1,2%) nachgaben, waren Geberit (+0,5%), Kühne+Nagel (+0,9%) oder Nobel Biocare (+0,8%) gesucht.
Die defensiven Pharmawerte Novartis (-0,6%) und Roche (+0,2%) notierten ebenfalls uneinheitlich, während Nestlé um 0,5% nachgaben.
Im breiten Markt fielen Infranor (+10,4%) durch grössere Gewinne auf, machten aber lediglich die Vortageseinbussen wieder wett. Deutlich aufwärts ging es ohne News für Siegfried (+4,6%), Von Roll (+5,4%) oder Lem (+5,5%).
Hingegen verloren u.a. Schlatter (-4,4%), Perfect (-4,2%), Repower (-4,1%) oder Carlo Gavazzi (-3,1%) markanter - ebenfalls ohne News. In Lifewatch (-4,4% oder -0,39 CHF) wurde der Nennwert durch die Auszahlung von 0,70 CHF je Aktie auf 1,30 CHF gesenkt.
ra/cf

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