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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag mehr oder weniger unverändert geschlossen. Nach einer etwas höheren Eröffnung bröckelten die Kurse im Einklang mit der Entwicklung an den wichtigsten europäischen Handelsplätzen über weite Strecken etwas ab. Auch eine etwas schwächere Eröffung an der Wall Street nach Gewinnmitnahmen habe leicht belastet, hiess es im Handel. Zudem sei die Schuldenkrise in der Eurozone wieder stärker in den Blick der Märkte geraten.
Die zuletzt vor allem in Portugal gestiegenen Risikoaufschläge für Staatsanleihen zeigten, dass die Schuldenkrise noch nicht überwunden sei. Auch hätten auch die Diskussionen um den von Deutschland und Frankreich vorgeschlagenen "Pakt für Wettbewerbsfähigkeit" belastet. Auf Titelebene stützten vor allem Credit Suisse und ABB, während die defensiven Index-Schwergewichte drückten. Im SMI-/SLI-Tableau hielten sich Kursgewinner und -verlierer in etwa die Waage.
Das wichtigste Schweizer Aktien-Barometer Swiss Market Index (SMI) schloss um 0,01% höher auf 6'666,06 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) stieg um 0,28% auf 1'074,02 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,12% auf 5'991,42 Punkte.
Im Mittelpunkt des Interesses stand der Banksektor. Die Credit Suisse (Aktie +1,9%) stärkt mit der Ausgabe einer bedingten Pflichtwandelanleihe über 6 Mrd CHF ihre Kapitalbasis. Solche als Coco-Bonds bekannte Anleihen werden automatisch in Eigenkapital gewandelt, wenn die Kapitalquote der Bank unter einen bestimmten Wert sinkt. Gezeichnet werden die Coco-Bonds vom Staatsfonds des Scheichtums Katar und der saudi-arabischen Olayan-Gruppe. Während die CS-Papiere deutlich zulegten, verloren UBS (-0,1%) leicht.
Konjunktursensitive Titel waren angesichts der zunehmend positiven makroökonomischen Signale gesucht. So legten Transocean (+2,9%) und Kühne+Nagel (+2,6%) deutlich zu sowie Clariant (+2,6%) im Vorfeld der auf kommenden Mittwoch angesetzten Publikation des Abschlusses 2010. Bei Clariant kursierten zudem erneut Gerüchte, wonach der Konzern ein Interesse an der Übernahme der deutschen Süd-Chemie habe. ABB (+1,6%) publizieren ihren Abschluss am Donnerstag.
Weitere grössere Gewinner waren Logitech (+1,5%) oder Givaudan (+1,2%). Im Vorfeld von Zahlen am Mittwoch avancierten Synthes (+0,3%); Actelion (+1,4) stiegen deutlicher vor Zahlen am Donnerstag. Auch Sonova (+1,1%) oder Lonza (+1,0%) waren gesucht.
Holcim (+0,9%) profitierten gemäss Händlern neben Konjunkturimpulsen von der unverändert grosszügigen Verteilung von CO2-Zertifikaten durch die Europäische Union an die Zementindustrie. Dies könnte ausserordentliche Gewinnbeiträge ermöglichen, da der Konzern im Vergleich zur Konkurrenz einen vergleichsweise geringen CO2-Ausstoss aufweise, so Händler.
Die defensiven Index-Schwergewichte lagen im Angebot. Dem Pharmakonzern Roche (GS -0,8%) drohen einem Zeitungsbericht zufolge wegen schweren Nebenwirkungen des Akne-Medikaments Roaccutan Klagen in Milliardenhöhe. Analysten zufolge ist es jedoch unwahrscheinlich, dass das finanzielle Risiko des Verfahrens "astronomische" Summen erreicht. Positive Nachrichten gab es allerdings auch: Das Augenheilmittel Lucentis hat sich in klinischen Studien bei der Behandlung des diabetischen Makulaödems als effektiv erwiesen. In Europa wird Lucentis vom Mitbewerber Novartis (-0,7%) vermarktet.
Vor Zahlen am Donnerstag verloren weiter die Schwergewichte Nestlé (-0,4%). Auch Swiss Re (-0,5%) und Nobel Biocare (-1,6%) publizieren am Donnerstag ihre Abschlüsse.
Im breiten Markt hat das IT-Handelshaus Also (Aktie: unverändert) Jahreszahlen mitgeteilt, die im Urteil von Analysten bezüglich der Profitabilität etwas über den Erwartungen lagen.
Sulzer (+2,5%) fielen durch deutliche Gewinne auf. CEO Ton Büchner stellte in der Wochenendpresse Firmenübernahmen im Bereich der Oberflächen-Behandlung im Umfang von 200 bis 500 Mio CHF in Aussicht. Der Fokus liege dabei auf Zukäufen in den aufstrebenden Märkten. AFG (+3,0%) legten nach einem Zeitungsinterview von Verwaltungsrats-Präsident und CEO Edgar Oehler markant zu.
Auf der anderen Seite erfolgten u.a. grössere Anschlussverkäufe in Basilea (-3,7%). In Orascom DH (-3,0%) hätten die anhaltenden Unsicherheiten nach dem Rücktritt von Hosni Mubarak etwas gedrückt, so Marktbeobachter.
rt/uh

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