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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat die Sitzung vom Mittwoch mit deutlichen Verlusten beendet. Nach einem leicht festeren Start fielen die Kurse schon bald klar ins Minus und verblieben dort den Rest des Tages, wobei sich die Verluste zum Handelsschluss wegen der Entwicklung an den US-Börsen noch etwas ausweiteten. Vor allem die Bankentitel und die Aktien von Novartis lasteten auf den Indizes.
Gemäss Händlern wirkten sich insbesondere die pessimistischen Aussagen der US-Notenbank Fed zu Konjunktur und möglichen Deflationsgefahren vom Vorabend negativ auf den hiesigen Aktienmarkt aus. So hat etwa der US-Dollar nach den verstärkten Warnungen zum Euro kräftig nachgegeben, was auf viele Titel diesseits des Atlantiks Druck ausgeübt habe. Neben den fundamentalen hätten aber auch technische Gründe für die Abgaben gesorgt, sagte ein Händler.
Zum Schluss verlor der Leitindex SMI 1,18% auf 6'344,88 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gab um 1,27% auf 973,35 Punkte nach, der breite Swiss Performance Index (SPI) um 1,04% auf 5'617,94 Zähler.
Unter den grössten Verlierern waren laut Händlern vor allem Finanzwerte zu finden, zudem konjunktursensitive Titel und Papiere, die in jüngster Zeit relativ gut gelaufen sind. Die Bankentitel litten besonders unter den neu aufgekommen Konjunktur- und Deflationsängsten in den USA. So büssten Julius Bär 3,3% ein, UBS 2,9% und Credit Suisse 2,5%.
Bei Julius Bär sprach der Markt von gezielten Gewinnmitnahmen nach den Kursfortschritten der letzten Wochen und Angst vor den Auswirkungen des schwachen US-Dollars. Bei den Grossbanken sei es vor allem auch die geplante Kapitalerhöhung der Deutschen Bank gewesen, die weiter auf die Stimmung drücke, hiess es. Grössere Abgaben bei den Blue Chips gab es auch bei Transocean (-3,2%) und Lonza (-2,4%).
Schwach zeigten sich aber vor allem auch die Aktien des Pharmariesen Novartis (-1,8%), dies trotz positiver Produktenews. Hier habe sich eine Rückstufung auf "Neutral" durch Goldman Sachs negativ ausgewirkt, hiess es. Daran hätten eine "Buy"-Empfehlung durch die Bank Vontobel und die gute News - zumal teilweise erwartet - nichts ändern können, hiess es. Etwas besser hielten sich Roche (-0,8%), wobei Goldman Sachs hier das Rating erhöht hat.
Auch bei den beiden Luxusgüter- und Uhrenwerten Swatch-Group (-1,6%) und Richemont (-0,8%) wurden vorerst einmal die Gewinne der letzten Tage und Wochen mitgenommen. Die Titel des Personaldienstleisters Adecco (-0,9%) litten vor allem unter den neuen Konjunkturängsten in den USA. Das Unternehmen hält am Donnerstag und Freitag Investorentage ab, wobei hier Aussagen zum Geschäftsgang erwartet werden.
Relativ schwachen zeigten sich auch die Versicherungswerte ZFS (-1,1%), Swiss Re (-1,0%) und Swiss Life (-0,3%). Gegen den Trend legten dagegen Bâloise (+0,3%) zu. Im Markt kursierten Gerüchte, wonach die Allianz ein Interesse am Basler Versicherer haben könnte, nachdem sie Schweizer Töchter für rund 300 Mio CHF an Helvetia (+1,6%) verkauft hat. Die ZKB beurteilte die Akquisition als positiv.
Die grössten Gewinnen zusammen mit Baloise gingen an Nestlé (+0,3%), wobei Händler von einer Flucht in defensive Werte sprachen. Ebenfalls unter den besten Werten waren Kühne+Nagel (+0,3%) zu finden. Der Logistikkonzern sieht vor allem in Brasilien, Indien und China Wachstumspotenzial, wie Karl Gernandt, Chef der Kühne-Holding, gegenüber der Presse sagte.
Im breiten Markt büssten Myriad 20% ein. Der Markt reagierte damit auf den am Vorabend bekannt gewordenen Verlust der Lieferverträge mit Sagem Wireless. Der Grosskunde begründete die Auflösung der Lieferverträge mit finanziellen Schwierigkeiten. Offiziellen Aussagen zufolge beläuft sich das betroffene Geschäftsvolumen auf rund 52 Mio USD.
Die wenig gehandelten Aktien der CS-Tochter Neue Aargauer Bank (+21,3%) profitierten vom Übernahmeangebot der CS für die restlichen rund 1,4% des NAB-Aktienkapitals.
uh/ra

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