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Zürich (awp) - Die Schweizer Aktienbörse hat am Freitag zwar zugelegt, den relativ nervösen Handelstag allerdings deutlich unter dem Höchststand beendet. Den Börsen Auftrieb verlieh am letzten Tag einer von der Katastrophe in Japan geprägten Woche laut Händlern vor allem der Beschluss der G7-Staaten, gemeinsam gegen die jüngste Aufwertung des Yen vorzugehen. Das sei die erste konzertierte Intervention seit vielen Jahren, was eine nachhaltige Wirkung auf den Markt haben dürfte, sagte eine Analystin.
Daneben seien phasenweise auch Schnäppchenjäger unterwegs gewesen, die von den tiefen Kursen angezogen worden seien, sagte ein Händler. Eine gewisse Vorsicht führte dann allerdings zum Handelsschluss bereits wieder zu ersten Abgaben. Der Grund für die allgemein etwas nervöse Stimmung sei dabei nicht nur die allgemeine Verunsicherung wegen Japan oder auch Libyen gewesen, sondern auch der grosse Optionen-Verfallstag, der zu Ausschlägen in die eine oder andere Richtung geführt habe.
Zum Handelsschluss legte das wichtigste Schweizer Aktienbarometer, der SMI, um 0,41% auf 6,098,05 Zähler zu (Tageshoch 6'141). Nach einer bereits negativen Vorwoche (SMI -2,7%) war damit die Performance diese Woche mit -4,0% noch schwächer. Der SMI steht nun 5,3% unter dem Stand von Ende 2010. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) rückte am Freitag um 0,63% auf 974,79 Punkte vor, der breite Gesamtmarkt (SPI) um 0,62% auf 5'548,33 Punkte.
Klar grösster Gewinner bei den 30 SMI/SLI-Titeln waren am Freitag Clariant (+4,7%). Die Aktie sei nach der Ankündigung zum Kauf der deutschen Firma Süd-Chemie im Februar stark abgestürzt und mache jetzt wieder erste Erholungsversuche. Fundamentale News habe es zum Spezialchemie-Unternehmen keine gegeben, hiess es, das Unternehmen habe sich aber auf einer Roadshow präsentiert und dabei offenbar einen guten Eindruck hinterlassen.
Ebenfalls zu den besten Aktien zählten Actelion (+2,9%), die schon seit längerer Zeit im Fokus von professionellen Investoren stehen. Die Aktie profitierte zum Wochenschluss u.a. auf einer positiven Empfehlung der Bank Vontobel. Es gebe verschiedene Gründe die Aktie zu kaufen, hiess es dort. Unter anderem erwartet die Bank positive Impulse von Studiendaten aus der Produktepipeline. Zudem wurde der Umstand, dass das Unternehmen Goldman Sachs als Berater engagiert habe, als stützend hervorgehoben.
Eine gewisse Erholung gab es auch bei den Luxusgütertiteln, die von der verbesserten Stimmung profitierten und entsprechend einen Teil ihrer Verluste der letzten Tage wieder wett machten. Swatch etwa gewannen 2,2%, bei Richemont waren es +1,4%.
Solide Gewinne gibt es auch für die Versicherer, die in jüngster ebenfalls wegen der Japan-Krise phasenweise stark unter Druck gestanden hatten. Swiss Re avancierten um 1,8% zu, ZFS um 1,0%, Swiss Life um +2,2% oder Baloise immerhin noch um 0,6%. Swiss Re wurden von Barclay auf "Equalweight" hinauf gestuft, nachdem die Bank ihre Schätzungen für die gesamte Rückversicherungsbranche nach der Katastrophe in Japan überarbeitet hat. Nicht mithalten konnten die Banken: CS schafften immerhin noch ein kleines Plus (+0,1%), UBS dagegen verloren 1,0%.
Zu den eher schwächeren Titeln gehörten auch Nestlé (unv.) ING hat das Kursziel für die Aktie leicht reduziert, die Kaufempfehlung aber bestätigt. Die Aktie scheine nach dem jüngsten Abschwung überverkauft, hiess es dazu. Unterdurchschnittlich entwickelte sich mit Roche (-0,2%) auch ein anderes Indexschwergewicht. Etwas besser ging es dem dritten Index-Riesen, nämlich Novartis (+0,5%).
Schlusslicht waren erneut Sonova (-2,2%). Im Anschluss an die überraschende Gewinnwarnung vom vergangenen Mittwoch hat nun auch die Citigroup das Kursziel gesenkt, nämlich auf 120 von 144 CHF. Innerhalb dieser Woche fiel das Papier massiv, und zwar um rund 28%.
Im breiten Markt zogen Publigroupe nach dem Jahresergebnis um 6,4% bzw. kräftig an. Die operativen Fortschritte der Werbe-Vermarkterin im vergangenen Jahr wurden am Markt positiv aufgenommen. Schmolz+Bickenbach verloren dagegen nach Zahlen und der Ankündigung einer Kapitalerhöhung um 1,5%. Weatherford legten vor dem Wechsel in den SLI, der per Montag stattfindet, 2,7% zu. Petroplus, die im Zuge des Wechsels aus dem SLI fallen, legten um 1,0% zu.
uh/rt

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