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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Dienstag nach einem unentschlossenen Verlauf mit leichten Abschlägen aus dem Handel gegangen. Beobachter verwiesen auf eine insgesamt gedämpfte Stimmung an der Börse und einen Mangel an echten Impulsen. Allerdings kursierten auch Gerüchte über gezielte Verkaufstransaktionen, um den Leitindex SMI vor dem grossen Eurex-Verfall vom Freitag an einem Ausbruch aus dem mehrmonatigen Seitwärtsband zu hindern.
Die freundliche Entwicklung an der Wall Street konnte das Ruder bis zum hiesigen Börsenschluss nicht mehr herumreissen. In den USA drehten die Indizes nach überraschend guten Konjunkturdaten ins Plus. So waren die US-Lagerbestände im Juli im Vergleich zum Vormonat überraschend stark angestiegen, was als Zeichen für einen wachsenden Optimismus in den Unternehmen gilt. Auch US-Einzelhandelsdaten sorgten für eine positive Überraschung.
Zum Handelsschluss verlor der SMI 0,08% auf 6'466,32 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gab um 0,23% auf 986,46 Stellen und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,09% auf 5'700,46 Zähler nach.
SGS (+1,1%) zählten zu den grössten Gewinnern im SMI/SLI. Der Warenprüfkonzern vermeldete die Übernahme der chinesischen Yan Tai HuaJian Inspection Engineering mit 120 Mitarbeitern. Analysten bezeichneten den Zukauf zwar als klein, aber strategisch sinnvoll. Zudem stufte das Aktienresearch der HSBC die Titel von bisher "Neutral" auf "Overweight" hinauf.
Klar im Plus notierten auch Novartis (+1,1%). Marktbeobachter verwiesen auf Umschichtungen nach einer Studie von Morgan Stanley zum europäischen Pharmasektor. Novartis zählen demnach zu den Branchenfavoriten des Instituts, während Roche (-1,1%) auf "Equalweight" von "Overweight" zurückgestuft wurden, dies bei einem deutlich tieferen Kursziel. Letztere Titel waren dem Vernehmen nach auch von Verkäufen wegen des Eurex-Verfalls betroffen. Der europäische Pharmasektor wurde von Morgan Stanley indes neu mit "Underweight" bewertet.
Nestlé (+0,3%) als drittes SMI-Schwergewicht im Bunde legten leicht zu, wobei sich auch hier die Vorboten des Verfalls gezeigt haben sollen. Die Rückstufung des US-Nahrungsmittelsektors von "Neutral" auf "Cautious" durch Goldman Sachs wurde ebenfalls als kursrelevanter Faktor genannt.
Logitech (+0,7%) waren gesucht, was Händler auf eine Sektorstudie von Morgan Stanley zurückführten. Auch Sonova (+0,7%) konnten zulegen.
Die Aktien der Grossbanken UBS (-0,5%) und CS (-0,3%) verloren nach einem morgendlichen Ausflug ins Plus. Eigentlich hätte man den Bankensektor nach den positiv gesehenen Basel-III-Beschlüssen besser erwartet, sagte ein Händler. Ein Marktakteur machte ebenfalls Verkäufe im Zusammenhang mit dem anstehenden Eurex-Verfall dafür verantwortlich. Julius Bär (+1,1%) standen dagegen in der Gunst der Anleger.
Bei ABB (-0,5%) drücken erneute Gerüchte über eine mögliche Übernahme von Rockwell Automation auf den Kurs, wie am Markt verlautete.
Im breiten Markt legten Santhera (+9,0%) nach der Vorlage von neuen Studiendaten zum Medikament Catena einen Kurssprung hin. Bei SHL Telemedicine (+5,6%) nahm Vontobel die Abdeckung mit dem Rating "Buy" und einem Kursziel von 10 CHF auf. Vaudoise (+1,6%) notierten nach Halbjahreszahlen ebenfalls höher.
Sika (-3,8%) wurden dagegen nach dem enttäuschenden Ergebnis und einer Prognosenreduktion des US-Konkurrenten H.B. Fuller in Sippenhaft genommen. Bei Implenia (-1,8%) wurde bekannt, dass die Stadt Zürich die mit der Realisierung des Stadions Letzigrund abgegebene Gewährleistungsgarantie von 12 Mio CHF in Anspruch nimmt.
Die Small- und MidCap-Unternehmen rückten auch im Rahmen der Swiss Equity Conference 2010 in den Fokus. Nach Äusserungen des Managements bei dem Anlass legten Carlo Gavazzi um 4,2% zu und Hügli um 3,1%.
cc/uh

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