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AKTIEN SCHWEIZ/Schluss: Leichte Verluste - GAM nach Zahlen gefragt

Dieser Inhalt wurde am 13. April 2010 - 18:20 publiziert

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag mit leichten Verlusten geschlossen. Händlern zufolge prägten Gewinnmitnahmen das Geschehen an den europäischen Börsenplätzen. Nach der zuletzt guten Performance und mit Blick auf die anrollende US-Berichtssaison fehle es an neuen Kurstreibern, hiess es. Dies zumal die am Vorabend publizierten Quartalszahlen von Alcoa keine Kursfantasie entfachen konnten.
Am Nachmittag sorgte die schwächere Performance der US-Börsen zeitweise für ein verstärktes Nachgeben der Kurse. Daneben hätten auch die am Abend anstehenden Quartalszahlen von Intel für weitere Zurückhaltung gesorgt, sagten Beobachter. Die Zahlen von Intel gelten als Gradmesser für die Geschäftsentwicklung im gesamten Technologiesektor.
Bei Börsenschluss verlor das Blue-Chips-Barometer SMI 0,36% auf 6'885,86 Punkte, das Tagestief lag bei 6'865,57 Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) sank um 0,33% auf 1'066,39 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,32% auf 6'055,07 Punkte.
Hierzulande zählten GAM (+3,3%) nach Zahlen zu den grössten Kursgewinnern im SMI/SLI. Der Assetmanager meldete für das erste Quartal einen Anstieg der verwalteten Vermögen um 5%, was über den Erwartungen von Analysten lag. GAM stellte zudem "ermutigende" Geldzuflüsse vor allem in den Bereichen Fixed Income, Commodities und in bestimmte alternative Anlageprodukte fest.
Aus dem Finanzsektor standen auch UBS (-1,0%) am Vortag der Generalversammlung im Fokus der Anleger. Die Opposition gegen die geplante Entlastung der ehemaligen Konzernführung gewinnt zusehends an Stärke und ein Erfolg der UBS-Spitze wird immer fraglicher. Angesichts der knappen Verhältnisse könnten vielleicht die in den letzten Jahren gebeutelten UBS-Angestellten das entscheidende Zünglein an der Waage spielen, hiess es im Handel.
Von den übrigen Finanzwerten schlossen CS (+0,1%) und Julius Bär (+0,2%) gut behauptet, die Assekuranzen dagegen schwächer. Die grössten Verluste gingen zu Lasten von Swiss Re (-1,3%).
Am Tabellenende standen ausserdem Geberit (-2,0%), Syngenta (-1,6%) oder Petroplus (-1,6%). Der Agrochemiekonzern wird am Donnerstag seinen Erstquartalsumsatz vorlegen. Seitdem der grösste Mitbewerber Monsanto vergangene Woche wegen des starken Preisdrucks seine mittelfristigen Ziele kippen musste, stehen auch die Syngenta-Aktien unter Abgabedruck.
Die Indexschwergewichte Nestlé (-0,3%), Roche (-0,4%) und Novartis (unv.) schlossen uneinheitlich. Die Pharmaunternehmen hatten mit Neuigkeiten aufgewartet: Roche hat den Kauf von Medingo und damit die Verstärkung der Marktposition bei den Insulinpumpensystemen kommuniziert, Novartis meldete klinische Erfolge mit dem Produktkandidaten Gilenia zur Therapie von Multiple Sklerose. Die Abgaben bei Roche seien aber wohl mit Blick auf die am Donnerstag anstehenden Quartalszahlen zu verstehen, sagten Beobachter.
Auch Swatch (+0,6%) und Richemont (-0,2%) schlossen uneinheitlich. Die Titel hatten vor allem im frühen Geschäft von starken Umsatzzahlen des französischen Mitbewerbers LVMH profitiert.
An der Tabellenspitze schlossen indes Nobel Biocare (+4,4%), beflügelt von einer Ratingerhöhung durch Helvea. Ebenso profitierten Kühne + Nagel (+1,0%) von einer Ratingerhöhung durch Morgan Stanley. Weniger gnädig zeigte sich das US-Institut mit dem Konkurrenzpapier von Panalpina (-2,1%), dessen Rating zurückbuchstabiert wurde.
Im breiten Markt standen die beiden Industriekonzerne Forbo (Aktie: +1,4%) und Rieter (+0,7%) im Fokus. Forbo hat die Beteiligung an Rieter von gut 9% auf unter 3% gesenkt. Käufer ist die von Michael Pieper kontrollierte Artemis, welche neu rund 13% an Rieter hält. An Forbo selbst hält Pieper knapp ein Drittel der Aktien.
Helvetia (-4,0%) gerieten unter Druck, nachdem Munich Re ihre Kapitalbeteiligung von über 8% auf unter 3% reduzierte. Dagegen waren Ems Chemie (+4,8%) nach Umsatzsprung und Sonderdividende gesucht.
ch/cf

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