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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat zum Wochenschluss nach einem freundlichen Start mit leichteren Notierungen geschlossen. Der Tag sei zuerst im Zeichen des dreifachen Eurex-Verfalls gestanden, bevor dem Markt die Luft ausgegangen sei, sagten Beobachter. Mit schwachen US-Daten - das US-Verbrauchervertrauen fiel so schlecht aus, wie seit einem Jahr nicht - wurden die Kursverluste am Nachmittag weiter ausgebaut.
Für Nervosität sorgte im Tagesverlauf zudem das Rekordniveau der Renditen für irische Anleihen. In der kommenden Woche steht eine milliardenschwere Neuemission der Inselrepublik ins Haus. Im Handel wurde auf Spekulationen verwiesen, wonach das Land externe Hilfe benötige, um das Fiskaldefizit einzudämmen.
Der Leitindex SMI büsste bis zum Handelsende 0,55% auf 6'389,02 Punkte ein. Im Wochenvergleich sank der Index um 1,2%. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) ging um 0,33% auf 979,09 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,45% auf 5'643,01 Zähler zurück.
Obschon das irische Finanzministerium die Spekulationen über externen Finanzbedarf zurückwies, reagierten die Finanzwerte mit Abgaben. Die Aktien der Grossbanken Credit Suisse (-0,9%) und UBS (-1,4%) rutschten im späten Handel ab. Julius Bär wurden gar um 1,8% zurückgenommen.
Die Titel des Pharmakonzerns Roche (-0,9%) rückten mit einer anstehenden Entscheidung der US-Arzneimittelbehörde FDA zur Anwendung des Roche-Medikaments "Avastin" bei der Behandlung von Brustkrebs in den Fokus. Die Titel würden nach den jüngsten Rückschläge der Basler erst einmal verkauft, hiess es im Handel. Im Gegenzug profitierten Novartis (+0,7%) weiterhin von Umschichtungen. Die grosskapitalisierten Nestlé-Titel sanken um 1,2% und belasteten den hiesigen Aktienmarkt massgeblich.
Swiss Re fielen um 1,4% zurück und reagierten auf ein Dementi des Rückversicherers zu einer Agenturmeldung, die einen möglichen Aktienrückkauf von bis zu 3,5 Mrd CHF versprach. Der Titel war zu Beginn der Woche in Reaktion auf die Meldung um rund 4% avanciert. ZFS (-1,5%) standen mit der Wiederaufnahme in den Dow Jones Stoxx 50 Index per nächsten Montag im Fokus; die Irland-Spekulationen behielten jedoch die Oberhand.
Mit dem deutlichsten Plus gingen bei den Blue Chips Kühne + Nagel (+3,9%) um, die von einer Analyse der Credit Suisse angeschoben wurden. Die CS erhöhte ihr Kursziel für die Aktien im Rahmen einer Studie über schweizerische Logistiker auf 135 von bisher 125 CHF. Die Aktien des Nebenwerts und Konkurrenten Panalpina (+1,5%) profitierten von einer Rating-Hochstufung des gleichen Instituts auf "Neutral".
Adecco (+2,5% auf 50,65 CHF) standen laut Händlerangaben vor allem mit verfallsbezogenen Aktivitäten im Blick. Die Marke 50 CHF sei hart umkämpft gewesen, hiess es. Auch in Nobel Biocare (+2,8) seien Deckungskäufe im Zusammenhang mit dem grossen Eurex-Verfall zu beobachten gewesen.
SGS legten im Vorfeld der Anlegertage in der kommenden Woche um 1,1% zu. Beobachter erwarten die Bekanntgabe neuer Ziele. Richemont stiegen 1,3%. Der Finanzinvestor Trilantic, an dem Richemont-Hauptaktionär, VRP und CEO Johann Rupert, massgeblich beteiligt ist, könnte den deutschen Brillenhersteller Rodenstock übernehmen, schrieb das "Handelsblatt".
Transocean (-0,7%) emittierte zwei Anleihen, um die bestehenden Wandelanleihen per Ende des laufenden Jahres am Markt oder im Rahmen von privaten Vereinbarungen zurückzukaufen. Durch die Anleihen-Refinanzierung werden die Zinskosten von Transocean leicht höher.
In der zweiten Reihe meldete Galenica (+0,9%) eine Produktpartnerschaft mit Kissei Pharmaceuticals für Phosphatbinder. Das sei ein guter Schachzug, kommentierten Analysten.
Oerlikon (unverändert) und Basilea (-3,2%) werden wegen der Anpassungen im Midcap-Index SMIM durch Meyer Burger (+2,9%) und Swiss Prime Site (+0,1%) ersetzt. Die Änderungen sind bereits seit Juli bekannt.
ra/uh

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