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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat die Sitzung vom Mittwoch mit etwas höheren Kursen beendet und dabei erneut einen Index-Höchststand erreicht. Händler nannten als Grund dafür vor allem den Zinsentscheid der US-Notenbank vom Dienstagabend. "Wir haben infolge der Äusserungen des Fed am Mittwoch weltweilt an den Aktienmärkten eine positive Grundstimmung gesehen", sagte einer.
Die Aussage, dass der Leitzins "für einen ausgedehnten Zeitraum auf einem aussergewöhnlich niedrigen Niveau" bleiben werde, sei für Dividendentitel natürlich ein Kurstreiber gewesen. Insbesondere Finanztitel und zyklische Aktien hätten profitiert, hiess es.
Das Bluechips-Barometer SMI schloss 0,26% höher bei 6'892,01 Punkten, das neue Jahreshoch liegt derweil bei 6'913,18 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) avancierte 0,53% auf 1'056,20 Punkte und der breiter gefasste SPI 0,36% auf 6'004,28 Zähler. Letzterer übertraf damit erstmals seit November 2008 wieder die Marke von 6'000 Punkten.
Grösste Gewinnern bei den 30 Blue Chips waren die Zykliker Holcim (+4,2%) und Petroplus (+2,8%). Holcim habe von Kommentaren, die einer Branchenkonferenz der US-Bank Goldman Sachs gemacht worden seien, profitiert, sagte ein Händler. Ein Branchenvertreter habe sich dort zuversichtlich in Bezug auf die amerikanischen Infrastrukturinvestitionen sowie die Entwicklung der Verkaufspreise für Baustoffe geäussert, was positive Rückschlüsse auf europäische Baumaterialhersteller zulasse.
Stark präsentierten sich auch die Titel der beiden Grossbanken CS (+2,1%) und UBS (+0,9%) sowie von Julius Bär (+1,6%), die vom Zinsentscheid bzw. den Kommentaren beflügelt wurden.
Bâloise legten im Vorfeld der am Donnerstag anstehenden Jahres-Zahlen 2009 um 2,4% zu. ZFS (+0,9%) will über die chinesische Tochtergesellschaft das Engagement in Asien ausbauen. Die Niederlassung des Versicherers in China sei um eine Zulassung für das Schadenversicherungsgeschäft in Schanghai bemüht, schrieb eine chinesische Zeitung. Ein positiver Entscheid könnte bei den Anlegern Asienphantasien wecken, hiess es.
Besser als der Gesamtmarkt präsentierten sich auch die Titel der Logistikbranche, die von Hochstufungen profitierten. So stuft Goldman Sachs die Aktien von Kühne + Nagel (+1,8%) nun mit "Neutral" (Sell) ein und den Nebenwert Panalpina (+5,5%) mit "Buy" (Neutral). Kühne + Nagel hat zudem einen Logistik-Auftrag von AkzoNobel in Spanien erhalten.
Swiss Life (-1,0%) waren auf der Verliererseite zuoberst zu finden. Die Aktien wurden von AWD belastet. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" hat die deutsche Tochter für 2009 einen Betriebsverlust von 92 Mio CHF erlitten. Unter den schwächsten Titeln waren bei den Blue Chips auch noch Syngenta (-0,7%), Richemont (-0,7%) und Actelion (-0,7%) zu finden.
Die defensiven Titel wie Nestlé (-0,3%), Novartis (-0,2%) und Roche (-0,5%) standen angesichts der guten Stimmung auch eher am Tabellenende. Letztere stellte bei der US-Gesundheitsbehörde FDA einen Antrag auf die Erweiterung der Zulassung für Actemra (Tocilizumab). Roche beweise damit, dass die entwickelten Medikamente Breitbandcharakter haben, kommentierten die Experten der Privatbank Wegelin.
Im breiten Markt ragten die Aktien von EFG International (+12,1%) hervor. Die Privatbanken-Gruppe hat im vergangenen Geschäftsjahr zwar einen Gewinneinbruch hinnehmen müssen, allerdings war am Markt mit noch weniger Gewinn gerechnet worden. Cham Paper (+3,5%) steigerten trotz Umsatzrückgangs den Gewinn. Die PS von Rätia Energie (+2,8%) waren gefragt, nachdem das Energieunternehmen den Reingewinn bei einer nahezu stabilen Gesamtleistung deutlich gesteigert und eine höhere Dividende vorgeschlagen hat. Grössere Gewinne gab es u.a. noch für AMS (+8,0%), Emmi (+8,8%) oder Inficon (+6,8%).
Schlatter (-4,4%) lag mit den ausgewiesenen Zahlen deutlich unter den Erwartungen der Analysten. AFG (-4,4%) zeigten eine Gegenreaktion, nachdem die Titel am Vortag nach Ergebnisvorlage deutlich zugelegt hatten.
uh/rt

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