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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Donnerstag mit Abschlägen aus dem Handel gegangen. Nach einer freundlichen Eröffnung geriet die Börse unter Druck - Händler verwiesen auf ernüchternde Daten aus der Eurozone und Sorgen um die irischen Staatsfinanzen. Auslöser waren Berichte, wonach nachrangige Anleihen aus dem Bankensektor restrukturiert werden könnten. Der Rückgang der irischen Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal trug ebenfalls zur Belastung der Stimmung bei.
Dies drückte hierzulande vor allem die Grossbankentitel. Auch zyklische Werte mussten grössere Abschläge hinnehmen. In den USA dämmte die Wall Street frühe Verluste bis zum Börsenschluss in Europa dank guter Konjunkturdaten ein, was sich am Schweizer Aktienmarkt aber nicht nachhaltig auswirkte. In Amerika wurden überraschend stark gestiegene Frühindikatoren und unerwartet gute Daten zum Immobilienmarkt veröffentlicht.
Der Leitindex SMI verlor 0,66% auf 6'303,20 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gab um 0,69% auf 966,67 Punkte nach und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,61% auf 5'583,81 Zähler.
Credit Suisse (-3,2%) und UBS (-1,9%) zählten zu den grössten Verlierern. Neben negativen Berichten über den irischen Bankensektor belastete eine Studie von Merrill Lynch mit reduzierten Gewinnschätzungen für diverse US-Investmentbanken. Die Credit Suisse habe offenbar zudem gegenüber Analysten die Erwartungshaltung an die Margenentwicklung im Wealth Management gedämpft, verlautete in Marktkreisen.
Adecco (-0,6%) schlossen nach einem freundlichen Start im Minus. Der Personaldienstleister bestätigte anlässlich der Investorentage das mittelfristige Ziel einer EBITA-Marge von "über 5,5%" und sah keine Zeichen einer Verlangsamung. Das Umsatzwachstum in den Monaten Juli und August habe sich bei rund 16% stabilisiert, hiess es. SGS veranstaltete ebenfalls Investorentage, die Titel rückten um 0,1% vor.
Zyklische Aktien wie Petroplus (-1,7%), Logitech (-1,0%), Holcim (-1,2%) und Swatch (-1,3%) wurden von den Anlegern tiefergestellt.
Roche notierten 0,7% schwächer nach einer Kurszielsenkung durch die BNP Paribas, das Rating blieb auf "Outperform". Novartis (+0,2%) hingegen erhielten nach der FDA-Zulassung für Gilenia ein höheres Kursziel von Nomura, die Kaufempfehlung wurde bestätigt.
Bâloise (+1,5%) lagen an der Spitze der Bluechips. Seit Mittwoch kursieren Gerüchte um ein Übernahmeinteresse der deutschen Allianz-Gruppe, nachdem sich diese von zwei Schweizer Töchtern getrennt hatte. Andere Assekuranzen wie Swiss Re (-0,6%) und ZFS (-1,2%) tendierten dagegen verhaltener.
Auch Transocean (+1,5%) zeigten sich erholt. Die Aktien waren nach einer Rückstufung der Kreditwürdigkeit durch Moody's in den Vortagen unter Druck geraten.
Im breiten Markt gewannen Nationale 1,9% nach Halbjahreszahlen. Diese sind im Urteil von Analysten insgesamt leicht über den Erwartungen ausgefallen.
Lifewatch (-1,0%) gaben dagegen nach. Der Gesundheitsdienstleister hat einen landesweiten Vertrag mit dem US-Krankenversicherer Aetna abgeschlossen. Demnach ist das Produkt "NiteWatch" (Schlafanalyse zuhause) neu allen Amerikanern zugänglich, die bei Aetna krankenversichert sind.
Die beiden Werbevermarkter Goldbach Media (-1,3%) und Publigroupe (+0,1%) tendierten uneinheitlich. Am Morgen wurde bekannt, dass Ersterer der Letzteren mit "Drei plus" auch seinen letzten Fernsehkunden abgejagt hat.
Im Zusammenhang mit OC Oerlikon (-0,5%) gab es ebenfalls Neuigkeiten. Das Bundesstrafgericht sprach den russischen Investor Viktor Vekselberg sowie Ronny Pecik und Georg Stumpf vom Vorwurf der Widerhandlung gegen das Börsengesetz frei.
cc/cf

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